Jugendbildungsnetzwerk Ringelbach, Reutlingen

Jugendbildungsnetzwerk Ringelbach, Reutlingen

Jugendbildungsnetzwerk Ringelbach, Reutlingen
– Kooperation im Wohnquartier –

Nicht alle jungen Menschen tun sich leicht, einen guten Schulabschluss zu erreichen oder einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Das hat verschiedene Gründe.

Unsere Zielgruppe, sind vorwiegend Schüler/innen, die von zu Hause wenig oder gar keine Unterstützung bekommen oder mit ihrem Migrationshintergrund sprachliche Defizite haben. Durch die Corona-Pandemie ist die Situation für unsere Zielgruppe sehr viel schwieriger geworden. Deshalb haben wir uns entschlossen, in unserem Wohnquartier ein Jugendbildungsnetz aufzubauen. Daran beteiligen sich: die Plattform lebenswert, zwei Schulen, das Jugendhaus Ariba, der Verein Joblinge, das Evang. Jugendwerk Reutlingen. Außerdem bestehen Kontakte zur Arbeitsagentur, zur IHK und HWK.

Aus folgenden Bausteinen setzt sich das Bildungsnetzwerk zusammen und ist vorrangig für die Klassen 8 und 9 vorgesehen.

  • Informationsabend Bildungswegeplanung (Schule)
    • Eltern und Schüler*innen werden über die Möglichkeiten einer Ausbildung, bzw. einem weiteren Schulbesuch von den Schulen, der Arbeitsagentur und den Paten, informiert.
  • Start der Paten*innenbegleitung (Patengruppe)
    • 25 Bürger*innen begleiten, meist im Tandem, Schüler*innen ein Jahr lang.
  • Seminar für SchülerInnen, die Ausbildung machen wollen (Joblinge e.V.)
    • Diese Seminar soll Schüler*innen bei ihrer Entscheidung eine Ausbildung zu machen, unterstützen.
  • Projekttage Übergang Schule-Beruf (Ariba)
    • Informationen, Plan- Rollenspiele z. Bewerbungssituation
  • Hilfe- Unterstützungswerkstatt (Ariba)
    • Zu bestimmten Sprechzeiten bieten Bürger*innen und die Mitarbeiter*innen des Jugendhauses das ganze Jahr über Beratung an.
  • Mentoren Ausbildung (Evang. Jugendwerk)
    • Schüler*innen aus den oberen Klassen geben Nachhilfe für Jüngere Sie werden dafür vorher ausgebildet.
  • Projekt soziales Lernen
    • Schüler*innen engagieren sich über mehrere Monate in sozialen Einrichten und stärken so ihre Sozialkompetenz.

 

Otto HaugMit der engen und abgestimmten Zusammenarbeit aller Beteiligten können wir den Schüler*innen ein gutes Unterstützungsangebot machen.

Otto Haug
Kontakt: otto.haug@web.de

 

Politischer Gottesdienst zur Bundestagswahl: Neues aus dem Reutlinger Bürgernetzwerk “lebenswert”

Politischer Gottesdienst zur Bundestagswahl: Neues aus dem Reutlinger Bürgernetzwerk “lebenswert”

 

Am 19. September organisierte lebenswert einen Politischen Gottesdienst mit anschließendem Gesprächsforum. Dazu waren die Bundestagskandidaten*innen von CDU, SPD, Grüne, FPP und die Linke eingeladen. Unter dem Motto “Wir reden Sie hören zu” stellte u.a. die Patengruppe von lebenswert Ihre Arbeit vor und formulierten Ihre Erwartungen an die Politik:  


“Jugendstudien zeigen:  20% aller Jugendlichen sind gefährdet, den Anschluss an die Gesellschaft zu verlieren, diese     Beobachtung können wir durch unsere Arbeit als Schulpaten und Patinnen nur bestätigen. 
– Die Hauptgründe dafür sind:  

  • die Verhältnisse in der Familie (Wohnverhältnisse, geringes Einkommen, Arbeitslosigkeit, Familienverhältnisse)  
  •  Unkenntnis der Sprache  
  •  Überforderung der Schule (zu wenig Lehrkräfte, oft zehn verschiedene Nationen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund und damit für die Lehrkräfte oft unmöglich, allen gerecht zu werden)  
  • Im beginnenden Schuljahr bat uns die Schule, 30 Schülerinnen aus zwei Schulklassen zu begleiten, das ist über die Hälfte der Schüler. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die Schule braucht 25 Ehrenamtliche, um ihren Auftrag erfüllen zu können, das darf nicht sein.  

Es gibt Erhebungen, die sagen, dass 75% aller Jugendlichen, die im Strafvollzug sind, keinen Schulschluss haben. Jugendknast ist teuer. Also auch ökonomisch lohnt es sich, in die Schule zu investieren. 
Deshalb möchten wir Sie, wenn Sie gewählt werden, eindringlich bitten:  Schauen Sie genau hin! Schauen Sie auf diese Jugendlichen, die Gefahr laufen, den Anschluss an die Gesellschaft zu verlieren. Dies ist ethisch, christlich, aber auch ökonomisch das Gebot der Stunde. 

 Mehr Informationen über das Reutlinger Bürgernetzwerk finden Sie unter: http://www.lebenswert-ringelbach.de/ 

 

Unsere Projekte

Unsere Projekte

Abendsingen im Pflegeheim – Altersnetzwerk – Begleitung von Geflüchteten – Besuchsdienst (50 Personen) – Brücke nach Uganda -Frauenstammtisch – Frei im Ruhestand – Häkeln und Stricken – Kartenspielen – Körper, Geist und Seele im Gespräch – Kreativmarkt – Kreistänze – Kunst – Job- und Schulpaten (25 Paten/innen begleiten 37 Schüler/innen und Flüchtlinge) – Lebendiger Advent – Literaturkreise – Männerperspektive – Männerstammtisch – Ma(h)lzeit – PC Support – Pflegende Angehörige – Politischer Stammtisch – Quartiersflohmarkt – Radlgruppe – Rund um den Garten – s‘Chörle –– Spieleabend – Sport mit Geflüchteten – Sozialer Reparaturdienst – Lokal-Sozial für Schüler – Sprachtraining mit Geflüchteten – Svensk prat – Tanzen – Tischtennis – Verwöhntag – Walkinggruppen – Wandern – Wir helfen uns – Wirtschaften im Dienst des Lebens – Zwergencafé – 60plus –– Kochspaß im Ringelbach –– Handwerkerpool – Tische auf die Straße – Stadtteilfest – Pomologiespektakel – Tablets im Quartier – Nachbarschaftsgespräche – Schülermentorenprogramm – Auf dem letzten Weg – Radeln ohne Alter…..

Wir vernetzen uns: Unsere Kooperationen

Wir vernetzen uns: Unsere Kooperationen

Kaffeehäusle, Caritas, Eduard-Spranger-Gemeinschaftsschule, Stadt Reutlingen, St. Wolfgang Schule, Kinder und Familienzentrum, Baptistische Gemeinde, Theologische Hochschule der Methodisten, Sportfreunde 02, Jugendhaus Ariba, Katholische Kirchengemeinde Heilig Geist

 
Welches gesellschaftliche Problem wollt Ihr lösen?

Welches gesellschaftliche Problem wollt Ihr lösen?

Die Gesellschaft läuft Gefahr, dass sich immer mehr Menschen abgehängt fühlen, sei es durch Einsamkeit z.B. im Alter, Ausgrenzung oder das Gefühl, nicht gebraucht zu werden. Diesem Trend treten wir entgegen. Wir fördern, dass die Menschen aufeinander zugehen,  miteinander etwas tun, ins Gespräch kommen. Dadurch ergibt sich automatisch, dass sich  unterstützende Netzwerke bilden.  In kurzer Zeit ist es gelungen eine aktive Bürgerschaft im Nachbarschaftsbereich in Gang zu bringen.