Wahlkompass Bensheim 2026: Die Antworten der Parteien sind online

Wahlkompass Bensheim 2026: Die Antworten der Parteien sind online

Worum geht es? Das Bürgernetzwerk Bensheim möchte die politische Willensbildung stärken und Bürgerinnen und Bürgern eine fundierte Orientierungshilfe für die Kommunalwahl am 15. März bieten. Dazu haben wir den „Wahlkompass 2026“ entwickelt. Er besteht aus 11 drängenden Fragen, die direkt aus der Bensheimer Bürgerschaft an uns herangetragen wurden, sowie 4 konkreten Vorschlägen des Bürgernetzwerks für ein besseres Miteinander von Politik und Bürgerschaft. Unser Ziel ist es, Licht ins Dunkel der Wahlprogramme zu bringen und die Kernaussagen der Parteien vergleichbar zu machen.

Vollständig, unverändert und ungekürzt Ab sofort sind hier alle Antworten der Parteien abrufbar, die sich auf unsere Anfrage zurückgemeldet haben. Ursprünglich hatten wir geplant, die Positionen in einer kompakten Vergleichsmatrix darzustellen. Aufgrund der Tiefe und des erheblichen Umfangs der meisten Rückmeldungen haben wir uns jedoch bewusst gegen eine starke Verkürzung entschieden.

Wir stellen Ihnen die Informationen daher vollständig, unverändert und ungekürzt zur Verfügung. Damit wahren wir die Neutralität und geben den Parteien den Raum, ihre Konzepte für Bensheim im Detail zu erläutern.

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Wahl Die Parteien haben sich viel Zeit genommen, um auf unsere Fragen und Vorschläge einzugehen. Wir laden Sie herzlich ein, sich ebenfalls die Zeit zu nehmen, diese Positionen in Ruhe zu lesen. Es lohnt sich, genau hinzuschauen, wer welche Lösungen für die Haushaltskrise, die Innenstadtentwicklung oder die Zukunft unserer Sportstadt anbietet.

Ein Hinweis zur Vollständigkeit: Beim Lesen der Dokumente wird auffallen, dass einige Parteien ausschließlich die Fragen zu den 11 Sachthemen beantwortet haben und auf die 4 strukturellen Vorschläge des Bürgernetzwerks (wie z. B. das Stadtforum oder den öffentlichen Faktencheck) nicht eingegangen sind. Auch diese Entscheidung der Parteien ist eine Information, die zur Transparenz und Orientierung am Wahltag beiträgt.

Wahlkompass – Antworten BfB
Wahlkompass – Antworten CDU
Wahlkompass – Antworten Die Grünen
Wahlkompass – Antworten FDP
Wahlkompass – Antworten FWG
Wahlkompass – Antworten SPD
Wahlkompass – Antworten Volt

Ausschüttungen der Sparkasse

Ausschüttungen der Sparkasse

Bürgernetzwerk unterstützt Forderungen nach höheren Sparkassenausschüttungen zur Entlastung der kommunalen Haushalte

Das Bürgernetzwerk Bensheim begrüßt die vom Präsidenten des Hessischen Rechnungshofs, Uwe Becker, angestoßene Debatte über eine verstärkte Ausschüttung der Sparkassengewinne an ihre Kommunen. Angesichts der angespannten Haushaltslage vieler Städte und Gemeinden regt Becker an, dass die Sparkassen gemeinsam mit ihren Trägerkommunen verlässliche Ausschüttungsvereinbarungen für die kommenden Jahre treffen. Dieser Vorstoß wird nicht nur vom Bund der Steuerzahler unterstützt, sondern findet auch breite Resonanz in Öffentlichkeit und Medien.

Vor diesem Hintergrund ruft das Bürgernetzwerk die Sparkasse Bensheim, ihren Verwaltungsrat sowie die lokale Politik dazu auf, dieses Thema aktiv aufzugreifen. Bereits im Januar hatten Bürgerinnen und Bürger in Veranstaltungen des Netzwerks die Idee einer stärkeren Sparkassenausschüttung als Beitrag zur Haushaltskonsolidierung diskutiert. Im Mai 2025 forderte das Netzwerk in einer öffentlichen Stellungnahme sowie in einem Schreiben an den Verwaltungsrat der Sparkasse eine Prüfung der Ausschüttungspraxis.

Inzwischen wurde in der Tat ein sogenannter „Mindestsockelbetrag“ im städtischen Haushalt berücksichtigt und die Sparkasse Bensheim hat 1 Million Euro ausgeschüttet. Angesichts eines operativen Gewinns von rund 20 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr hält das Bürgernetzwerk diesen Betrag jedoch für deutlich ausbaufähig. Denn selbst in den derzeitig turbulenten wirtschaflichen Zeiten wuchs das Kundenkreditgeschäft der Bensheimer Sparkasse um 7,8% – und sie zählt bundesweit zu den eigenkapitalstarken Instituten. Zudem sind die Zukunftsperspektiven gemäß des eigenen Lageberichts der Sparkasse ausgezeichnet: Sie rechnet für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem Betriebsergebnis nach Bewertung zwischen 15,5 und 18,5 Millionen Euro. Unter BerücksichTgung der gesetzlichen Vorgaben, mindestens ein Drittel vom Jahresgewinn den gesetzlichen Rücklagen zuzuführen, dürfte ein spürbarer Betrag für die Kommunen übrigbleiben.

Die Stadt Bensheim und die anderen Trägerkommunen sollten nach Ansicht des Bürgernetzwerks der Anregung des Rechnungshofs folgen und „darauf drängen, dass sie angemessen an den Gewinnen der Institute beteiligt werden“. Auf diese Weise könnte die Sparkasse in den kommenden Jahren einen spürbaren Beitrag zur Stabilisierung der Haushalte der Trägerkommunen im Jahr leisten – und damit helfen, die aktuelle Notsituation zu bewältigen.

Verantwortlich: Hans-Peter Meister, Weiherstrasse 7, 64625 Bensheim

Nutzerorientierung der Verwaltung

Nutzerorientierung der Verwaltung

Bürgernetzwerk Bensheim: Verwaltungsexpertin Julia Borggräfe zu Gast: „Nutzerorientierung ist entscheidend für Akzeptanz und gute Entscheidungen“

Beim monatlichen Jour fixe des Bürgernetzwerks Bensheim war die Verwaltungsexpertin und Buchautorin Julia Borggräfe zu Gast. In ihrem vielbeachteten Buch „Bürokratopia“ beschreibt sie eindrücklich, wie bürokratische Abläufe in Verwaltungen häufig an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vorbeigehen – und welche Wege es gibt, dies zu ändern. Borggräfe, die viele Jahre in verschiedenen Verwaltungen tätig war, zuletzt als Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, betonte in ihrem Vortrag, dass Praxiswissen und Nutzerperspektiven viel zu selten in politische Entscheidungsprozesse einfließen. „Oft werden Entscheidungen bereits getroffen, bevor Betroffene überhaupt gehört werden“, sagte sie. Das führe dazu, dass Änderungsvorschläge später als Kritik oder Gesichtsverlust empfunden und parteipolitisch statt sachlich diskutiert würden. Ein weiteres Problem sieht Borggräfe darin, dass in Abstimmungsprozessen häufig alle umstrittenen Punkte gestrichen werden – bis nur noch ein Minimal-Kompromiss übrigbleibt, der die eigentlichen Ziele kaum noch erreicht. „Diese Mechanismen sind bekannt, auch innerhalb der Verwaltungen wird derzeit intensiv darüber diskutiert, wie man Entscheidungsprozesse besser organisieren kann“, so Borggräfe. In der anschließenden Diskussion des Bürgernetzwerks wurde deutlich, dass es nicht nur strukturelle, sondern auch kulturelle Hürden für mehr Beteiligung gibt. Viele Entscheiderinnen und Entscheider sähen ihre Macht gefährdet, es fehlten Anreize, Probleme wirklich zu lösen, und parteipolitische Logiken stünden oft einer sachlichen Debatte im Weg. Borggräfe plädierte daher für mehr gemeinsame Arbeitsprozesse zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft. Betroffene sollten bereits vor der Erarbeitung von Entscheidungsvorlagen gehört werden. In sogenannten „Co-Creation-Prozessen“ könnten alle Beteiligten gemeinsam Lösungen entwickeln und Konflikte frühzeitig klären. „Dafür braucht es keine Gesetzesänderung“, betonte sie. „Jede Verwaltung und jedes Parlament kann das sofort umsetzen – und die Qualität der Entscheidungen würde spürbar steigen.“ Gleichzeitig räumte sie ein, dass derartige Verfahren Zeit, Vertrauen und Übung erfordern. Skepsis gebe es auf beiden Seiten: Politiker:innen und Verwaltungsmitarbeitende fürchteten Kontrollverlust, während Teile der Bürgerschaft Beteiligungsprozesse als zu langwierig oder wirkungslos erlebten. Trotz dieser Herausforderungen zeigte sich das Bürgernetzwerk Bensheim überzeugt, dass neue Formen der Zusammenarbeit entscheidend für eine moderne, bürgernahe Demokratie sind. Für die anstehende Kommunalwahl plant das Netzwerk daher, die Parteien und Kandidatinnen und Kandidaten zu befragen, wie sie künftig mit diesen Herausforderungen umgehen wollen. Verantwortlich: Hans-Peter Meister, Weiherstrasse 7, 64625 Bensheim

Modernisierung der Stadtverwaltung

Modernisierung der Stadtverwaltung

Bürgernetzwerk Bensheim fordert modernes und transparentes Verfahren zur Modernisierung der Stadtverwaltung Bensheim

Das Bürgernetzwerk Bensheim begrüßt grundsätzlich die Entscheidung der Stadt Bensheim, zur Modernisierung und Effizienzsteigerung der Verwaltung einen externen Beratungsprozess einzuleiten. Das ist eine der wesentlichen Empfehlungen aus den Veranstaltungen des Bürgernetzwerks sowie der kommunalen Beratungsstelle des Landes Hessen an die Stadt.
„Die erforderliche Modernisierung der Verwaltung ist ein Beispiel dafür, dass in einer großen Krise auch große Chancen stecken“ schreibt das Bürgernetzwerk und weiter: „Wenn wir es richtig machen, dann können wir Bensheim als Modellkommune entwickeln und gemeinsam das vorhandene große Potential unserer Heimatstadt optimal nutzen“.

Allerdings hält das Bürgernetzwerk das bisher bekannte städtische Vorgehen zur Modernisierung für nicht ausreichend. Denn die städtische Pressemitteilung vom 28. Juli 2025 verweist zwar auf ein „Leistungsverzeichnis“, dessen Erstellung man aktuell vorbereite, allerdings ohne vorherige Abstimmung mit dem Magistrat, ohne Beteiligung der Stadtverordnetenversammlung und ohne Einbeziehung oder Information der Bürgerschaft. „Ein solcher Alleingang ohne offene Kommunikation untergräbt die Erfolgschancen der gesamten Beratung – und nimmt Bürgerinnen und Bürger wieder einmal nicht mit“, kritisiert das Bürgernetzwerk. Insbesondere bleibt die Zielvorgabe für die Beratung im Dunkeln, und genau diese benötigt aber einen breiten Konsens von Verwaltung, Magistrat, Stadtverordnetenversammlung und Stadtgesellschaft.

Stattdessen schlägt das Bürgernetzwerk ein vierstufiges Verfahren vor:

    1. Abgestimmtes Konzept über das Vorgehen mit Magistrat und Parlament: Nur so ist die
      demokratische Legitimation gewährleistet und Transparenz von Beginn an sichergestellt.
    2. Marktfeldanalyse durch Interviews mit mindestens drei ausgewiesenen Expert:innen oder Berater:innen, die im Bereich kommunaler Verwaltungsmodernisierung beste Erfahrungen vorweisen können. Beispiele hierfür sind unter anderem etwa „moved consulting“ aus Mainz – spezialisiert auf Smart-City-Projekte und digitale Roadmaps – oder „PD – Berater der öffentlichen Hand“, eine vielfach ausgezeichnete Beratungseinheit des öffentlichen Sektors oder auch „Metaplan“, eine Gruppe, die ebenfalls derartige Prozesse anbieten. „Das sind jedoch lediglich Beispiele, keine Empfehlungen“, stellt das Bürgernetzwerk klar.
    3. Beteiligung der Bürgerschaft, um Praxiswissen, Anregungen und Ideen sowie Bedarfe der Stadtgesellschaft zu ermitteln und in die Zielvorgaben der Leistungsbeschreibung einfließen zu lassen.
    4. Durchführung eines „Request for Information (RFI)“, um Marktwissen, Technologiestandards, innovative Digitalstrategien und generell Best Practises einzubringen bevor eine förmliche Ausschreibung mit einer konkreten Leistungsbeschreibung erstellt wird. Bei einem derartigen RFI werden mögliche Anbieter angeschrieben, um vorab deren genaue Angebote und Verfahren kennenzulernen und auf dieser Grundlage eine für Bensheim passende Leistungsbeschreibung zu erstellen.

      Auch verweist das Bürgermetzwerk auf vorhandene gute Beispiele und Vorbilder aus anderen Kommunen, unter anderem auch in Hessen, die sich Bensheim genau anschauen sollte, um von den vorhandenen (guten und schlechten) Erfahrungen profitieren zu können. Zum Beispiel       
      • Fulda, Gießen, Limburg, Marburg, Offenbach und Wetzlar haben über das Projekt „Digitale
      Kommune@Hessen“ erfolgreich digitale Transformationskonzepte umgesetzt – gefördert
      vom Land und mit greifbaren Digitalisierungserfolgen.
      • Wiesbaden als Smart City-Pionier: Zahlreiche Verwaltungsleistungen sind dort bereits
      vollständig digitalisiert, insbesondere gibt es bürgerfreundliche Online-Angebote weit über
      gesetzliche Mindeststandards hinausgehend.
      • Zudem bietet das Land mit der Digitalen Modellbehörde, dem Projekt Kommunal Data
      Hessen und den geförderten Modellkommunen bewährte Blaupausen für eine moderne
      Verwaltungsstruktur.
      • Auch gibt es zahlreiche Projekte einer interkommunalen Zusammenarbeit, die weit über die in Bensheim bestehenden Kooperationen hinausgehen.

      Nach Ansicht des Bürgernetzwerks sollte die Stadt Bensheim aktiv den Dialog mit allen politischen Gremien und der Stadtgesellschaft suchen, den Markt explorieren und einen zeitgemäßen Ansatz zur Auswahl geeigneter Beratungspartner verfolgen bevor Fördermittel und Verwaltungskräfte durch einen schlecht geplanten Ausschreibungsprozess verschwendet und am Ende gar etablierte Ineffizienzen reproduziert werden. „Bensheim braucht einen Neuanfang und nicht einen kontinuierlichen Reparaturbetrieb mit veralteten
      Werkzeugen. Wir wollen eine moderne, schlanke, effiziente, digitale und bürgernahe Verwaltung. Nur so können wir junge Talente gewinnen, Bürgerzufriedenheit erhöhen – und Bensheim nicht nur aber auch finanziell langfristig stabilisieren. Wir wollen eine mutige Verwaltungswende – digital, effizient, modern, offen für Neues – und nah an den Menschen,“ so das Bürgernetzwerk.

      Verantwortlich: Hans-Peter Meister, Weiherstrasse 7, 64625 Bensheim

Kultur & Kreativität

Kultur & Kreativität

Kultur & Kreativität

„Kultur ist die Hefe im Teig der Gesellschaft, nicht nur das Sahnehäubchen“.

… und auch die Transformation der Gesellschaft zu mehr Nachhaltigkeit braucht Kultur und Kreativität – aus gutem Grund. Kultur, Kreativität und künstlerisches Denken sind enorm wertvolle Rohstoffe. Wir brauchen sie dringend, um Fehlentwicklungen in der Welt zu korrigieren und unsere Gesellschaft umzugestalten. 

Das Thema Kultur und Kreativität fruchtbar zu machen für mehr Nachhaltigkeit und gute Entscheidungen der Gesellschaft – das ist das Herzensanliegen von Antje Hinz. Sie lebt und arbeitet vor allem in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, hat schon viele Preise für ihre innovativen Mediengestaltungen gewonnen und setzt auf kollaboratives und kokreatives Miteinander.

 

Antje Hinz, MassivKreativ

Nachhaltigkeit im Doppelpack

WAS WIR WISSEN MÜSSEN – WAS WIR TUN KÖNNEN
WORUM ES UNS GEHT

Nachhaltigkeit ist ein buntschillernder Begriff. Alle sind dafür – aber was alles verbirgt sich dahinter und was kann man konkret tun, um eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen? Mit dieser online-Reihe wollen wir viele Einzelaspekte beleuchten – jeweils aus Sicht von Expert:innen und ergänzt um Anregungen aus der Praxis, die zum Mitmachen oder Anpacken motivieren sollen. Wir möchten alle am jeweiligen Thema Interessierten miteinander vernetzen und berichten, was sich daraus ergeben hat.

WER WIR SIND

Wir, das ist eine Gruppe von Personen und zivilgesellschaftlichen Organisationen mit dem gemeinsamen Ziel, Anpacker:innen zu eigenen Aktivitäten anzuregen und zu unterstützen. Mit dabei sind – neben dem Bürgernetzwerk – deutschlandweit Clubs und Initiativen von Rotary und Lions, die Senckenberg Gesellschaft und die Polytechnische Stiftung Frankfurt. Als Steuerungsgruppe zu Beginn: Urs Klemm, Hans-Peter Meister, Volker Mosbrugger, Johann Schreiner, Klement Tockner und Henning von Vieregge. Diese Gruppe wird sich in Kürze erweitern und natürlich insbesondere gendermäßig erheblich weiterentwickeln. 

 

NÄCHSTER TERMIN

Donnerstag, 27. Juni 2022

 Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister Wuppertal
Eugen Huthmacher, Vorstand Germanwatch

»Klimaneutrale Kommune: Utopie oder realistisch?«

NÄCHSTER TERMIN

Donnerstag, 15. Juli 2022

Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitales
Karl-Heinz Schlitt, Lions Bensheim

»Nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum:
woran hapert es, was funktioniert?«

 

WAS BISHER WAR – VERANSTALTUNGEN ZUM NACHSCHAUEN

 


 Die Veranstaltung vom 4. Mai 2022

  • Nachhaltigkeit: Nichtssagender Modebegriff oder steckt mehr dahinter?
    Prof. Dr. Ortwin Renn, Wissenschaftlicher Direktor IASS Potsdam
  • Wie wir in den Kommunen Gesprächsräume eröffnen können – am Beispiel Klimaschutz
    Franz Hoppe, Präsident Rotary Augsburg

Vortrag von Franz Hoppe, PDF

    Hier kann die gesamte Veranstaltung angesehen werden:

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    Lautertaler Gemeindevorstand im Regionallabor „HeimatLeben 4.0“

    Lautertaler Gemeindevorstand im Regionallabor „HeimatLeben 4.0“

    Es ist gerade einmal fünf Monate her, seit der Lautertaler Gemeindevorstand seine Zustimmung zur Vermietung eines weitgehend ungenutzten Raums in der Lautertalhalle im Ortsteil Elmshausen an die Initiative „HeimatLeben 4.0“ gegeben hat. Mit dem vom Bundesinnenministerium geförderten Programm sollen Projekte erprobt werden, mit denen die Vorzüge des ländlichen Raums ins rechte Licht gerückt und die Rahmenbedingungen für das Leben auf dem Dorf verbessert werden können.  Jetzt überzeugten sich die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker bei einem Lokaltermin davon, was aus den ambitionierten Plänen geworden ist: nämlich ein modern ausgestatteter Multifunktionsort, an dem Menschen zusammenkommen, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Angesprochen sind Kleinunternehmen, Freiberufler, Firmengründer und Berufspendler, aber auch Vereine und Institutionen, denen ein inspirierendes Umfeld und soziale Kontakte wichtig sind.

    Coworking lautet der Begriff aus dem Englischen dafür, der Einzug in die deutsche Alltagssprache gehalten hat. Beschrieben wird damit eine Kultur der Zusammenarbeit, die in den großen Städten – nicht zuletzt in der Gründerszene – bereits etabliert, auf dem Land aber noch nicht weit verbreitet ist. Das wird sich ändern, sind Fachleute überzeugt. So gesehen, wird mit dem „Regionallabor“ in der Lautertalhalle ein Stück Zukunft simuliert. Der Name ist dabei Programm: Mit dem Projekt soll der Beweis angetreten werden, dass in der Praxis funktioniert, was in der Theorie auf der Hand liegt: dass nämlich nicht zuletzt die Digitalisierung unserer Arbeits- und Lebenswelt ganz neue Chancen für den ländlichen Raum als Wirtschafts- und Wohnort auch für junge Menschen mit urbanen Ansprüchen bietet.

    Wer zumindest einen Teil seiner Arbeit mobil erledigen kann, fühlt sich dort nicht mehr weit weg vom Schuss, sondern schätzt womöglich gerade die Nähe zur Natur abseits städtischer Hektik. Vollständig ersetzen können virtuelle Begegnungen und Kontakte das persönliche Zusammentreffen aber nicht. Dies gilt für das für das Private ebenso wie fürs Berufliche. Es braucht also Anlauf- und Begegnungsstätten, in denen Arbeit, Austausch und Freizeit gemeinsam erlebt werden können. Das Regionallabor versteht sich als Prototyp dafür und hat Modellcharakter im doppelten Sinne: Mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand wurde ein Leerstand in einen für vielfältige Nutzung eingerichteten Arbeits- und Begegnungsort verwandelt. Zur Ausstattung gehören Schreib- und Besprechungstische, Moderationstafeln, ein riesiger Monitor für Visualisierungen, Zugang zu schnellem Internet, eine 360-Grad-Rundumkamera für Online- und hybride Veranstaltungsformate, bequeme Loungemöbel und selbstverständlich auch weitere Wohlfühlfaktoren wie ein Kaffeeautomat und ein gut gefüllter Kühlschrank für Konferenzgetränke. Wer den Raum nutzt, findet alles vor, was er braucht. Rüstzeiten fallen nicht an.

    Bürgermeister Andreas Heun und die Gemeindevorstände zeigten sich jedenfalls beeindruckt davon, wie aus dem gut 50 Quadratmeter großen Nebenraum der Mehrzweckhalle ein einladendes Schmuckkästchen geworden ist. Dass es bisher noch keine Veranstaltung für ein breites Publikum gegeben hat, ist den pandemiebedingten Einschränkungen geschuldet. Im zeitigen Sommer soll bei einem Tag der offenen Tür mit einem kleinen Regionalmarkt und Kinderprogramm nachgeholt werden, was bisher nicht möglich war.

    Der eigentliche Betrieb ist bereits angelaufen, berichteten Karl-Heinz Schlitt und Ottmar Meissner für die Betreiber der Einrichtung. Bisher wurde das Regionallabor vor allem intern genutzt, um die vier Projekte des Open Government Labors Bergstraße-Odenwald voranzubringen.  Hinter der sperrigen Bezeichnung verbirgt sich der Anspruch, gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Bürgergesellschaft, Politik und Verwaltung sowie mit Kunden und Nutznießern Konzepte zu entwickeln, die zu Bausteinen für eine Renaissance des ländlichen Raums werden können.  Angestrebt wird die Bildung von Wertschöpfungsnetzwerken, etwa für die Vermarktung von regionalen Produkten, Dienstleistungen und Erlebnissen.  Dies soll im Zusammenspiel einer digitalen Präsentationsplattform mit stationären “Marktplätzen“ geschehen: vom Hofladen, über die Manufaktur, Wochenmärkte und die Gastronomie bis zu „Regionalen Regalen“ im Handel vor Ort und im Umland. Auf Initiative des Bürgernetzwerk Projekts „HeimatLeben 4.0“ wurde diesbezüglich das StartUp Jahreszeiten regional erlebe – Regionales an der Bergstraße (jahreszeitenregionalerleben.de) als Marketing-Plattform für Regionales an der Bergstraße gegründet, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Menschen für Regionales zu begeistern. In diesem Zusammenhang wird vom StartUp „Jahreszeiten regional erleben“ das Regionallabor „HeimatLeben 4.0“ bereits für Gespräche mit potenziellen Partnern und interessierten Menschen nutzt. Weitere potenzielle Nutzer sind herzlich willkommen.

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    Ein anderes Projekt sucht Antworten auf die Frage, inwieweit Videosprechstunden einen ergänzenden Beitrag zur ambulanten medizinischen Versorgung leisten können. Nicht minder innovativ und ergebnisoffen ist eine Seminarreihe des Vereins WohnVision zu gemeinsamen, generationenübergreifenden Wohnformen, die im März geplant ist.

    Bei der projektbezogenen Nutzung des Regionallabors soll es aber nicht bleiben. Angedacht sind beispielsweise eine Bürgersprechstunde des Rathauschefs und eine Sitzung eines Fachausschusses der Gemeindevertretung, die am heimischen PC-Monitor verfolgt werden können. Darüber hinaus sollen in Abstimmung mit der Gemeinde Vereine und Gewerbetreibende aus Lautertal zu Informationsabenden eingeladen werden, um zu erfahren, wie das Modellvorhaben noch enger an den Bedürfnissen seiner Zielgruppen ausgerichtet werden kann.

    Mehr Infos und Kontaktformular unter: www.buergernetzwerk.de/heimatleben40

    Jugendbildungsnetzwerk Ringelbach, Reutlingen

    Jugendbildungsnetzwerk Ringelbach, Reutlingen

    Jugendbildungsnetzwerk Ringelbach, Reutlingen
    – Kooperation im Wohnquartier –

    Nicht alle jungen Menschen tun sich leicht, einen guten Schulabschluss zu erreichen oder einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Das hat verschiedene Gründe.

    Unsere Zielgruppe, sind vorwiegend Schüler/innen, die von zu Hause wenig oder gar keine Unterstützung bekommen oder mit ihrem Migrationshintergrund sprachliche Defizite haben. Durch die Corona-Pandemie ist die Situation für unsere Zielgruppe sehr viel schwieriger geworden. Deshalb haben wir uns entschlossen, in unserem Wohnquartier ein Jugendbildungsnetz aufzubauen. Daran beteiligen sich: die Plattform lebenswert, zwei Schulen, das Jugendhaus Ariba, der Verein Joblinge, das Evang. Jugendwerk Reutlingen. Außerdem bestehen Kontakte zur Arbeitsagentur, zur IHK und HWK.

    Aus folgenden Bausteinen setzt sich das Bildungsnetzwerk zusammen und ist vorrangig für die Klassen 8 und 9 vorgesehen.

    • Informationsabend Bildungswegeplanung (Schule)
      • Eltern und Schüler*innen werden über die Möglichkeiten einer Ausbildung, bzw. einem weiteren Schulbesuch von den Schulen, der Arbeitsagentur und den Paten, informiert.
    • Start der Paten*innenbegleitung (Patengruppe)
      • 25 Bürger*innen begleiten, meist im Tandem, Schüler*innen ein Jahr lang.
    • Seminar für SchülerInnen, die Ausbildung machen wollen (Joblinge e.V.)
      • Diese Seminar soll Schüler*innen bei ihrer Entscheidung eine Ausbildung zu machen, unterstützen.
    • Projekttage Übergang Schule-Beruf (Ariba)
      • Informationen, Plan- Rollenspiele z. Bewerbungssituation
    • Hilfe- Unterstützungswerkstatt (Ariba)
      • Zu bestimmten Sprechzeiten bieten Bürger*innen und die Mitarbeiter*innen des Jugendhauses das ganze Jahr über Beratung an.
    • Mentoren Ausbildung (Evang. Jugendwerk)
      • Schüler*innen aus den oberen Klassen geben Nachhilfe für Jüngere Sie werden dafür vorher ausgebildet.
    • Projekt soziales Lernen
      • Schüler*innen engagieren sich über mehrere Monate in sozialen Einrichten und stärken so ihre Sozialkompetenz.

     

    Otto HaugMit der engen und abgestimmten Zusammenarbeit aller Beteiligten können wir den Schüler*innen ein gutes Unterstützungsangebot machen.

    Otto Haug
    Kontakt: otto.haug@web.de

     

    Heimatleben im Regionallabor

    Heimatleben im Regionallabor

    Wie aus ungenutzten öffentlichen Räumen Innovationsschmieden werden können

    Bergstraße. Schnelles Internet und eine stabile Mobilfunkverbindung. Ein Monitor im XXL-Format für die Visualisierung von Inhalten. Eine sich selbst steuernde 360-Grad-Rundumkamera für professionelle hybride Veranstaltungen. Whiteboards, Metaplantafeln, Flipcharts und Moderationskoffer. Schreib- und Besprechungstische sowie eine gemütliche Loungeecke für kreative Denkpausen:  Diese Inventarliste deutet auf ein modernes Bürogebäude hin, nicht aber auf einen Gruppenraum in einer in die Jahre gekommenen Mehrzweckhalle auf dem Dorf.  Tatsächlich handelt es sich um die Einrichtung eines Prototypen, mit dem das von Bundesministerium Open Government Labor Bergstraße-Odenwald beispielhaft zeigen will, wie fast ungenutzte Immobilien auf dem Land neues Leben eingehaucht werden kann. Regionallabor nennen die Initiatoren ihr Pilotprojekt. Es schafft im doppelten Wortsinn Raum für eine Kultur des Austauschs, der Kreativität und der Zusammenarbeit – zur Nachahmung andernorts ausdrücklich empfohlen.

    Mit modernster Technik und schnellem Internet versehen, ist das Regionallabor mit seinem flexiblen Raumkonzept jeweils mit wenigen Handgriffen der perfekt passende Ort für Veranstaltungen aller Art.

    Die unlängst in Betrieb gegangene „Keimzelle“ in der Lautertalhalle Elmshausen steht für ein Coworking-Konzept, das für Nutzer, die sich keine teure Fullservice-Infrastruktur leisten wollen, mehr beinhaltet als mit modernster Technik ausgestattete Arbeitsplätze. Das Regionallabor begreift sich als Versuchsraum, in dem Erfahrungen mit neuen Arbeitsformen gesammelt und nicht zuletzt die Aktivitäten des Open Government Labors mit den für den Umsetzungserfolg notwendigen Netzwerkpartnerinnen und -partnern koordiniert werden. Gleichzeitig steht der Raum als Treffpunkt Vereinen und Initiativen offen, die auf unterschiedlichste Weise ihren Beitrag zu einem lebendigen Gemeinwesen im Umland der großen Städte leisten.

     

    Die Wiedergeburt des Dörflichen

    Je mehr Menschen Heimat nicht in erster Linie als geografischen Ort, sondern als Lebensgefühl wahrnehmen, desto mehr verschieben sich die Parameter dafür, was wichtig ist. Das gilt erst recht im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung, die räumliche Distanzen verschwimmen und die ganze Welt zum Dorf werden lässt. Wie attraktiv der suburbane Raum allerdings in Wirklichkeit ist, hängt von den realen Lebensbedingungen vor Ort ab. Von Wohnformen zum Beispiel, die Generationen zusammenführen und stabile Nachbarschaften von Alteingesessenen und Zugezogenen begründen. Oder von einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung, die lange Wegstrecken überwindet.  Von maßgeschneiderten Angeboten für die bestmögliche Vereinbarkeit von Arbeit und Freizeit. Und nicht zuletzt davon, wie sich Einheimische und Gäste mit der Region, in der sie sich bewegen, identifizieren können.

     

    Reif für den Praxistext

    All diese Aspekte werden seit knapp zwei Jahren im Open Government Labor unter dem Rufnamen „Heimatleben 4.0“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Das Ergebnis sind Lösungsoptionen, die jetzt dem Praxistest unterzogen werden. Nichts ist von oben verordnet, sondern jedes einzelne Projekt von Anbieterinnen und Nutznießern von Leistungen in Wertschöpfungsnetzwerken gemeinsam entwickelt. Deutschlandweit geschieht dies in 13 vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat geförderten Open-Government-Laboren. „HeimatLeben 4.0“ als Modell für die Bergstraße und den Odenwald gehört dazu.

     

    Betroffene zu Beteiligten machen

    Der Auftrag besteht darin, Interessen und Anforderungen der Menschen vor Ort aufzuspüren und Betroffene zu Beteiligten in zivilgesellschaftlichen Umsetzungsprojekten zu machen – wo es nötig ist, in einer Allianz mit Politik und Verwaltung. Eine Aktivität zielt zum Beispiel darauf ab, regionale Produkte durch die Verknüpfung von digitalen und stationären Vermarktungskanälen bekannter und besser verfügbar zu machen. Das kann auf breiter aufgestellten und digital beworbenen Wochenmärkten geschehen. Es kann aber auch durch Nischenkonzepte wie etwa das „Regionale Regal“ erreicht werden. Die Markenrechte dafür hält eine Startup-Unternehmung, die im Franchisesystem neue Verkaufsorte für landschaftstypische Erzeugnisse schafft: in Einzelhandelsgeschäften, in der Gastronomie oder in touristischen Einrichtungen  – eine Idealkonstellation, die als Blaupause für andere Win-Win-Strategien dienen kann. Der Fokus liegt auf der Stärkung des Odenwalds und der Bergstraße als Erlebnis-, Freizeit- und Genussregion, idealerweise durch einen Brückenschlag vom Dorf in die Stadt und umgekehrt.

     

    Videosprechstunde und neue Wohnformen

    Der Begriff Regionallabor dient in diesem Kontext als Metapher für unterschiedliche Formen des Zusammenwirkens, auf denen theoretische Konzepte in der Praxis erprobt und ihre Übertragbarkeit auf andere Einsatzgebiete überprüft werden sollen. Maßstab ist die Wirkung, die von einer Aktivität ausgeht, das heißt: inwieweit ist die Aktivität für die lokale Gesellschaft erlebbar und wie strahlt sie in kommunale Strukturen aus? Eines der gestarteten Projekte soll beispielsweise Erkenntnisse bringen, ob und unter welchen Bedingungen Videosprechstunden von Fach- und Landarztpraxen als Ergänzung zur absehbar ausgedünnten ambulanten Gesundheitsversorgung wirken können.

    Von links nach rechts: Anea Schäffel (Projektleitung Bürgernetzwerk), Gerhard Vetter (Vorsitzender Verein Bergstraße Wohnvision e.V.), Karl-Heinz Schlitt (Open Government Labor)

    Auch das Thema generationenübergreifendes und gemeinschaftliches Wohnen im ländlichen Raum und in den hessischen Mittelzentren kommt nicht zu kurz. Diesem widmet sich vordergründig der Projektpartner Wohnvision Bergstraße e.V. Unterstützt wird dieser unter anderem durch eine Umfrage, die sich mit dem Wohnbedürfnissen der Menschen in der Region beschäftigt und Hinweise für konzeptionelle Weichenstellungen durch Politik und Wohnungswirtschaft wird. Alle Bergsträßler:innen und solche, die es werden wollen, sind herzlichst zur Teilnahme aufgerufen:  www.wohn-vision.com.

    Sie sind selbstständig, möchten ab und an statt vom Büro aus in einem Co-Working Space arbeiten oder suchen einen Ort für die nächste Vereinssitzung? Im Rahmen der Projektförderung können Sie die Räumlichkeiten zunächst kostenlos nutzen – melden Sie sich bei Interesse gern unter info@buergernetzwerk.de

     Weitere Informationen zum Thema „HeimatLeben 4.0“ finden sich unter: www.buergernetzwerk.de

     

     

    Ihre Stimme für “Tablets im Quartier – Fenster zur Welt”

    Ihre Stimme für “Tablets im Quartier – Fenster zur Welt”

    Zeigen Sie Ihr Engagement und stimmen Sie für das Projekt “Tablets im Quartier – Fenster zur Welt”.

    Mit Ihrer Stimme können Sie beim Publikumspreis für digitales Miteinander für das Projekt “Tablets im Quartier – Fenster zur Welt” bis zum 19.12.2021 werben.

    Zur Abstimmung beim Publikumspreis folgen Sie dem Link: https://digitaltag.eu/bewerbung/publikumspreis/tablets-im-quartier-fenster-zur-welt

    Mehr über das Projekt “Tablets im Quartier – Fenster zur Welt” erfahren Sie unter dem Link: https://www.buergernetzwerk.de/tablets-im-quartier/

    Kinderarbeit reduzieren

    Kinderarbeit reduzieren

    Kinder müssen in vielen Ländern im Jahre 2021 bis zu 16 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche arbeiten.

    Es wird Millionen von diesen Kindern das Recht auf ein gutes und behütetes Leben vorenthalten.

    Diese Kinder werden ausgebeutet und als Sklaven in der Zwangsarbeit gehalten.

    Weltweit weist Indien die höchste Zahl von Kinderarbeitern auf.

    Insgesamt arbeiten dort rund 10 Millionen Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren.

    Lieferketten müssen zurückverfolgbar sein, Kinderrechte müssen eingehalten werden. Dazu gehört auch eine Überprüfung und Bestrafung der Betriebe, welche sich nicht daran halten.

    Wir alle, unsere Gesellschaft und unsere Politiker müssen diese armen Kinder schützen und unterstützen, um Ihnen vor Ort ein besseres Leben zu ermöglichen.

    Billig einzukaufen und Schnäppchen machen zu wollen, führt vermehrt zu einem Ausbeuten der Ärmsten.

    Bedenken Sie beim Einkauf von Lebensmitteln, Teppichen, Kleidungen, Schuhen die Siegel der Weltläden, GEPA und Fairtrade International. Diese bürgen dafür, dass keine Zwangs- oder ausbeuterische Kinderarbeit mit am Werk war.

    Helfen Sie mit, unterschreiben Sie diese Petition, teilen Sie sie und klären Sie damit unsere Gesellschaft und unsere Politiker auf!

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung!!!

    Eva Guse

    Link zur Petition: Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen

    Gegen das sinnlose Fällen von 50 Jahre alten Bienenweiden!

    Gegen das sinnlose Fällen von 50 Jahre alten Bienenweiden!

     – Für den Erhalt von gesunden Bäumen – 

    Gegen das sinnlose Fällen von 50 Jahre alten Bienenweiden! 

    Es sollen wegen der Stadtplatzmodernisierung 50 Jahre alte gesunde Linden gefällt werden. 

    Es wird den Bürgerinnen und Bürgern seit geraumer Zeit erzählt, die Linden am Stadtplatz in 84494 Neumarkt- Sankt Veit seien, alle bis auf eine, krank und nicht mehr erhaltenswert und müssten gefällt werden. 

    Mittlerweile wurden im Zuge der Modernisierung 5 der 12 Linden umgeschnitten, anhand des Baumabschnittes kann keine Erkrankung festgestellt werden. 

    Einige waren laut Baumgutachter geschwächt, wegen zu wenig Wurzelraum, schlechter Bodenqualität und Trockenheit. Jedoch hätte man bis auf zwei die meisten der 12 Linden erhalten können. 

    Bäume, gerade wenn sie älter sind, bereichern unseren Naturhaushalt und prägen unser Straßen- und Ortsbild.

    Schutzfunktion- Bäume haben Schutz- und Wohlfahrtswirkung für uns Menschen, sie

    • filtern Luftschadstoffe
    • erzeugen Sauerstoff
    • binden Kohlendioxid
    • erhöhen die Luftfeuchtigkeit
    • sorgen für Temperaturausgleich
    • tragen somit zur örtlichen Klimaverbesserung teil

    Die Beseitigung alter und mitunter großer Bäume und der Verlust ihrer positiven Wirkung für Mensch und Umwelt ist, wie man an unserem Stadtplatz sehen kann, schnell passiert. Es lässt sich aber wegen des langen Zeitraums, bis wieder annähernd gleiche Zustände entstehen, auch durch Ersatzpflanzung nicht angemessen kompensieren.

    Wie war das mit dem Erhalt von Ressourcen, wieviel Sauerstoff erzeugt eine oder sogar mehrere 50 Jahre alte Linden? Wie viele Bienen besuchen tägliche Ihre duftenden Blüten?

    Wieviel wert ist uns unsere Zukunft und die Rücksicht auf die Natur? 

    Helfen Sie mit Ihrer Eintragung die Linden zu erhalten, die Umwelt zu bewahren und uns Gehör zu verschaffen! 

    Über Ihre Unterstützung freuen wir uns und sagen Danke! 

           Die Neumarkter- Linden- Schützer 

      Für den Erhalt von gesunden Bäumen

    Link zur Petition: Gesunde Bäume erhalten

    Die direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung stärken!

    Die direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung stärken!

    Ein Bürgerbegehren gibt Bürgerinnen und Bürgern die Chance sich aktiv in Entscheidungen Ihrer gewählten Vertreter miteinzubringen und Ihre Sicht und Ihre Meinung aufzuzeigen.

    Es ist ein direktdemokratisches Instrument.

    Wir wollen erreichen, daß es für Jedermann und Jederfrau möglich ist ein Bürgerbegehren zu initiieren und es erfolgreich umzusetzen.

    Damit  Bürgerbegehren wirklich fair durchgeführt werden, müssen neue Regelungen und Gesetze zu  Bürgerbegehren/ Bürgerentscheiden verabschiedet werden. Die bestehenden Regelungen sind von 1998.

    Oft stehen den privaten Initiatoren, große Investoren oder bei Bürgerbegehren welche Stadtratsbeschlüsse in Frage stellen, die Mehrheit des Stadtrates samt Bürgermeister und Verwaltung entgegen.

    Die Fairness welche eingehalten werden sollte, ist zwar gesetzlich einigermaßen geregelt, sollte jedoch genauer beschrieben werden und  kann meist nur durch teure Gerichtsverfahren eingeklagt werden.

    Daran muss sich etwas verändern.

    Wir haben letztes Jahr, 2020, selbst erfahren was es heisst über 800 Bürgermeinungen zu vertreten, dabei jedoch wenig Chancen auf Gleichbehandlung zu erfahren.

    Um Bürgerbegehren aus Ihrem Schattendasein hervorzuholen, damit sie kein Feigenblatt der Demokratie bleiben, sondern lebendige Demokratie werden.

    Über Ihre Unterstützung freuen wir uns und sagen Danke!

    Genaueres zu den Forderungen erhalten Sie gerne bei Nachfrage unter faire-Demokratie@t-online.de.

    Quelle: Frau Eva Guse, Bürgernetzwerk Neumarkt-Sankt Veit, Region Südostbayern
    Link zur Petition: https://www.change.org/Faire-Demokratie

    Merret reicht´s – aus Liebe zu Sylt

    Merret reicht´s – aus Liebe zu Sylt

    Im Jahr 2020 hat sich auf Sylt ein recht starkes Bürgernetzwerk ” Merret reicht´s – aus Liebe zu Sylt” über die fünf Inselgemeinden hinweg gegründet.

    www.merret-sylt.de

    Das Gefühl der Fremdbestimmtheit und mangelnden politischen Mitsprachemöglichkeit hat bei den Bürgern zu großer Unzufriedenheit geführt.

    Sylt als touristische Premiumdestination Schleswig-Holsteins und Lieblingsferienziel der Deutschen gerät als Lebensraum für Einwohner und geschützter Naturraum immer mehr in Vergessenheit – dafür stehen wir seit Jahren und immer noch zunehmend im Fokus der Investmentwirtschaft, mit weitreichenden Folgen. Die Abwicklung der insularen Gemeinschaft und langsam auch Funktionalität der Gesellschaft mit all Ihren Bedürfnissen und Notwendigkeiten ist zu beobachten.

    Zudem sind wir als Insel und Küstenregion von zukünftigen Klimaveränderungen stark betroffen und sollten  unseren Teil zu einer “Enkeltauglichen Zukunft” zu leisten. Wir müssen Tourismus neu zu denken und Nachhaltigkeit ernsthaft und alltagstauglich definieren.

    Die komplexen Probleme sind bekannt und es sind auch Lösungsansätze vorhanden, doch es braucht vielerlei Hilfe beim Durchführen und Gelingen von neuen und nicht marktwirtschaftlich orientierten Gestaltungsprozessen.

    Modernisierung der Stadtverwaltung

    Der Bensheimer Weg befindet sich am Scheidepunkt

    Bensheim. „Das Bürgernetzwerk hat sich nach dem erfolgreichen Bürgerbegehren gegen die im Dialogverfahren für den „Marktplatz der Zukunft“ erarbeitete Kompromisslösung bewusst in der öffentlichen Debatte zurückgenommen“, heißt es in einer Pressemitteilung als Reaktion auf jüngste Darstellungen der „Bürger für Bensheim“, der Freien Wähler sowie aus dem Umfeld der Bürgerinitiative „Bensheimer Marktplatz besser gestalten“.

    Beinsheimer Weg am Scheidepunkt

    Nicht erst seit jetzt ist die Politik in der Bringschuld / Haltung und Standhaftigkeit werden seitens Bürgernetzwerk Bensheim angemahnt

    Wenn für ein Instrument der direkten Demokratie auf lokaler Ebene das geforderte Quorum erbracht werde, sei dies nicht zu beanstanden. Erst recht gelte dies für einen rein thematisch motivierten Zusammenschluss von Menschen, die sich nicht als politische Kampforganisation oder Vertretung von spezifischen Interessen verstehen.  Schließlich gehöre es zur DNA des Bürgernetzwerks, allen, die sich mit ihren Vorstellungen und Ideen in die Gestaltung ihres Lebensumfelds einbringen wollen, ein Forum für den Austausch von Argumenten und Ideen zu bieten und auf dieser Grundlage gemeinsam um die besten Lösungen zu ringen. Genau nach dieser Maxime sei der Bürgerdialog 2019 geführt und binnen 150 Tagen mit der Festlegung von Eckpunkten für die künftige Gestaltung und Funktion des Marktplatzes abgeschlossen worden. Die planerische Umsetzung sollte als Ergebnis eines Realisierungs- und Ideenwettbewerbs erfolgen.

    Was tatsächlich passierte oder auch nicht, entzog – und entzieht sich auch jetzt – dem Einfluss der Mitwirkenden des Marktplatz-Dialogs von 2019: „Das gilt auch und insbesondere für die Rolle des Bürgernetzwerks beim sogenannten Bensheimer Weg.“ Angesichts der von den Initiator:innen der städtischen „Kampagne“ vorgegebenen Aufstellung sei es nicht nur absurd, sondern nachgerade böswillig, dem Bürgernetzwerk zu unterstellen, es wolle durch die Hintertür das Bürgerbegehren zum Marktplatz aushebeln und eigene Vorstellungen durchdrücken.

    „Initiiert wurde das Projekt ‚Gemeinsam für Bensheim‘ von der Rathausspitze“, erinnert das Bürgernetzwerk an die Ausgangslage. Der eigene Part beschränke sich auf die Mitwirkung eines Vertreters im „Empfehlungsteam“ des städtischen Beteiligungsverfahrens. Hier habe er eine Stimme unter vielen.  Dass Sanjin Maracic als Sprecher der Architektenrunde im Bürgernetzwerk seine Sichtweise und fachliche Expertise einbringt, sei von allen Verfahrensbeteiligten ausdrücklich gewünscht und mit den vereinbarten „Spielregeln“ für den nun eingeschlagenen Weg der Bürgerbeteiligung institutionalisiert worden. Mit Ausnahme der Bürgerinitiative „Marktplatz besser gestalten“ hätten sich sämtliche Akteure an die zu Anfang getroffenen Vereinbarungen gehalten und sich aktiv in den Findungsprozess eingebracht.

    Ob und wie der Vorschlag des „Empfehlungsteams“ umgesetzt werde, ein Werkstattverfahren zur Marktplatzgestaltung einzuleiten, liege ausschließlich in der Hand der politischen Gremien, schreibt das Bürgernetzwerk weiter. „Die gewählten Repräsentanten dürfen sich dann aber nicht hinter denen verstecken, die ehrenamtlich ihren fachlichen Beitrag zur Problemlösung leisten“, mahnt das Bürgernetzwerk Haltung und Standhaftigkeit bei den Entscheidern an: „Allen voran von der Bürgermeisterin und der Baudezernentin erwarten wir Klarheit – auch wenn das Resultat nicht überall Beifall findet.“ Denn es wäre fatal, wenn der Bensheimer Weg nur als spöttisches Synonym in die kommunalen Annalen eingeht: „Hier wird alles auf die lange Bank geschoben.“

    Alle Beteiligten seien gut beraten, für ein Klima zu sorgen, das bürgerschaftliches Engagement fördert und nicht mit immer neuen Anwürfen und eigenwilligen Interpretationen ausbremst. „An diesem Scheidepunkt befinden wir uns nicht zum ersten Mal“, heißt es weiter in der vom Leitungsteam des Bürgernetzwerks formulierten Pressemitteilung.

    Der Versuch, „einzelne Aktive des Bürgernetzwerks“ als „schlechte Verlierer“ abzuqualifizieren, die „nun hinnerum zu Gewinnern werden wollen“, könne nur als infam bezeichnet werden. Eine solche abschätzige Unterstellung zeuge auch von wenig Wertschätzung für die Integrität des „Empfehlungsteams“ in seiner Gesamtheit. Die Bewertung durch die „Bürger für Bensheim“ müsse deshalb Wort für Wort in deren Richtung zurückgegeben werden: „Dieses Verhalten schadet der ganzen Stadtgesellschaft.“

    Wir bedanken uns beim Bergsträßer Anzeiger für die Veröffentlichung des Beitrags am 14.10.2021. Siehe dazu auch : Bürgernetzwerk: „Bensheimer Weg befindet sich am Scheidepunkt“ – Bensheim – Nachrichten und Informationen (bergstraesser-anzeiger.de)

     

    Es ist 2035! Erstes Bonner Klimaforum hat Zukunftsbilder  für eine klimaneutrale Stadt erarbeitet.

    Es ist 2035! Erstes Bonner Klimaforum hat Zukunftsbilder für eine klimaneutrale Stadt erarbeitet.

    Bonn, 11. September 2021  

    Die Stadt Bonn will bis 2035 klimaneutral werden– doch wie werden wir dann leben? Diese Leitfragestand über dem ersten von vier Klimaforen imMitwirkungsverfahren„Bonn4Future –Wirfürs Klima“. 100 zufällig ausgewählte Bonner:innen, Vertreter:innen aus über 25 Organisationen und rund 10 Mitarbeitende der Stadt Bonn entwickelten zwei Tage lang gemeinsame Zukunftsbilder einer klimaneutralen Stadt.  

    „Es fühlt sich an wie ein Mini-Bonn: So viele verschiedene Menschen und Perspektiven, von Teenagern bis ins hohe Alter,“ erzählt eine Teilnehmerin. Oberbürgermeisterin Katja Dörner dankte den Teilnehmenden für ihre starken Vorstellungen eines klimaneutralen Bonns: „Wenn ich in die vielen engagierten Gesichter hier blicke, macht mir das Hoffnung, diese große Herausforderung unserer Zeit gemeinsam zu meistern.“  

    Die Herausforderung, der sich die rund 140 Teilnehmenden am 10. und 11. September im Schauspielhaus Bad Godesberg und dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung als„Mini-Bonn“ stellten, ist riesig: „Wir müssen von 2,1 Millionen Tonnen CO2 auf 0 kommen und das in 14 Jahren“, stellte Joachim Helbig von der städtischen Leitstelle Klimaschutz fest.„Auf dem bisherigen Reduktionspfad werden wir nicht ans Ziel kommen.“ Gerade deshalbist aus seiner Sicht der Dialog mit der Bürger:innen ein wichtiger Baustein für die Transformation.„Die Entscheidung, dass wir 2035 klimaneutral sein wollen, das hat neue Energien freigesetzt“ beobachtet Helbig. „Sowohl in der Bürgerschaft als auch in der Wirtschaft.“  

    Und wer arbeitete an den Zukunftsbildern für unser Bonn 2035? Den Kern des ausgeklügelten Verfahrens bilden 100 zufällig ausgewählte Bürger:innen. Zum ersten Mal in einem Bonner Beteiligungsprozess wollten rund doppelt so viele teilnehmen wie erwartet. Zu ihnen stießen nach verbindlichen Kritieren ausgewählte Organisationen, Unternehmen und Initiativen, die Erfahrungen in entscheidenden Handlungsfeldern oder wichtige gesellschaftliche Perspektiven einbrachten. Rund 10 Mitarbeiter:innen aus Stadtverwaltung und städtischen Betrieben ergänzten den Teilnehmer:innenkreis.  

    Der Vortrag von Joachim Helbig war einer von vier Impulsen mit denen am ersten Veranstaltungstag eine Diskussionsgrundlage geschaffen wurde. Für die Meeresbiologin und Professorin Dr. Antje Boetius steht fest: „Es gibt keine Alternative zur Klimaneutralität, wenn wir auf unserer Erde weiter gut leben wollen. Städten kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu.“ Der Ökonom Dr. Sascha Samadi vom Wuppertal Institut strahlte Zuversicht aus: „Meine Hoffnung ist, dass es langsam losgeht und dann, ab einem bestimmten Punkt, dieDynamikmehr und mehr zunimmt– es lohnt sich!“Auchder Vortrag von Dr. Gesa Maschkowski von Bonn im Wandel e.V.zeigte, dass es zahlreiche Engagiertebereits jetzt deutlich machen: Veränderung ist möglich.Am zweiten Tag arbeiteten die Teilnehmenden in einer Visionswerkstatt an ihren Zukunftsbildern.  

     Die Ergebnisse dieses ersten Klimaforums liefern die Basis für die Klimaforen im März und Juni 2022. Dann werden die Teilnehmenden tiefer in die Diskussion über notwendige Veränderungsschritte in den Handlungsfeldern einsteigen. Am Ende soll klar sein: Wer muss aus Sicht der Bürger:innen was tun, damit Bonn klimaneutral wird. Nach jedem Klimaforum soll es eine Reflexionsschleife mit Verwaltung und Politik geben.  

     Auch über den Kreis der Klimaforen hinaus will das Verfahren Bonn4Future Menschen zur Mitwirkung anregen und miteinander in Kontakt bringen. Hierfür entwickelt das Team eine Online-Nachhaltigkeitsplattform, baut ein Kommunikationsnetzwerk auf, regt zur Ideensammlung auf der städtischen Beteiligungsplattformbonn-macht-mit.dean und lädt im Herbst 2022 zu einem zweiten Klimaaktionstag ein.  

     Das Verfahren wird von Bonn im Wandel e.V. in Kooperation mit der Stadt Bonn organisiert. Auf dem Laufenden hält Sie der Stadt-Wandel-Newsletter (https://bonnimwandel.de/newsletter/). Weitere Informationen – und in den kommenden Tagen auch Veranstaltungsergebnisse -    finden Sie unter:www.bonn4future.de 

    Pressekontakt:  
    Bonn im Wandel e.V. 
    Dr. Gesa Maschkowski

    presse@bonnimwandel.de
    0152 – 08 86 87 12  

     

    Wie will ich in Zukunft wohnen? Umfrage für alle Bergsträßler:innen – und solche, die es werden wollen

    Wie will ich in Zukunft wohnen? Umfrage für alle Bergsträßler:innen – und solche, die es werden wollen

    Was ist Ihnen für Ihre Wohnsituation besonders wichtig?  Ist es Gemeinschaft mit Mitbewohnern und Nachbarn, Nähe zur Natur oder vielleicht auch ein generationenübergreifendes Wohnmodell? Womöglich sogar alles zusammen? Wie sieht für Sie, ganz persönlich, das ideale Wohnkonzept der Zukunft aus?   

    Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Buergernetzwerk in Kooperation mit dem Verein Wohnvision Bergstraße im Rahmen des Open Government Labors „Heimatleben 4.0“ Bergstraße-Odenwald. Unser gemeinsames Ziel: Wohnen an der Bergstraße an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten. Um Ihre Wünsche und Erwartungen in die Planung zukünftiger Wohnprojekte mit einfließen zu lassen, benötigen wir Ihre Mitwirkung! 

    In weniger als zwei Minuten können Sie im Rahmen einer anonymisierten Umfrage Ihre Wünsche und Erwartungen für die Region Bergstraße-Odenwald bei Entscheiderinnen und Investoren hinterlegen. Aufbauend auf den Ergebnissen der Umfrage sollen Projekte initiiert werden, die Ihre Bedarfe berücksichtigen und Ihre Vorstellungen mit einbeziehen. 

    Nutzen Sie die Gelegenheit zum aktiven Mitgestalten. Nehmen Sie jetzt teil, damit Ihre Stimme gehört wird (Dauer: 2 Minuten): www.wohn-vision.com

     

     

     

    Nutzerorientierung der Verwaltung

    Politischer Gottesdienst zur Bundestagswahl: Neues aus dem Reutlinger Bürgernetzwerk “lebenswert”

     

    Am 19. September organisierte lebenswert einen Politischen Gottesdienst mit anschließendem Gesprächsforum. Dazu waren die Bundestagskandidaten*innen von CDU, SPD, Grüne, FPP und die Linke eingeladen. Unter dem Motto “Wir reden Sie hören zu” stellte u.a. die Patengruppe von lebenswert Ihre Arbeit vor und formulierten Ihre Erwartungen an die Politik:  


    “Jugendstudien zeigen:  20% aller Jugendlichen sind gefährdet, den Anschluss an die Gesellschaft zu verlieren, diese     Beobachtung können wir durch unsere Arbeit als Schulpaten und Patinnen nur bestätigen. 
    – Die Hauptgründe dafür sind:  

    • die Verhältnisse in der Familie (Wohnverhältnisse, geringes Einkommen, Arbeitslosigkeit, Familienverhältnisse)  
    •  Unkenntnis der Sprache  
    •  Überforderung der Schule (zu wenig Lehrkräfte, oft zehn verschiedene Nationen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund und damit für die Lehrkräfte oft unmöglich, allen gerecht zu werden)  
    • Im beginnenden Schuljahr bat uns die Schule, 30 Schülerinnen aus zwei Schulklassen zu begleiten, das ist über die Hälfte der Schüler. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die Schule braucht 25 Ehrenamtliche, um ihren Auftrag erfüllen zu können, das darf nicht sein.  

    Es gibt Erhebungen, die sagen, dass 75% aller Jugendlichen, die im Strafvollzug sind, keinen Schulschluss haben. Jugendknast ist teuer. Also auch ökonomisch lohnt es sich, in die Schule zu investieren. 
    Deshalb möchten wir Sie, wenn Sie gewählt werden, eindringlich bitten:  Schauen Sie genau hin! Schauen Sie auf diese Jugendlichen, die Gefahr laufen, den Anschluss an die Gesellschaft zu verlieren. Dies ist ethisch, christlich, aber auch ökonomisch das Gebot der Stunde. 

     Mehr Informationen über das Reutlinger Bürgernetzwerk finden Sie unter: http://www.lebenswert-ringelbach.de/ 

     

    Für den Erhalt einer 60 Jahre alten Linde

    Für den Erhalt einer 60 Jahre alten Linde

    Wegen der Stadtplatzmodernisierung soll sie gefällt werden, wir als Bürgernetzwerk setzen uns für eine Großbaumverpflanzung ein. Damit sie an einen Ort verpflanzt wird an dem Sie neue Wurzeln wachsen lassen kann und Bestand hat.

    Dafür sammeln wir Spenden gemeinsam mit Bund Naturschutz e. V. und LBV e. V..

    Herzlichen Dank, Ihr Bürgernetz- NSV, Eva Guse

    Genauere Infos in unten stehenden Link:

    Linde 21 – Der Wert alter Bäume: Erhalt einer Linde in Neumarkt-Sankt Veit

    Modernes Wohnen: Webinar und Umfrage zur Wohnvision Bergstraße

    Modernes Wohnen: Webinar und Umfrage zur Wohnvision Bergstraße

    Wie wollen Menschen wohnen? Im Häuschen im Grünen – oder doch lieber in Gemeinschaft mit anderen, unabhängig von Alter und Status? Ist Geschosswohnungsbau nur etwas für die Stadt, oder passt er auch ins Dorf? Wie reduzieren wir den Flächen- und nachhaltig den Energieverbrauch?

    Antworten gab es bei einem Webinar, zu dem der Verein Wohnvision und das Bürgernetzwerk unter dem Dach des Open Government Labors HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald eingeladen hatten. Fachleute aus den Bereichen Architektur, Projektentwicklung und Energiewirtschaft gaben den fachlichen Input und ergänzten die geschilderten Beispiele aus der Praxis.

    Doppeltes Ziel der Veranstaltung: Die Kommunalpolitik und die Öffentlichkeit insgesamt für das Thema sensibilisieren, um den Boden für konkrete Projekte zu bereiten. Und mit einer Online-Befragung mehr über die Wohnbedürfnisse der Landkreisbevölkerung zu erfahren. Von Ihrem Beitrag sind Sie nur einen Klick entfernt. Bitte nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit, um sechs Fragen zu beantworten.

    Die Umfrage zum Thema „Modernes Wohnen in Gemeinschaft“ finden Sie unter: www.wohn-vision.com/

     

    Der Bergsträßer Anzeiger berichtete ausführlich über das Webinar und die Themen der Wohnvision

    Der Verein Wohnvision Bergstraße informierte in Zusammenarbeit mit dem Open Government Labor „HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald“ bei einer Online-Veranstaltung am Mittwoch, 9. Juni 2021, über alternative, gemeinschaftliche Wohnformen, die Familie und Beruf vereinbaren, ökologische Aspekte berücksichtigen und Kosten erträglich halten:

     

    Wie auch im Kreis innovatives Wohnen möglich sein könnte

    Das Wohnen bricht aus dem Privaten aus. Vielerorts entstehen Modelle einer lebendigen Gemeinschaft mit einem generationenübergreifenden, nachbarschaftlich organisierten und konzeptionell unterstützenden Ansatz. Auf der Suche nach einer Alternative zu gängigen, isolierten Wohnformen im städtischen Raum hat sich in Heidelberg das Projekt „Horizonte“ gegründet. Auf dem Gelände der ehemaligen Mark-Twain-Village ermöglicht die Stadt neue Ideen von Wohnen und Leben. Gemeinsam ist allen die Vision von einer sozial und ökologisch verträglichen Lebensgestaltung. Ein Beispiel mit Pioniercharakter.

    „In unserem Kreis gibt es noch kein Vorzeigeprojekt“, betont Gerhard Vetter. Der Vorsitzende des Vereins Wohnvision Bergstraße hofft, dass sich das bald ändern wird. Seit über drei Jahren verfolgt der Verein das Ziel von altersgemischten Wohnmodellen, um Generationen zusammenzubringen und Menschen ein bezahlbares, sicheres und solidarisch geprägtes Zuhause anbieten zu können.

     

    40 Teilnehmer diskutierten online über Wohnvisionen

    In einem Online-Webinar wurden jetzt Ideen und Praxisbeispiele vorgestellt und diskutiert, um dafür zu werben, dass auch im Kreis Bergstraße innovative Konzepte umgesetzt werden. Knapp 40 Teilnehmer waren zugeschaltet und hörten von Experten aus den Bereichen Architektur und Energieversorgung, wie Lösungsansätze eines modernen und ressourcenschonenden Wohnens aussehen könnten. Nach Angaben der Veranstalter sollten dabei aber nicht nur Best-Practice-Modelle präsentiert, sondern auch konkrete erste Schritte zur Planung neuer Wohnkonzepte in der Region angebahnt werden. Im Nachgang wird sich zeigen, ob und in welcher Qualität dies umgesetzt wird.

     

     

    Laut Vetter folgt das Konzept eines gemeinschaftlichen, generationenübergreifenden Wohnens sowohl den allgemeinen gesellschaftlichen Veränderungen wie auch den individuellen Vorstellungen im Kontext eines demografischen Wandels, der viele Lebensbereiche betrifft: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die immer angespanntere Situation auf dem Wohnungsmarkt und nicht zuletzt die ökologische Komponente, der eine immer höhere Gewichtung zukommt. Die Energieversorgung spielt in der baulichen Umsetzung längst eine ebenso große Rolle wie architektonische Details und das infrastrukturelle Umfeld.

     

    Der Bedarf für neue Wohnformen ist vorhanden

    Der Bedarf ist vorhanden: Laut Verein sind bundesweit rund 40 Prozent aller Wohnungen Single-Haushalte. Gleichzeitig wird die Bevölkerung immer älter. Viele Menschen stellen sich die Frage, wo und wie sie im dritten Lebensabschnitt leben wollen. Tatsache ist, dass viele Senioren einen Umzug scheuen. Die meisten bleiben bis ins hohe Alter in ihrer Wohnung, was den statistischen Wert erklärt, dass ältere Menschen in relativ großen Wohnungen leben: Die Hälfte der alleinstehenden Ruheständler mit Wohneigentum verfügt über rund 100 Quadratmeter. Die Theorie: Gäbe es mehr kompaktere oder gemeinschaftlich organisierte Angebote, würden viele in kleinere Einheiten umziehen und beispielsweise Platz für Familien machen.

    „Die Zeit ist reif für neue Wohnformen“, so Gerhard Vetter, der für mehr Mut und praktische Umsetzungen plädiert. Denn echte Lebensqualität hänge nicht von Quadratmetern, sondern von sozialen und baulichen Faktoren ab. Worauf es den Menschen wirklich ankommt, will Wohnvision Bergstraße mit einer breit angelegten Umfrage ermitteln, die gemeinsam mit dem Bürgernetzwerk durchgeführt wird, aus dem heraus sich der Verein gegründet hatte.

    Während die Bergstraße noch diskutiert, sind in Heidelberg bereits seit zwei Jahren alle Wohnungen bezogen. 30 Vereinsmitglieder sind angeschlossen. Im Dialog mit einer Baugenossenschaft als Träger und den Architekten des Neubaus konnten sie ihre Ideen einbringen und am gemeinsamen Konzept mitarbeiten, wie Ute Ranalder berichtet. Vor gut zehn Jahren sei das Wohnprojekt nur eine vage Idee von einer Handvoll Personen gewesen, die sich einmal im Monat auf ein Bier getroffen hatten. Inzwischen ist aus dem Stammtisch ein Verein geworden, der auf Konversionsflächen in der Südstadt ein außergewöhnliches Projekt umgesetzt hat: zwei Gebäude mit über 20 Wohnungen samt eigener Kindertagesstätte. Neben Singles wohnen dort Familien, Senioren und junge Mieter Tür an Tür.

    „Gemeinschaftliches Wohnen und gegenseitige Unterstützung sind uns sehr wichtig. Deswegen begrüßen wir es, wenn Menschen unterschiedlicher Lebenssituationen gemeinsam wohnen und voneinander profitieren“, betont Ute Ranalder.

    Um die Gemeinschaft zu stärken, verbringen die Bewohner viel Zeit zusammen. Dazu gehören auch die Selbstverwaltung des Projekts, die gemeinsame Gartenarbeit oder die Vermietung des Gemeinschaftsraums. Durch dieses Konzept habe man außerdem die Mietpreise reduzieren können. Mit unter zehn Euro pro Quadratmeter lebt man bei „Horizonte“ relativ günstig.

    Auch in Darmstadt gibt es etliche Projekte eines gemeinschaftlichen Wohnens. Dort leben Menschen in verschiedenen Lebensphasen wohnen zusammen – mit und ohne Kinder, Aktive und Hilfebedürftige, Alte und Junge. Kulturelle Vielfalt trifft sich mit ökologischem Bauen und barrierefreiem Denken. Bereits 2005 wurde ein Runder Tisch gegründet, um den Austausch zu fördern und Netzwerke zu starten. Die Stadt hat dafür Anfang des Jahres eine Koordinierungsstelle für Interessenten gemeinschaftlichen Wohnens eingerichtet. Gemeinschaftliches Wohnen gilt in Darmstadt als wichtiger Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig könne der Einzelne ein hohes Maß an Selbstbestimmung erreichen, heißt es.

    Der Bergsträßer Verein hofft, mit der Onlineveranstaltung einen weiteren Impuls gesetzt zu haben, um im Kreis eine ähnliche Dynamik zu entfachen. Die ersten Rückmeldungen während des Webinars klangen überwiegend positiv.

     

    Ansprechpartner:


    Text-Quellen:
    Bergsträßer Anzeiger, Open Government Labor Bergstraße-Odenwald und Verein Wohnvision Bergstraße

    Bild-Quelle: Verein Wohnvision Bergstraße

    Presseerklärung: Für eine ausreichende Vitamin- und Mikronährstoffversorgung der Menschen in Deutschland

    Presseerklärung: Für eine ausreichende Vitamin- und Mikronährstoffversorgung der Menschen in Deutschland

    Bürgernetzwerk will Vitaminversorgung auf die politische Agenda setzen – Anhörung von Experten beendet – Vorbild anderer europäischer Staaten nutzen – Petition an Bundesregierung und Bundestag mit Unterschriftensammlung

    Mit einer Petition an Bundesregierung und Bundestagsabgeordnete sowie mit einer Unterschriftensammlung will das Bürgernetzwerk die Versorgung der Bevölkerung mit Vitaminen und Spurenelementen als Beitrag zur Stärkung des Immunsystems auch als eine Maßnahme im Umgang mit der Corona Pandemie auf die Agenda der COVID-19-Debatten in Deutschland setzen. Wissenschaftliche Studien belegen insbesondere erhebliche Effekte einer ausreichenden Vitamin-D-Versorgung, auch im Zusammenhang mit Corona-Erkrankungen. Während andere europäische Staaten entsprechend klare Empfehlungen aussprechen und teilweise auch Vitamin D kostenfrei an Risikogruppen verteilen, findet diese Debatte und Information in Deutschland viel zu wenig statt.

    Prof. Manfred Eggersdorfer vom Bürgernetzwerk Frankenthal beschäftigt sich schon lange mit dem Thema Prävention im Gesundheitswesen und koordiniert die Aktivitäten verschiedener Netzwerke zu dem Thema. Nach Auswertung der vorhandenen wissenschaftlichen Studien führte das Bürgernetzwerk bis Mitte April abschließende Gespräche mit Experten sowie ein Bürgergespräch zu diesem Thema durch. Eggersdorfer fasst zusammen: „Wissenschaftliche Ergebnisse zeigen unumstritten Effekte – und zwar zumeist signifikante und erhebliche  Wirkungen“. Aufgeführt wurden Ergebnisse aus Studien, die zum Beispiel zeigen:

    • Durch ausreichende Versorgung mit Vitamin D wird das Risiko für akute Atemwegs-erkrankungen um bis zu 70 Prozent gesenkt.
    • Bei COVID-19 Kranken reduziert die Gabe von Vitamin D das Risiko für Behandlung auf einer Intensivstation um 82%, und das Risiko zu sterben um 64%.
    • Vitamin-D-Mangel erhöht das Krankheitsgeschehen (6-fach erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf) und die Sterblichkeit bei COVID-19-Erkrankungen (14-fach erhöhte Sterblichkeit).
    • Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko für Krankenhausaufenthalt und das Sterblichkeitsrisiko bei COVID-19 um über 80 %.
    • Auch das DKFZ unterstützt mit seiner Forschung diese Ergebnisse und berechnet, dass die regelmäßige Gabe von Vitamin D an über 50-jährige in Deutschland 13% der Krebstodesfälle jährlich (= 30.000 Leben) verhindern.

    Allerdings verfügen nur etwa 12 % der Deutschen über einen guten Vitamin-D-Spiegel (über 75 nmol/l bzw. 30 ng/ml).

    Für den renommierten Vitaminforscher Dr. Ludwig Manfred Jacob ist daher die Botschaft klar: „Vitamin D ist absolut lebenswichtig, aber eine Unterversorgung die Regel. Es wirkt günstig bei vielen Krankheitsbildern, senkt die Krebssterblichkeit und die Gesamtsterblichkeit. Wir sollten alles tun, um eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung, der Gesunden und der Kranken sicherzustellen.“

    Das Bürgernetzwerk wird daher eine entsprechende Petition an die Bundesregierung, die Bundestagsabgeordneten und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung richten, sowie in den entsprechenden Plattformen Bürger:innen mit einer Unterschriftensammlung Gelegenheit geben, das Anliegen zu unterstützen. Ziel der Petition ist es, die Information der deutschen Bevölkerung über die Bedeutung von Vitamin D und anderen Mikronährstoffen sicherzustellen und konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um die Unterversorgung in Deutschland zu beheben.

    Dabei kann die Politik nicht nur beim Vitamin D, sondern auch generell zur ausreichenden Versorgung mit Mikronähstoffen auf eindeutige wissenschaftliche Ergebnisse setzen: Auf Basis der Nationalen Verzehrstudie Deutschland haben Wissenschaftlergremien klare Empfehlungen für die Bevölkerung in Deutschland abgegeben. Sie schlagen für eine optimale Versorgung zur Stärkung des Immunsystems folgende tägliche Einnahmen vor:

    • 200 mg Vitamin C
    • 2000 – 4000 I.E. Vitamin D
    • 8 – 11 mg Zink
    • 50 – 100 µg Selen
    • 250 mg Omega-3-Fettsäuren
    • Vitamin K und B-Vitamine nach individueller Situation

    Diese Werte können – bis auf Vitamin D – durch eine vielseitige Ernährung erreicht werden; allerdings folgt die Mehrheit der Bevölkerung der Empfehlung zu einer ausgewogenen Ernährung überwiegend nicht. Auch bei der Umsetzung von diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen hinkt Deutschland anderen Ländern hinterher. Andere Länder haben diese oder ähnliche Empfehlungen  bereits verabschiedet und arbeiten an deren Umsetzung. Deshalb will das Bürgernetzwerk erreichen, dass auch in Deutschland diese Fakten systematisch in das Gesundheitswesen kommuniziert und Maßnahmen für die Versorgung der Bevölkerung ergriffen werden.

    Allerdings können Bürger:innen auch heute bereits in eigener Sache tätig werden. Darauf wies Apotheker Thomas Becker aus Bensheim hin: „Ihr Hausarzt kann im Rahmen einer Blutuntersuchung auch den genauen Stand Ihrer persönlichen Vitamin-Versorgung ermitteln. Teilweise kann man auch Vitamintests in der Apotheke kaufen.“ Leider muss man bis heute die Kosten dafür oft selbst tragen – auch das sollte sich nach Vorstellungen des Bürgernetzwerks ändern.

     

    Für weitere Fragen und verantwortlich im Sinne des Presserechts:
    Hans-Peter Meister, Rossdorfer Straße 22, 60385 Frankfurt,
    hans-peter.meister@gmx.de,
    Telefon 0170-327 3666

    Mehr Informationen und Details unter https://www.buergernetzwerk.de/coronavorsorge-durch-nahrungsergaenzung/

    Unterschriftensammlung unter www.change.org.

    ERGÄNZUNG DER REPRÄSENTATIVEN DEMOKRATIE

    ERGÄNZUNG DER REPRÄSENTATIVEN DEMOKRATIE

    Für Dr. Hans-Peter Meister, den geistigen Vater der Bürgernetzwerk-Idee, liefert die lange Liste der Umsetzungsvorschläge, die für die Entwicklung der Bensheimer Innenstadt erarbeitet wurden, den eindrucksvollen Beleg dafür, welche Potenziale im zivilgesellschaftlichen Engagement stecken:  „Es ergänzt die repräsentative Demokratie und erweitert den Horizont um die Sachkunde und den Ideenreichtum, die in der Stadtgesellschaft schlummern.“

    Der IFOK-Gründer Meister gilt als einer der führenden Beteiligungsexperten in Deutschland. Er kann nicht nachvollziehen, wenn Verwaltung und Politik die Vorschläge, die auf diese Weise auf dem Tablett serviert werden, auf die lange Bank schieben oder gar links liegen lassen. Den Bürgerdialog zum „Marktplatz der Zukunft“ hält Meister nach wie vor für einen „perfekten Beteiligungsprozess“. Im Ergebnis markiere er die Eckpunkte für die wesentlichen Zielvorgaben: Belebung, auch nach Geschäftsschluss und unabhängig von  Jahreszeit und Wetter, ein von der Hauptstraße aus unverstellter Blick auf die Stadtkirche St. Georg sowie die planerische Betrachtung des gesamten Marktplatzes und seines städtebaulichen Umfelds als ein zentrales Element eines Gesamtkonzepts.

    Dass dies nach einem erfolgreichen Bürgerbegehren noch einmal mit einem offenen Ideenwettbewerb hinterfragt werden soll, kostet zwar weitere Zeit, ist aber vom Bürgernetzwerk nicht zu beanstanden. Ärgerlich bis respektlos gegenüber den mehrere hundert am Bürgerdialog bis Dezember 2019 Beteiligten ist allerdings die Erwartung, dass bei der Vorbereitung des auszuschreibenden Ideenwettbewerbs neben der Verwaltung und der Kommunalpolitik nur die Initiatorinnen des Bürgerbegehrens beteiligt werden sollen. „Hier beginnt das Glas halb leer zu werden“, macht sich Frust und Ärger im Lenkungsteam des Bürgernetzwerks Zukunft der Innenstadt breit.

    Bürgergespräche: Zusammenleben aber wie? Seien sie am 24.03.2021 um 17 Uhr dabei

    Bürgergespräche: Zusammenleben aber wie? Seien sie am 24.03.2021 um 17 Uhr dabei

    Nachbarschaftsgespräche: “Zusammenleben – aber wie?“

    Unter diesem Titel organisieren die Plattform lebenswert und die Stadt Reutlingen gemeinsam Nachbarschaftsgespräche im Stadtteil Ringelbach. Ziel ist es, im Sinne eines kulturellen, sozialen, inklusiven und generationsübergreifenden Miteinanders das Wohnquartier nachhaltig weiterzuentwickeln. Vor allem soll für die Bürger*innen der Beziehungs-Wohlstand gefördert werden, ein Schlüssel für eine zukunftsfähige Gesellschaft.

    Wir werden über die bisherigen Nachbarschaftsgespräche berichten, die Entwicklung der Gespräche beschreiben und aufzeigen, welche Folgen sich in der Praxis ergeben.

    *Dr. Ute Bruckinger, Leiterin der Stabsstelle Bürgerengagement der Stadt Reutlingen

    *Otto Haug, Diakon i.R., ehrenamtlich im Leitungskreis der Plattform lebenswert engagiert.

    Die. Veranstaltung findet am 24.03.2021 um 17 Uhr Online statt.

    Hier können sie sich direkt für das Event anmelden.