Warum
das
Bürger-
netzwerk?
Wir setzen uns dafür ein, dass Bürgerinnen und Bürger jederzeit mitreden, mitdenken und mitgestalten können – nicht nur bei Wahlen – damit Politik und Gesellschaft nicht an ihren Alltagserfahrungen vorbeigehen.
Wir sehen in ihrer Stimme einen unverzichtbaren Beitrag dazu, dass demokratische Prozesse lebendig, lösungsorientiert und gerecht werden können.
Wie funktioniert das?
Offene Veranstaltungen für alle
Mindestens zweimal im Jahr laden wir alle Bürgerinnen und Bürger zu Veranstaltungen ein, bei denen jeder die Möglichkeit hat, sich zu aktuellen Themen zu äußern. Diese Veranstaltungen sind offen für alle, und es gibt keine Ausschlüsse – jede Stimme zählt. Unser Ziel ist es, ein respektvolles Miteinander zu fördern, bei dem jeder die Chance hat, gehört zu werden. Gleichzeitig verpflichten sich alle Teilnehmenden, einander respektvoll zuzuhören und konstruktiv zu diskutieren.
Transparenz und Mitgestaltung
Alle Beiträge und Anregungen, die in diesen Veranstaltungen gesammelt werden, veröffentlichen wir transparent auf unserer Webseite und leiten sie an die zuständigen Fraktionsvorsitzenden und die Spitze der Stadtverwaltung weiter. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in den Entscheidungsprozessen angemessen berücksichtigt und ernst genommen werden.
Gruppen zur Lösungserarbeitung
In vielen Fällen bilden sich aus besonders stark diskutierten Themen Arbeitsgruppen, die sich intensiv mit der Entwicklung von Lösungsvorschlägen befassen. Oft in Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung, arbeiten diese Gruppen an der konkreten Umsetzung der Ideen. Besonders wichtige Themen, die von vielen Bürgerinnen und Bürgern als entscheidend angesehen werden, erhalten dabei besondere Aufmerksamkeit.
Die Rolle der „Hüter“
Als Hüter des Bürgernetzwerks achten wir darauf, dass die Ergebnisse der Veranstaltungen und die Qualität der kommunalen Bürgerbeteiligungsprozesse stets transparent und respektvoll behandelt werden. Wir überwachen, dass Entscheidungen von Politik und Verwaltung auch tatsächlich in die Praxis umgesetzt werden. Dazu gehört auch, dass wir dafür sorgen, dass Fakten und unterschiedliche Bewertungen in öffentlichen Diskussionen klar und transparent dargestellt werden.
Unsere Kommunikation
Alle Aktivitäten und Ergebnisse des Bürgernetzwerks kommunizieren wir transparent und zeitnah über verschiedene Kanäle – auf unserer Webseite, über soziale Medien wie Facebook, Instagram und LinkedIn sowie durch regelmäßige Updates. Auf diese Weise bleiben alle Bürgerinnen und Bürger immer informiert und können sich aktiv beteiligen.
Verantwortliche und Mitwirkende
Jedes Bürgernetzwerk hat eine verantwortliche Person sowie eine kleine Gruppe von engagierten Menschen, die die „Hüter“-Funktion wahrnehmen und dafür sorgen, dass das Netzwerk effektiv funktioniert. Darüber hinaus gibt es eine Gruppe von aktiven Mitarbeiter:innen, die an den jeweiligen Themen mitarbeiten, sowie ein Netzwerk von grundsätzlich Interessierten und Unterstützern, die das Bürgernetzwerk unterstützen und fördern.
Unsere 10 Regeln der zusammenarbeit
1. Überparteilich und unabhängig.
Wir sind keine Bürgerinitiative für ein einzelnes Thema, sondern eine offene Plattform für alle Anliegen der Bürgerschaft.
2. Regelmäßige Treffen für alle
Die Initiatorengruppe des Bürgernetzwerks lädt regelmäßig zu offenen Treffen ein, bei denen Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen, Ideen und Vorschläge einbringen können.
3. Jede Stimme zählt
Bei uns ist jede Person willkommen. Alle haben das Recht, ihre Meinung zu äußern – und wir nehmen jede Stimme ernst.
4. Zuhören statt Rechthaben
Unser Grundprinzip lautet: Zuhören und Verstehen ist wichtiger als Recht haben. Nur so kann echter Dialog entstehen.
5. Engagement fördern
Jede und jeder kann für ein eigenes Anliegen werben, Mitstreiter:innen finden und gemeinsam an Lösungen arbeiten.
6. Aktive Gruppen bilden
Menschen, die sich aktuell für ein bestimmtes Thema engagieren, bilden die jeweilige Aktivengruppe. Diese Gruppen treiben Themen eigenständig voran.
7. Transparente Kommunikation
Themen, Anliegen und Ergebnisse werden vom Bürgernetzwerk transparent veröffentlicht und an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung weitergegeben.
8. Ergebnisse statt Meinungen
Die Ergebnisse spiegeln die Beiträge der Teilnehmenden wider – sie sind keine „Meinung des Bürgernetzwerks“. Es gibt keine Abstimmungen; verantwortlich sind die jeweiligen Thementreiber:innen und Aktiven.
9. Verlässliche Struktur
Die Initiatorengruppe wird von einer verantwortlichen Person geleitet. Sie sorgt dafür, dass die Themen und Ergebnisse an die Entscheider:innen in Politik und Verwaltung herangetragen und dort ernsthaft bearbeitet werden.
10. Dranbleiben und Nachfragen
Als Hüter des Prozesses achten wir darauf, dass die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in der Kommune nicht verloren gehen. Wir bleiben dran, fragen nach und fördern eine faire, transparente Beteiligungskultur.
Wer steckt dahinter?
Der gemeinnützige Trägerverein …
Das Bürgernetzwerk wurde von Transforum e.V. initiiert. Transforum ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Vorstand ehrenamtlich arbeitet. Seine Mitglieder finden Sie HIER ›››. Die Idee für das Bürgernetzwerk entstand aus der großen Nachfrage: In vielen Bürgerdialogen fragen die Teilnehmer*innen, ob man nicht auch zu anderen Themen Bürgerbeteiligung machen kann, unabhängig von Auftraggebern aus Politik, Wirtschaft oder Verwaltung. Diese Möglichkeit bietet das Bürgernetzwerk an, gemeinnützig und ohne wirtschaftliche Interessen.
und die „Initiative für eine lernende Demokratie“
Dieses Netzwerk aus erfahrenen Vordenkern und Gestaltern von Veränderung setzt sich für eine grundlegende Transformation und Modernisierung unserer Demokratie und der Gesellschaft ein. Diese Gruppe hat als ihr Selbstverständnis formuliert:
- Wir sind überparteilich, nicht interessensgebunden und unabhängig.
- Wir wollen Orte und Formate anbieten, an denen Bürgerinnen und Bürger an unserem Gemeinwesen beteiligt werden, ihre Ideen und Vorstellungen äußern, gemeinsam diskutieren und kooperativ Lösungen erarbeiten können.
- Wir setzen uns dafür ein, dass Politik und Verwaltung diese Ergebnisse, jeder Art von Beteiligung angemessen und transparent in ihren Entscheidungen berücksichtigen.
- Wir wollen, dass vor Entscheidungen der Politik systematisch die Nutzerperspektive und das Alltagswissen eingebracht werden.
- Wir setzen uns für eine lernende Demokratie ein, die kontinuierlich sektorenübergreifend an Verbesserungen des Gemeinwesens arbeiten.
- Wir wollen bei unterschiedlichen fachlichen Bewertungen Verfahren zu einem transparenten gemeinsamen Expertisenaustausch einführen.
Was sind unsere Grundlagen?
Partizipation: Für den gesunden Menschenverstand
Die vielbeschworene Weisheit der Vielen funktioniert – aber nur, wenn sehr viele unterschiedliche Menschen mit ebenso unterschiedlichen Interessen, Ideen und Meinungen zusammenkommen. Dann findet man so gut wie immer gute, überzeugende und akzeptable gemeinsame Lösungen – die oft als „gesunder Menschenverstand“ beschrieben werden. Die erforderliche Vielfalt zu organisieren, das ist unser Ziel.
Kooperation: Umsetzung braucht viele Partner
Wer in der Gesellschaft Probleme lösen will, der braucht dabei eine breite Unterstützung und viele, die mitmachen. Viele Menschen und Institutionen müssen an einem Strang ziehen. Deshalb beziehen wir möglichst viele Partner von Anfang an mit ein – damit am Ende auch konkrete Ergebnisse umgesetzt werden.
Integration: Damit Veränderung wirklich gelingt
Viele guten Ideen und Ansätze für eine bessere Zukunft scheitern. Oft liegt es daran, dass nicht alle notwendigen Dimensionen des Wandels angegangen werden. Wer Gesellschaft verändern will, muss gleichzeitig das „Aussen“ und „Innen“ berücksichtigen. Deshalb gilt es, an den folgenden vier Kategorien
- Werte
- Verhalten
- Kultur
- Politik
zu arbeiten. Häufig meinen wir, einfach ein Gesetz zu erlassen reicht aus. Aber ohne die anderen Dimensionen auch zu berücksichtigen, bleibt dann manches und manchmal viel zu viel auf der Strecke.