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Stärkung des Immunsystems durch Nahrungsergänzung

In einer neuen Studie kommen Schweizer Wissenschaftler zu dem Schluss, dass ein nicht optimaler Status an Vitaminen und Spurenelementen zu einer höheren Anfälligkeit für virale Infektionen, für deren Schwere oder Dauer führen kann. Sie beziehen sich dabei konkret auf den Ernährungsstatus für die Schweizer Bevölkerung. Ob und wie weit dies auch für Deutschland zutrifft, wollen Wissenschaftler an einem Runden Tisch diskutieren, um entsprechende Empfehlungen für Deutschland zu erarbeiten. Manfred Eggersdorfer kümmert sich beim Bürgernetzwerk um das Thema und organisiert den Runden Tisch mit.

Kann Nahrungsergänzung das Immunsystem gegen virale Infektionen   effizient unterstützen? Dies legen Schweizer Wissenschaftler nahe. Gilt das auch für Deutschland? Hierzu ist ein Runder Tisch geplant, der Empfehlungen erarbeiten soll.

Aufgrund der aktuellen COVID-19 Pandemie haben renommierte Wissenschaftler/innen die Rolle der Ernährung für ein gut funktionierendes Immunsystem evaluiert. Vor diesem Hintergrund hat das Expertengremium folgende Schlussfolgerungen erarbeitet, die im Positionspapier «Nutritional status in supporting a well-functioning immune system for optimal health with a recommendation for Switzerland» zusammengefasst sind:

  • Die Schweizer Bevölkerung ist mit wichtigen Nährstoffen unterversorgt, welche für die optimale Funktion des Immunsystems notwendig sind, dies trifft zu für Vitamin D, Vitamin C, Omega-3 Fettsäuren, Selen und Zink. Dies ist insbesondere in der älteren Bevölkerung ab 65 Jahren der Fall.
  • Die Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen schwächt das Immunsystem und kann das Risiko, die Schwere und die Dauer einer Erkrankung an COVID-19 beeinflussen.
  • Eine optimale Versorgung mit Nährstoffen erfolgt idealerweise über eine gesunde und ausgeglichene Ernährung. Die Empfehlung für eine ausgeglichene Ernährung wird jedoch oftmals nicht befolgt, um die Tagesempfehlung zu erreichen.
  • „Complements“ zur Nahrung können einer möglichen Unterversorgung von wichtigen Nährstoffen entgegenwirken und ein gut funktionierendes Immunsystem unterstützen. Die Kosten für eine Nahrungsergänzung sind niedrig im Vergleich zu den Kosten im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie, sie sind pro Monat nicht höher als zum Beispiel ein Basis-Abo für Mobil-Telefonie in der Schweiz.

Das Expertengremium fordert in der gegebenen COVID-19 Situation, dass eine Nahrungsergänzung zur Unterstützung eines gut funktionierenden Immunsystems von den Behörden nachdrücklich empfohlen wird.

Das Expertengremium setzt sich aus anerkannten Wissenschaftlern zusammen:

  • Prof. Mette Berger (Universität Lausanne)
  • Prof. Heike Bischoff-Ferrari (Universitätsspital und Universität Zürich)
  • Prof. Michael Zimmermann (ETH Zürich)
  • Dr. Isabelle Herter (ETH Zürich und Schweizerische Gesellschaft für Ernährung)
  • Dr. Jörg Spieldenner (Innosuisse/Schweizer Lungenliga)
  • Prof. Manfred Eggersdorfer (Universität Groningen)

Die Experten sind besorgt über das Ausmass der COVID-19 Pandemie in der Schweiz und die unsicheren Zukunftsaussichten. Die Infektions- und Sterberate ist zwei- bis viermal höher im Vergleich mit Deutschland, Österreich, Dänemark, Norwegen oder Finnland, Länder, die einen vergleichbaren sozioökonomischen Status haben. Das Risiko einer länger andauernden Krise in der öffentlichen Gesundheit, einer möglichen zweiten Welle und zusätzlichen viralen Infekten, wie Erkältung oder Grippe, nahm das Gremium im Mai 2020 zum Anlass die Bedeutung eines gut funktionierenden Immunsystems genauer zu beurteilen. Der Fokus dabei lag auf der Rolle von Nährstoffen (Vitamine, Spurenelemente, Omega-3 Fettsäuren) und wie diese die Gesundheit der Bevölkerung unterstützen.