Wie will ich in Zukunft wohnen? Umfrage für alle Bergsträßler:innen – und solche, die es werden wollen

Wie will ich in Zukunft wohnen? Umfrage für alle Bergsträßler:innen – und solche, die es werden wollen

Was ist Ihnen für Ihre Wohnsituation besonders wichtig?  Ist es Gemeinschaft mit Mitbewohnern und Nachbarn, Nähe zur Natur oder vielleicht auch ein generationenübergreifendes Wohnmodell? Womöglich sogar alles zusammen? Wie sieht für Sie, ganz persönlich, das ideale Wohnkonzept der Zukunft aus?   

Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Buergernetzwerk in Kooperation mit dem Verein Wohnvision Bergstraße im Rahmen des Open Government Labors „Heimatleben 4.0“ Bergstraße-Odenwald. Unser gemeinsames Ziel: Wohnen an der Bergstraße an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten. Um Ihre Wünsche und Erwartungen in die Planung zukünftiger Wohnprojekte mit einfließen zu lassen, benötigen wir Ihre Mitwirkung! 

In weniger als zwei Minuten können Sie im Rahmen einer anonymisierten Umfrage Ihre Wünsche und Erwartungen für die Region Bergstraße-Odenwald bei Entscheiderinnen und Investoren hinterlegen. Aufbauend auf den Ergebnissen der Umfrage sollen Projekte initiiert werden, die Ihre Bedarfe berücksichtigen und Ihre Vorstellungen mit einbeziehen. 

Nutzen Sie die Gelegenheit zum aktiven Mitgestalten. Nehmen Sie jetzt teil, damit Ihre Stimme gehört wird (Dauer: 2 Minuten): www.wohn-vision.com

 

 

 

Modernes Wohnen: Webinar und Umfrage zur Wohnvision Bergstraße

Modernes Wohnen: Webinar und Umfrage zur Wohnvision Bergstraße

Wie wollen Menschen wohnen? Im Häuschen im Grünen – oder doch lieber in Gemeinschaft mit anderen, unabhängig von Alter und Status? Ist Geschosswohnungsbau nur etwas für die Stadt, oder passt er auch ins Dorf? Wie reduzieren wir den Flächen- und nachhaltig den Energieverbrauch?

Antworten gab es bei einem Webinar, zu dem der Verein Wohnvision und das Bürgernetzwerk unter dem Dach des Open Government Labors HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald eingeladen hatten. Fachleute aus den Bereichen Architektur, Projektentwicklung und Energiewirtschaft gaben den fachlichen Input und ergänzten die geschilderten Beispiele aus der Praxis.

Doppeltes Ziel der Veranstaltung: Die Kommunalpolitik und die Öffentlichkeit insgesamt für das Thema sensibilisieren, um den Boden für konkrete Projekte zu bereiten. Und mit einer Online-Befragung mehr über die Wohnbedürfnisse der Landkreisbevölkerung zu erfahren. Von Ihrem Beitrag sind Sie nur einen Klick entfernt. Bitte nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit, um sechs Fragen zu beantworten.

Die Umfrage zum Thema „Modernes Wohnen in Gemeinschaft“ finden Sie unter: www.wohn-vision.com/

 

Der Bergsträßer Anzeiger berichtete ausführlich über das Webinar und die Themen der Wohnvision

Der Verein Wohnvision Bergstraße informierte in Zusammenarbeit mit dem Open Government Labor „HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald“ bei einer Online-Veranstaltung am Mittwoch, 9. Juni 2021, über alternative, gemeinschaftliche Wohnformen, die Familie und Beruf vereinbaren, ökologische Aspekte berücksichtigen und Kosten erträglich halten:

 

Wie auch im Kreis innovatives Wohnen möglich sein könnte

Das Wohnen bricht aus dem Privaten aus. Vielerorts entstehen Modelle einer lebendigen Gemeinschaft mit einem generationenübergreifenden, nachbarschaftlich organisierten und konzeptionell unterstützenden Ansatz. Auf der Suche nach einer Alternative zu gängigen, isolierten Wohnformen im städtischen Raum hat sich in Heidelberg das Projekt „Horizonte“ gegründet. Auf dem Gelände der ehemaligen Mark-Twain-Village ermöglicht die Stadt neue Ideen von Wohnen und Leben. Gemeinsam ist allen die Vision von einer sozial und ökologisch verträglichen Lebensgestaltung. Ein Beispiel mit Pioniercharakter.

„In unserem Kreis gibt es noch kein Vorzeigeprojekt“, betont Gerhard Vetter. Der Vorsitzende des Vereins Wohnvision Bergstraße hofft, dass sich das bald ändern wird. Seit über drei Jahren verfolgt der Verein das Ziel von altersgemischten Wohnmodellen, um Generationen zusammenzubringen und Menschen ein bezahlbares, sicheres und solidarisch geprägtes Zuhause anbieten zu können.

 

40 Teilnehmer diskutierten online über Wohnvisionen

In einem Online-Webinar wurden jetzt Ideen und Praxisbeispiele vorgestellt und diskutiert, um dafür zu werben, dass auch im Kreis Bergstraße innovative Konzepte umgesetzt werden. Knapp 40 Teilnehmer waren zugeschaltet und hörten von Experten aus den Bereichen Architektur und Energieversorgung, wie Lösungsansätze eines modernen und ressourcenschonenden Wohnens aussehen könnten. Nach Angaben der Veranstalter sollten dabei aber nicht nur Best-Practice-Modelle präsentiert, sondern auch konkrete erste Schritte zur Planung neuer Wohnkonzepte in der Region angebahnt werden. Im Nachgang wird sich zeigen, ob und in welcher Qualität dies umgesetzt wird.

 

 

Laut Vetter folgt das Konzept eines gemeinschaftlichen, generationenübergreifenden Wohnens sowohl den allgemeinen gesellschaftlichen Veränderungen wie auch den individuellen Vorstellungen im Kontext eines demografischen Wandels, der viele Lebensbereiche betrifft: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die immer angespanntere Situation auf dem Wohnungsmarkt und nicht zuletzt die ökologische Komponente, der eine immer höhere Gewichtung zukommt. Die Energieversorgung spielt in der baulichen Umsetzung längst eine ebenso große Rolle wie architektonische Details und das infrastrukturelle Umfeld.

 

Der Bedarf für neue Wohnformen ist vorhanden

Der Bedarf ist vorhanden: Laut Verein sind bundesweit rund 40 Prozent aller Wohnungen Single-Haushalte. Gleichzeitig wird die Bevölkerung immer älter. Viele Menschen stellen sich die Frage, wo und wie sie im dritten Lebensabschnitt leben wollen. Tatsache ist, dass viele Senioren einen Umzug scheuen. Die meisten bleiben bis ins hohe Alter in ihrer Wohnung, was den statistischen Wert erklärt, dass ältere Menschen in relativ großen Wohnungen leben: Die Hälfte der alleinstehenden Ruheständler mit Wohneigentum verfügt über rund 100 Quadratmeter. Die Theorie: Gäbe es mehr kompaktere oder gemeinschaftlich organisierte Angebote, würden viele in kleinere Einheiten umziehen und beispielsweise Platz für Familien machen.

„Die Zeit ist reif für neue Wohnformen“, so Gerhard Vetter, der für mehr Mut und praktische Umsetzungen plädiert. Denn echte Lebensqualität hänge nicht von Quadratmetern, sondern von sozialen und baulichen Faktoren ab. Worauf es den Menschen wirklich ankommt, will Wohnvision Bergstraße mit einer breit angelegten Umfrage ermitteln, die gemeinsam mit dem Bürgernetzwerk durchgeführt wird, aus dem heraus sich der Verein gegründet hatte.

Während die Bergstraße noch diskutiert, sind in Heidelberg bereits seit zwei Jahren alle Wohnungen bezogen. 30 Vereinsmitglieder sind angeschlossen. Im Dialog mit einer Baugenossenschaft als Träger und den Architekten des Neubaus konnten sie ihre Ideen einbringen und am gemeinsamen Konzept mitarbeiten, wie Ute Ranalder berichtet. Vor gut zehn Jahren sei das Wohnprojekt nur eine vage Idee von einer Handvoll Personen gewesen, die sich einmal im Monat auf ein Bier getroffen hatten. Inzwischen ist aus dem Stammtisch ein Verein geworden, der auf Konversionsflächen in der Südstadt ein außergewöhnliches Projekt umgesetzt hat: zwei Gebäude mit über 20 Wohnungen samt eigener Kindertagesstätte. Neben Singles wohnen dort Familien, Senioren und junge Mieter Tür an Tür.

„Gemeinschaftliches Wohnen und gegenseitige Unterstützung sind uns sehr wichtig. Deswegen begrüßen wir es, wenn Menschen unterschiedlicher Lebenssituationen gemeinsam wohnen und voneinander profitieren“, betont Ute Ranalder.

Um die Gemeinschaft zu stärken, verbringen die Bewohner viel Zeit zusammen. Dazu gehören auch die Selbstverwaltung des Projekts, die gemeinsame Gartenarbeit oder die Vermietung des Gemeinschaftsraums. Durch dieses Konzept habe man außerdem die Mietpreise reduzieren können. Mit unter zehn Euro pro Quadratmeter lebt man bei „Horizonte“ relativ günstig.

Auch in Darmstadt gibt es etliche Projekte eines gemeinschaftlichen Wohnens. Dort leben Menschen in verschiedenen Lebensphasen wohnen zusammen – mit und ohne Kinder, Aktive und Hilfebedürftige, Alte und Junge. Kulturelle Vielfalt trifft sich mit ökologischem Bauen und barrierefreiem Denken. Bereits 2005 wurde ein Runder Tisch gegründet, um den Austausch zu fördern und Netzwerke zu starten. Die Stadt hat dafür Anfang des Jahres eine Koordinierungsstelle für Interessenten gemeinschaftlichen Wohnens eingerichtet. Gemeinschaftliches Wohnen gilt in Darmstadt als wichtiger Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig könne der Einzelne ein hohes Maß an Selbstbestimmung erreichen, heißt es.

Der Bergsträßer Verein hofft, mit der Onlineveranstaltung einen weiteren Impuls gesetzt zu haben, um im Kreis eine ähnliche Dynamik zu entfachen. Die ersten Rückmeldungen während des Webinars klangen überwiegend positiv.

 

Ansprechpartner:


Text-Quellen:
Bergsträßer Anzeiger, Open Government Labor Bergstraße-Odenwald und Verein Wohnvision Bergstraße

Bild-Quelle: Verein Wohnvision Bergstraße

Modernes Wohnen

Modernes Wohnen

Online-Veranstaltung und Umfrage zu innovativen Wohn-Konzepten


 

Bergstraße. Wie wollen Menschen in unserer Region wohnen? Wie wichtig ist ihnen ein gutnachbarschaftliches Zusammenleben? Und: Welche Wohnform passt am besten zu wem?

   Fragen, die immer häufiger gestellt werden. Eine Antwort unter vielen auf die gesellschaftlichen und individuellen Herausforderungen des demografischen Wandels, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der angespannten Situation am Wohnungsmarkt und der Ressourcenschonung unserer Umwelt liefert die Idee vom gemeinschaftlichen, generationenübergreifenden Wohnen. Der Verein Wohnvision Bergstraße e. V. will – im Zusammenwirken mit renommierten Kooperationspartnern – mit guten Praxisbeispielen dafür werben, dass solche innovativen Konzepte auch im Kreis Bergstraße umgesetzt werden.

   Wie sich die Lücke zwischen guter Absicht und praktischem Handeln schließen lässt, steht bei einer Online-Veranstaltung am Mittwoch, 9. Juni, 18 Uhr, zur Diskussion.  Experten aus den Bereichen Architektur und Energieversorgung stellen kluge Lösungen des modernen und ressourcenschonenden Wohnens vor. Auch Erfahrungen aus dem Leben in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt werden berichtet. Danach besteht Gelegenheit zum Meinungsaustausch und zur Verabredung erster Schritte auf dem Weg zur Anbahnung konkreter Wohnkonzepte in der Region.

   Der Bedarf ist da: In 40 Prozent der bundesweit etwa 40 Millionen Haushalte wohnt nur eine Person. 2,6 Millionen Mütter und Väter ziehen allein ihre Kinder groß. Die Zahl der alten, aber zu einem großen Teil immer noch rüstigen Menschen wächst rasant: Bis 2040 wird jeder Fünfte 67 Jahre und älter sein. Oft bleiben Senioren ohne Angehörige zurück. Und: Barrierefreiheit ist beim Wohnungsbau immer noch eine Ausnahme. Rund 40 Prozent des bundesdeutschen Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen gehen auf die Bauwirtschaft zurück.  Seit den 1960-er Jahren ist die pro Person im Durchschnitt beanspruchte Wohnfläche von 18 auf 47 Quadratmeter gestiegen – fast eine Verdreifachung.

   Lebensqualität hängt aber nicht von der schlichten Größe, sondern zunehmend von anderen – sozialen und baulichen – Faktoren ab. Worauf es vor allem ankommt, soll mit einer breit angelegten Umfrage ermittelt werden, die wie das Webinar zum Thema vom Bürgernetzwerk, dem Open Government Labor und dem Verein Wohnvision gemeinsam durchgeführt wird. Die Initiatoren erhoffen sich, dass auf diese Weise die konkret formulierten Interessen der Bürger:innen in die politischen Prozesse vor Ort einbezogen werden können.

Hier gibt es den → Online-Fragebogen zu den Wohnbedürfnissen im Landkreis.

HINWEIS : Anmeldung zur Online-Veranstaltung „Modernes Wohnen in Gemeinschaft“ am 9. Juni, 18 Uhr, über folgende E-Mail-Adresse:  ug.vetter@gmx.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Zugangsdaten werden per Re-Mail verschickt.