Es ist 2035! Erstes Bonner Klimaforum hat Zukunftsbilder  für eine klimaneutrale Stadt erarbeitet.

Es ist 2035! Erstes Bonner Klimaforum hat Zukunftsbilder für eine klimaneutrale Stadt erarbeitet.

Bonn, 11. September 2021  

Die Stadt Bonn will bis 2035 klimaneutral werden– doch wie werden wir dann leben? Diese Leitfragestand über dem ersten von vier Klimaforen imMitwirkungsverfahren„Bonn4Future –Wirfürs Klima“. 100 zufällig ausgewählte Bonner:innen, Vertreter:innen aus über 25 Organisationen und rund 10 Mitarbeitende der Stadt Bonn entwickelten zwei Tage lang gemeinsame Zukunftsbilder einer klimaneutralen Stadt.  

„Es fühlt sich an wie ein Mini-Bonn: So viele verschiedene Menschen und Perspektiven, von Teenagern bis ins hohe Alter,“ erzählt eine Teilnehmerin. Oberbürgermeisterin Katja Dörner dankte den Teilnehmenden für ihre starken Vorstellungen eines klimaneutralen Bonns: „Wenn ich in die vielen engagierten Gesichter hier blicke, macht mir das Hoffnung, diese große Herausforderung unserer Zeit gemeinsam zu meistern.“  

Die Herausforderung, der sich die rund 140 Teilnehmenden am 10. und 11. September im Schauspielhaus Bad Godesberg und dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung als„Mini-Bonn“ stellten, ist riesig: „Wir müssen von 2,1 Millionen Tonnen CO2 auf 0 kommen und das in 14 Jahren“, stellte Joachim Helbig von der städtischen Leitstelle Klimaschutz fest.„Auf dem bisherigen Reduktionspfad werden wir nicht ans Ziel kommen.“ Gerade deshalbist aus seiner Sicht der Dialog mit der Bürger:innen ein wichtiger Baustein für die Transformation.„Die Entscheidung, dass wir 2035 klimaneutral sein wollen, das hat neue Energien freigesetzt“ beobachtet Helbig. „Sowohl in der Bürgerschaft als auch in der Wirtschaft.“  

Und wer arbeitete an den Zukunftsbildern für unser Bonn 2035? Den Kern des ausgeklügelten Verfahrens bilden 100 zufällig ausgewählte Bürger:innen. Zum ersten Mal in einem Bonner Beteiligungsprozess wollten rund doppelt so viele teilnehmen wie erwartet. Zu ihnen stießen nach verbindlichen Kritieren ausgewählte Organisationen, Unternehmen und Initiativen, die Erfahrungen in entscheidenden Handlungsfeldern oder wichtige gesellschaftliche Perspektiven einbrachten. Rund 10 Mitarbeiter:innen aus Stadtverwaltung und städtischen Betrieben ergänzten den Teilnehmer:innenkreis.  

Der Vortrag von Joachim Helbig war einer von vier Impulsen mit denen am ersten Veranstaltungstag eine Diskussionsgrundlage geschaffen wurde. Für die Meeresbiologin und Professorin Dr. Antje Boetius steht fest: „Es gibt keine Alternative zur Klimaneutralität, wenn wir auf unserer Erde weiter gut leben wollen. Städten kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu.“ Der Ökonom Dr. Sascha Samadi vom Wuppertal Institut strahlte Zuversicht aus: „Meine Hoffnung ist, dass es langsam losgeht und dann, ab einem bestimmten Punkt, dieDynamikmehr und mehr zunimmt– es lohnt sich!“Auchder Vortrag von Dr. Gesa Maschkowski von Bonn im Wandel e.V.zeigte, dass es zahlreiche Engagiertebereits jetzt deutlich machen: Veränderung ist möglich.Am zweiten Tag arbeiteten die Teilnehmenden in einer Visionswerkstatt an ihren Zukunftsbildern.  

 Die Ergebnisse dieses ersten Klimaforums liefern die Basis für die Klimaforen im März und Juni 2022. Dann werden die Teilnehmenden tiefer in die Diskussion über notwendige Veränderungsschritte in den Handlungsfeldern einsteigen. Am Ende soll klar sein: Wer muss aus Sicht der Bürger:innen was tun, damit Bonn klimaneutral wird. Nach jedem Klimaforum soll es eine Reflexionsschleife mit Verwaltung und Politik geben.  

 Auch über den Kreis der Klimaforen hinaus will das Verfahren Bonn4Future Menschen zur Mitwirkung anregen und miteinander in Kontakt bringen. Hierfür entwickelt das Team eine Online-Nachhaltigkeitsplattform, baut ein Kommunikationsnetzwerk auf, regt zur Ideensammlung auf der städtischen Beteiligungsplattformbonn-macht-mit.dean und lädt im Herbst 2022 zu einem zweiten Klimaaktionstag ein.  

 Das Verfahren wird von Bonn im Wandel e.V. in Kooperation mit der Stadt Bonn organisiert. Auf dem Laufenden hält Sie der Stadt-Wandel-Newsletter (https://bonnimwandel.de/newsletter/). Weitere Informationen – und in den kommenden Tagen auch Veranstaltungsergebnisse -    finden Sie unter:www.bonn4future.de 

Pressekontakt:  
Bonn im Wandel e.V. 
Dr. Gesa Maschkowski

presse@bonnimwandel.de
0152 – 08 86 87 12  

 

Für den Erhalt einer 60 Jahre alten Linde

Für den Erhalt einer 60 Jahre alten Linde

Wegen der Stadtplatzmodernisierung soll sie gefällt werden, wir als Bürgernetzwerk setzen uns für eine Großbaumverpflanzung ein. Damit sie an einen Ort verpflanzt wird an dem Sie neue Wurzeln wachsen lassen kann und Bestand hat.

Dafür sammeln wir Spenden gemeinsam mit Bund Naturschutz e. V. und LBV e. V..

Herzlichen Dank, Ihr Bürgernetz- NSV, Eva Guse

Genauere Infos in unten stehenden Link:

Linde 21 – Der Wert alter Bäume: Erhalt einer Linde in Neumarkt-Sankt Veit

Klimaschutz-Konvent Frankfurt

Klimaschutz-Konvent Frankfurt

Das Bürgernetzwerk unterstützt den Bürgerkonvent Frankfurt. Dessen zweite Sitzung gilt der Thematik “Frankfurt macht (Klima)Politik”. Im Fokus stehen dabei die Herausforderungen des Klimaschutzes für den kommunalen Raum – ganz konkret am Beispiel von Frankfurt am Main. Mehr unter www.buergerkonvent.de.

Renovation Wave: Sanierung von Quartieren

Ein zentrales Mittel, um die europäischen Klimaschutzziele zu erreichen nennt die EU-Kommission „Renovation Wave“. Diese Renovierungswelle wollen wir auch in der Rhein-Main-Region nutzen und möglichst viel umsetzen. Dazu beschäftigen wir uns auf der Quartiersebene insbesondere mit der Frage, wie wir nachhaltig große Gebäudekomplexe aus den siebziger Jahren sanieren können. Hier besteht der größte Modernisierungsstau und ein entsprechend hohes Klimaschutzpotential. Welche guten Modelle gibt es, von denen wir lernen können? Wie gelingt es, neben ökologischen und sozialen Zielen vor allem das Wohlbefinden der Bewohner/innen zu steigern? Derzeit gilt unsere besondere Aufmerksamkeit dem „Vita“-Quartier als einem Modellprojekt im Herzen von Frankfurt-Bornheim.

One Million Trees Aktion

Das Bürgernetzwerk unterstützt das Projekt „One Million Trees“ von Rotaract https://1milliontrees.rotaract.de, das auch von vielen lokalen Rotary-Clubs umgesetzt und gefördert wird. Insbesondere setzen wir auf Informationen zum Thema Aufforstungen: Hilft das wirklich? Wie genau sollte man vorgehen? – und viele andere Frage mehr, die bei Veranstaltungen auftauchen und von uns mit einschlägigen Experten beantwortet werden.

One Million Trees Aktion: Welche Fragen stellen sich?

Für das gemeinsam von Rotaract und Rotary Clubs in Deutschland durchgeführte Projekt (https://1milliontrees.rotaract.de), sind Ieva Martinsone und Henning von Vieregge als Vertreter des rotarischen Arbeitskreises Nachhaltigkeit die zentralen Ansprechpartner. Beide werben unermüdlich, um möglichst viele zum Mitmachen zu bewegen – durch persönliche Vorträge, Rundschreiben oder unzählige Telefonate. Dabei tauchen viele Anfragen nach kompetenten Referenten/innen und viele inhaltliche Fragen immer wieder auf.

Das Bürgernetzwerk unterstützt Rotaract und Rotary, unter anderem durch die nachfolgende Listen möglicher Referenten/innen und der häufigen Fragen. Diese Listen werden kontinuierlich ergänzt und fortgeschrieben.

Referenten/innen

  • Ieva Martinsone, Die One Million Trees Aktion
  • Eugen Huthmacher, Klimawandel durch Dialog
  • Dietrich Neuhaus, Mentalitätswandel-aber wie?
  • Hans-Peter Meister, Klimaschutz braucht die Netzwerkgesellschaft
  • Harald Schwalbe, Ist der Klimawandel machbar?
  • Elke Siehl, Nachhaltigkeit als Handlungsmaxime

Bei Interesse an einem dieser oder anderer Vorträge melden sie sich bitte bei Hans-Peter Meister über unser Kontaktformular.

Häufig gestellte Fragen zum Projekt:

Zur Organisation des Projekts 1 Million Tree

Ich möchte mitmachen und weiß nicht wie ich das angehen soll?

Geht es um ein Fundraising oder ein Hands-On Projekt? Bei Fundraising kann eine Spendenaktion gestartet und das Geld an unseren Kooperationspartner Plant-for-the-Planet gespendet werden. Bei einer Hands-On Baumpflanzaktion sollte Kontakt zu einem lokalen Förster/in aufgenommen werden, um gemeinsam eine Aktion zu planen.

Ich habe keine Projektideen. Was kann ich überhaupt tun?

Hier ein paar Anregungen:

Hands-On Projekte

  • Bäume pflanzen mit lokalem Förster oder einer NGO in deiner Nähe
  • In Kooperation mit Förster totes Holz umschichten, um den Borkenkäferbefall zu reduzieren
  • Waldaufräumaktion

Informieren über das Thema Wald durch Expertenvorträge im Meeting

Online Pub Quiz und Konferenzen

Interaktiver Waldspaziergang mit einem lokalen Waldexperten

Besuch eines Försters gemeinsam mit Schulklassen oder KidsCamp mit Kindern

Veranstaltung von Thementagen „Wald“ oder Infostände in der Stadt „Wald“

Fundraisingaktionen

  • Verkauf von Pflanzensamen oder Setzlingen
  • Virtuelles Tasting (Wein, Käse etc.) und die Einnahmen spenden
  • Verkauf von Baumurkunden
  • Spendenlauf
  • Veranstaltungen in „Tree Party“ zu verwandeln, bei welche jeder Cocktail bis zu 30 Bäume pflanzt
  • Mit dem Film Das geheime Leben der Bäume eine eigene „HollyWOOD“- Kinoaktion starten

Wie finde ich einen Rotaract Club, der gemeinsam mit Rotary und Rotaract ein Projekt macht?

Am besten die Geht auf die jeweiligen Governors zugehen, die werden einen Kontakt herstellen.

Ist die Aktion an den 17.04.2021, den Tag des Aktionsstarts gebunden?

Nein das ist sie nicht. Die Idee ist, dass möglichst viele Clubs den Tag nutzen, um gemeinsam mit Rotaract eine Aktion zu starten, jedoch kann das auch an jedem anderen Tag sein.

An wen kann ich mich bei weiteren Fragen melden?

Entweder Ieva Martinsone (ieva.martinsone@rotaract.de, 015754987780), sie ist die Kommunikationsverantwortliche von Rotaract für das Projekt 1MillionTrees

Oder Henning von Vieregg, Distriktsgovernor bei Rotary und Leiter des rotarischen Arbeitskreises Nachhaltigkeit (henningvonvieregge@gmail.com)

Oder Hans-Peter Meister und Eugen Huthmacher als die Verantwortlichen beim Bürgernwerk via unserem Kontaktformular

Zum Thema Aufforstungen konkret

Gibt es bevorzugte Baumarten zur Pflanzung?

Wieviel kostet ein junges Bäumchen?

Wieviele gepflanzte Bäumchen überleben und wachsen wirklich zu einem Baum heran?

Wie verändern sich unsere Wälder durch den Klimawandel?

Wie und wie lange muss man die erstmals gepflanzten Bäumchen weiter pflegen?

Zum Thema Aufforsten allgemein

Bringen Aufforstungen überhaupt etwas für das Klima?

Sind Aufforstungen bei uns überhaupt sinnvoll oder sollte man nicht besser irgendwo sonst in der Welt Bäume pflanzen?

Wie teuer oder preiswert sind Aufforstungen im Vergleich zu anderen

Wieviel Aufforstung ist nötig, um wirksame Effekte für den Klimaschutz zu erreichen?

Zum Thema Klimaschutz generell

Ist das Ziel „globale Klimaneutralität“ überhaupt erreichbar?

Welche Maßnahmen sind am vielversprechendsten?

Was kann man konkret in einer Kommune tun?

Bonn4future – Dialog zum Klimaschutz

Der Stadtrat von Bonn hat beschlossen: Bonn wird spätestens bis 2035 klimaneutral. Dieses Ziel wird nur erreicht werden können, wenn es gelingt, die Bonner Stadtgesellschaft für die Mitgestaltung der klimaneutralen Stadt zu begeistern. Mit „Bonn4Future – wir fürs Klima“ haben wir gemeinsam mit anderen Bonner Akteuren einen Modellprozess entwickelt, der uns als Stadtgesellschaft gemeinsam mit Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft in die Lage versetzt, mit guten Ideen Impulse zu geben für überzeugende Beschlüsse und erfolgreiche Umsetzung. Mehr unter www.bonn4future.de