Lautertaler Gemeindevorstand im Regionallabor „HeimatLeben 4.0“

Lautertaler Gemeindevorstand im Regionallabor „HeimatLeben 4.0“

Es ist gerade einmal fünf Monate her, seit der Lautertaler Gemeindevorstand seine Zustimmung zur Vermietung eines weitgehend ungenutzten Raums in der Lautertalhalle im Ortsteil Elmshausen an die Initiative „HeimatLeben 4.0“ gegeben hat. Mit dem vom Bundesinnenministerium geförderten Programm sollen Projekte erprobt werden, mit denen die Vorzüge des ländlichen Raums ins rechte Licht gerückt und die Rahmenbedingungen für das Leben auf dem Dorf verbessert werden können.  Jetzt überzeugten sich die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker bei einem Lokaltermin davon, was aus den ambitionierten Plänen geworden ist: nämlich ein modern ausgestatteter Multifunktionsort, an dem Menschen zusammenkommen, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Angesprochen sind Kleinunternehmen, Freiberufler, Firmengründer und Berufspendler, aber auch Vereine und Institutionen, denen ein inspirierendes Umfeld und soziale Kontakte wichtig sind.

Coworking lautet der Begriff aus dem Englischen dafür, der Einzug in die deutsche Alltagssprache gehalten hat. Beschrieben wird damit eine Kultur der Zusammenarbeit, die in den großen Städten – nicht zuletzt in der Gründerszene – bereits etabliert, auf dem Land aber noch nicht weit verbreitet ist. Das wird sich ändern, sind Fachleute überzeugt. So gesehen, wird mit dem „Regionallabor“ in der Lautertalhalle ein Stück Zukunft simuliert. Der Name ist dabei Programm: Mit dem Projekt soll der Beweis angetreten werden, dass in der Praxis funktioniert, was in der Theorie auf der Hand liegt: dass nämlich nicht zuletzt die Digitalisierung unserer Arbeits- und Lebenswelt ganz neue Chancen für den ländlichen Raum als Wirtschafts- und Wohnort auch für junge Menschen mit urbanen Ansprüchen bietet.

Wer zumindest einen Teil seiner Arbeit mobil erledigen kann, fühlt sich dort nicht mehr weit weg vom Schuss, sondern schätzt womöglich gerade die Nähe zur Natur abseits städtischer Hektik. Vollständig ersetzen können virtuelle Begegnungen und Kontakte das persönliche Zusammentreffen aber nicht. Dies gilt für das für das Private ebenso wie fürs Berufliche. Es braucht also Anlauf- und Begegnungsstätten, in denen Arbeit, Austausch und Freizeit gemeinsam erlebt werden können. Das Regionallabor versteht sich als Prototyp dafür und hat Modellcharakter im doppelten Sinne: Mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand wurde ein Leerstand in einen für vielfältige Nutzung eingerichteten Arbeits- und Begegnungsort verwandelt. Zur Ausstattung gehören Schreib- und Besprechungstische, Moderationstafeln, ein riesiger Monitor für Visualisierungen, Zugang zu schnellem Internet, eine 360-Grad-Rundumkamera für Online- und hybride Veranstaltungsformate, bequeme Loungemöbel und selbstverständlich auch weitere Wohlfühlfaktoren wie ein Kaffeeautomat und ein gut gefüllter Kühlschrank für Konferenzgetränke. Wer den Raum nutzt, findet alles vor, was er braucht. Rüstzeiten fallen nicht an.

Bürgermeister Andreas Heun und die Gemeindevorstände zeigten sich jedenfalls beeindruckt davon, wie aus dem gut 50 Quadratmeter großen Nebenraum der Mehrzweckhalle ein einladendes Schmuckkästchen geworden ist. Dass es bisher noch keine Veranstaltung für ein breites Publikum gegeben hat, ist den pandemiebedingten Einschränkungen geschuldet. Im zeitigen Sommer soll bei einem Tag der offenen Tür mit einem kleinen Regionalmarkt und Kinderprogramm nachgeholt werden, was bisher nicht möglich war.

Der eigentliche Betrieb ist bereits angelaufen, berichteten Karl-Heinz Schlitt und Ottmar Meissner für die Betreiber der Einrichtung. Bisher wurde das Regionallabor vor allem intern genutzt, um die vier Projekte des Open Government Labors Bergstraße-Odenwald voranzubringen.  Hinter der sperrigen Bezeichnung verbirgt sich der Anspruch, gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Bürgergesellschaft, Politik und Verwaltung sowie mit Kunden und Nutznießern Konzepte zu entwickeln, die zu Bausteinen für eine Renaissance des ländlichen Raums werden können.  Angestrebt wird die Bildung von Wertschöpfungsnetzwerken, etwa für die Vermarktung von regionalen Produkten, Dienstleistungen und Erlebnissen.  Dies soll im Zusammenspiel einer digitalen Präsentationsplattform mit stationären “Marktplätzen“ geschehen: vom Hofladen, über die Manufaktur, Wochenmärkte und die Gastronomie bis zu „Regionalen Regalen“ im Handel vor Ort und im Umland. Auf Initiative des Bürgernetzwerk Projekts „HeimatLeben 4.0“ wurde diesbezüglich das StartUp Jahreszeiten regional erlebe – Regionales an der Bergstraße (jahreszeitenregionalerleben.de) als Marketing-Plattform für Regionales an der Bergstraße gegründet, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Menschen für Regionales zu begeistern. In diesem Zusammenhang wird vom StartUp „Jahreszeiten regional erleben“ das Regionallabor „HeimatLeben 4.0“ bereits für Gespräche mit potenziellen Partnern und interessierten Menschen nutzt. Weitere potenzielle Nutzer sind herzlich willkommen.

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Ein anderes Projekt sucht Antworten auf die Frage, inwieweit Videosprechstunden einen ergänzenden Beitrag zur ambulanten medizinischen Versorgung leisten können. Nicht minder innovativ und ergebnisoffen ist eine Seminarreihe des Vereins WohnVision zu gemeinsamen, generationenübergreifenden Wohnformen, die im März geplant ist.

Bei der projektbezogenen Nutzung des Regionallabors soll es aber nicht bleiben. Angedacht sind beispielsweise eine Bürgersprechstunde des Rathauschefs und eine Sitzung eines Fachausschusses der Gemeindevertretung, die am heimischen PC-Monitor verfolgt werden können. Darüber hinaus sollen in Abstimmung mit der Gemeinde Vereine und Gewerbetreibende aus Lautertal zu Informationsabenden eingeladen werden, um zu erfahren, wie das Modellvorhaben noch enger an den Bedürfnissen seiner Zielgruppen ausgerichtet werden kann.

Mehr Infos und Kontaktformular unter: www.buergernetzwerk.de/heimatleben40

Heimatleben im Regionallabor

Heimatleben im Regionallabor

Wie aus ungenutzten öffentlichen Räumen Innovationsschmieden werden können

Bergstraße. Schnelles Internet und eine stabile Mobilfunkverbindung. Ein Monitor im XXL-Format für die Visualisierung von Inhalten. Eine sich selbst steuernde 360-Grad-Rundumkamera für professionelle hybride Veranstaltungen. Whiteboards, Metaplantafeln, Flipcharts und Moderationskoffer. Schreib- und Besprechungstische sowie eine gemütliche Loungeecke für kreative Denkpausen:  Diese Inventarliste deutet auf ein modernes Bürogebäude hin, nicht aber auf einen Gruppenraum in einer in die Jahre gekommenen Mehrzweckhalle auf dem Dorf.  Tatsächlich handelt es sich um die Einrichtung eines Prototypen, mit dem das von Bundesministerium Open Government Labor Bergstraße-Odenwald beispielhaft zeigen will, wie fast ungenutzte Immobilien auf dem Land neues Leben eingehaucht werden kann. Regionallabor nennen die Initiatoren ihr Pilotprojekt. Es schafft im doppelten Wortsinn Raum für eine Kultur des Austauschs, der Kreativität und der Zusammenarbeit – zur Nachahmung andernorts ausdrücklich empfohlen.

Mit modernster Technik und schnellem Internet versehen, ist das Regionallabor mit seinem flexiblen Raumkonzept jeweils mit wenigen Handgriffen der perfekt passende Ort für Veranstaltungen aller Art.

Die unlängst in Betrieb gegangene „Keimzelle“ in der Lautertalhalle Elmshausen steht für ein Coworking-Konzept, das für Nutzer, die sich keine teure Fullservice-Infrastruktur leisten wollen, mehr beinhaltet als mit modernster Technik ausgestattete Arbeitsplätze. Das Regionallabor begreift sich als Versuchsraum, in dem Erfahrungen mit neuen Arbeitsformen gesammelt und nicht zuletzt die Aktivitäten des Open Government Labors mit den für den Umsetzungserfolg notwendigen Netzwerkpartnerinnen und -partnern koordiniert werden. Gleichzeitig steht der Raum als Treffpunkt Vereinen und Initiativen offen, die auf unterschiedlichste Weise ihren Beitrag zu einem lebendigen Gemeinwesen im Umland der großen Städte leisten.

 

Die Wiedergeburt des Dörflichen

Je mehr Menschen Heimat nicht in erster Linie als geografischen Ort, sondern als Lebensgefühl wahrnehmen, desto mehr verschieben sich die Parameter dafür, was wichtig ist. Das gilt erst recht im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung, die räumliche Distanzen verschwimmen und die ganze Welt zum Dorf werden lässt. Wie attraktiv der suburbane Raum allerdings in Wirklichkeit ist, hängt von den realen Lebensbedingungen vor Ort ab. Von Wohnformen zum Beispiel, die Generationen zusammenführen und stabile Nachbarschaften von Alteingesessenen und Zugezogenen begründen. Oder von einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung, die lange Wegstrecken überwindet.  Von maßgeschneiderten Angeboten für die bestmögliche Vereinbarkeit von Arbeit und Freizeit. Und nicht zuletzt davon, wie sich Einheimische und Gäste mit der Region, in der sie sich bewegen, identifizieren können.

 

Reif für den Praxistext

All diese Aspekte werden seit knapp zwei Jahren im Open Government Labor unter dem Rufnamen „Heimatleben 4.0“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Das Ergebnis sind Lösungsoptionen, die jetzt dem Praxistest unterzogen werden. Nichts ist von oben verordnet, sondern jedes einzelne Projekt von Anbieterinnen und Nutznießern von Leistungen in Wertschöpfungsnetzwerken gemeinsam entwickelt. Deutschlandweit geschieht dies in 13 vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat geförderten Open-Government-Laboren. „HeimatLeben 4.0“ als Modell für die Bergstraße und den Odenwald gehört dazu.

 

Betroffene zu Beteiligten machen

Der Auftrag besteht darin, Interessen und Anforderungen der Menschen vor Ort aufzuspüren und Betroffene zu Beteiligten in zivilgesellschaftlichen Umsetzungsprojekten zu machen – wo es nötig ist, in einer Allianz mit Politik und Verwaltung. Eine Aktivität zielt zum Beispiel darauf ab, regionale Produkte durch die Verknüpfung von digitalen und stationären Vermarktungskanälen bekannter und besser verfügbar zu machen. Das kann auf breiter aufgestellten und digital beworbenen Wochenmärkten geschehen. Es kann aber auch durch Nischenkonzepte wie etwa das „Regionale Regal“ erreicht werden. Die Markenrechte dafür hält eine Startup-Unternehmung, die im Franchisesystem neue Verkaufsorte für landschaftstypische Erzeugnisse schafft: in Einzelhandelsgeschäften, in der Gastronomie oder in touristischen Einrichtungen  – eine Idealkonstellation, die als Blaupause für andere Win-Win-Strategien dienen kann. Der Fokus liegt auf der Stärkung des Odenwalds und der Bergstraße als Erlebnis-, Freizeit- und Genussregion, idealerweise durch einen Brückenschlag vom Dorf in die Stadt und umgekehrt.

 

Videosprechstunde und neue Wohnformen

Der Begriff Regionallabor dient in diesem Kontext als Metapher für unterschiedliche Formen des Zusammenwirkens, auf denen theoretische Konzepte in der Praxis erprobt und ihre Übertragbarkeit auf andere Einsatzgebiete überprüft werden sollen. Maßstab ist die Wirkung, die von einer Aktivität ausgeht, das heißt: inwieweit ist die Aktivität für die lokale Gesellschaft erlebbar und wie strahlt sie in kommunale Strukturen aus? Eines der gestarteten Projekte soll beispielsweise Erkenntnisse bringen, ob und unter welchen Bedingungen Videosprechstunden von Fach- und Landarztpraxen als Ergänzung zur absehbar ausgedünnten ambulanten Gesundheitsversorgung wirken können.

Von links nach rechts: Anea Schäffel (Projektleitung Bürgernetzwerk), Gerhard Vetter (Vorsitzender Verein Bergstraße Wohnvision e.V.), Karl-Heinz Schlitt (Open Government Labor)

Auch das Thema generationenübergreifendes und gemeinschaftliches Wohnen im ländlichen Raum und in den hessischen Mittelzentren kommt nicht zu kurz. Diesem widmet sich vordergründig der Projektpartner Wohnvision Bergstraße e.V. Unterstützt wird dieser unter anderem durch eine Umfrage, die sich mit dem Wohnbedürfnissen der Menschen in der Region beschäftigt und Hinweise für konzeptionelle Weichenstellungen durch Politik und Wohnungswirtschaft wird. Alle Bergsträßler:innen und solche, die es werden wollen, sind herzlichst zur Teilnahme aufgerufen:  www.wohn-vision.com.

Sie sind selbstständig, möchten ab und an statt vom Büro aus in einem Co-Working Space arbeiten oder suchen einen Ort für die nächste Vereinssitzung? Im Rahmen der Projektförderung können Sie die Räumlichkeiten zunächst kostenlos nutzen – melden Sie sich bei Interesse gern unter info@buergernetzwerk.de

 Weitere Informationen zum Thema „HeimatLeben 4.0“ finden sich unter: www.buergernetzwerk.de

 

 

Wie will ich in Zukunft wohnen? Umfrage für alle Bergsträßler:innen – und solche, die es werden wollen

Wie will ich in Zukunft wohnen? Umfrage für alle Bergsträßler:innen – und solche, die es werden wollen

Was ist Ihnen für Ihre Wohnsituation besonders wichtig?  Ist es Gemeinschaft mit Mitbewohnern und Nachbarn, Nähe zur Natur oder vielleicht auch ein generationenübergreifendes Wohnmodell? Womöglich sogar alles zusammen? Wie sieht für Sie, ganz persönlich, das ideale Wohnkonzept der Zukunft aus?   

Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Buergernetzwerk in Kooperation mit dem Verein Wohnvision Bergstraße im Rahmen des Open Government Labors „Heimatleben 4.0“ Bergstraße-Odenwald. Unser gemeinsames Ziel: Wohnen an der Bergstraße an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten. Um Ihre Wünsche und Erwartungen in die Planung zukünftiger Wohnprojekte mit einfließen zu lassen, benötigen wir Ihre Mitwirkung! 

In weniger als zwei Minuten können Sie im Rahmen einer anonymisierten Umfrage Ihre Wünsche und Erwartungen für die Region Bergstraße-Odenwald bei Entscheiderinnen und Investoren hinterlegen. Aufbauend auf den Ergebnissen der Umfrage sollen Projekte initiiert werden, die Ihre Bedarfe berücksichtigen und Ihre Vorstellungen mit einbeziehen. 

Nutzen Sie die Gelegenheit zum aktiven Mitgestalten. Nehmen Sie jetzt teil, damit Ihre Stimme gehört wird (Dauer: 2 Minuten): www.wohn-vision.com

 

 

 

Modernes Wohnen: Webinar und Umfrage zur Wohnvision Bergstraße

Modernes Wohnen: Webinar und Umfrage zur Wohnvision Bergstraße

Wie wollen Menschen wohnen? Im Häuschen im Grünen – oder doch lieber in Gemeinschaft mit anderen, unabhängig von Alter und Status? Ist Geschosswohnungsbau nur etwas für die Stadt, oder passt er auch ins Dorf? Wie reduzieren wir den Flächen- und nachhaltig den Energieverbrauch?

Antworten gab es bei einem Webinar, zu dem der Verein Wohnvision und das Bürgernetzwerk unter dem Dach des Open Government Labors HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald eingeladen hatten. Fachleute aus den Bereichen Architektur, Projektentwicklung und Energiewirtschaft gaben den fachlichen Input und ergänzten die geschilderten Beispiele aus der Praxis.

Doppeltes Ziel der Veranstaltung: Die Kommunalpolitik und die Öffentlichkeit insgesamt für das Thema sensibilisieren, um den Boden für konkrete Projekte zu bereiten. Und mit einer Online-Befragung mehr über die Wohnbedürfnisse der Landkreisbevölkerung zu erfahren. Von Ihrem Beitrag sind Sie nur einen Klick entfernt. Bitte nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit, um sechs Fragen zu beantworten.

Die Umfrage zum Thema „Modernes Wohnen in Gemeinschaft“ finden Sie unter: www.wohn-vision.com/

 

Der Bergsträßer Anzeiger berichtete ausführlich über das Webinar und die Themen der Wohnvision

Der Verein Wohnvision Bergstraße informierte in Zusammenarbeit mit dem Open Government Labor „HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald“ bei einer Online-Veranstaltung am Mittwoch, 9. Juni 2021, über alternative, gemeinschaftliche Wohnformen, die Familie und Beruf vereinbaren, ökologische Aspekte berücksichtigen und Kosten erträglich halten:

 

Wie auch im Kreis innovatives Wohnen möglich sein könnte

Das Wohnen bricht aus dem Privaten aus. Vielerorts entstehen Modelle einer lebendigen Gemeinschaft mit einem generationenübergreifenden, nachbarschaftlich organisierten und konzeptionell unterstützenden Ansatz. Auf der Suche nach einer Alternative zu gängigen, isolierten Wohnformen im städtischen Raum hat sich in Heidelberg das Projekt „Horizonte“ gegründet. Auf dem Gelände der ehemaligen Mark-Twain-Village ermöglicht die Stadt neue Ideen von Wohnen und Leben. Gemeinsam ist allen die Vision von einer sozial und ökologisch verträglichen Lebensgestaltung. Ein Beispiel mit Pioniercharakter.

„In unserem Kreis gibt es noch kein Vorzeigeprojekt“, betont Gerhard Vetter. Der Vorsitzende des Vereins Wohnvision Bergstraße hofft, dass sich das bald ändern wird. Seit über drei Jahren verfolgt der Verein das Ziel von altersgemischten Wohnmodellen, um Generationen zusammenzubringen und Menschen ein bezahlbares, sicheres und solidarisch geprägtes Zuhause anbieten zu können.

 

40 Teilnehmer diskutierten online über Wohnvisionen

In einem Online-Webinar wurden jetzt Ideen und Praxisbeispiele vorgestellt und diskutiert, um dafür zu werben, dass auch im Kreis Bergstraße innovative Konzepte umgesetzt werden. Knapp 40 Teilnehmer waren zugeschaltet und hörten von Experten aus den Bereichen Architektur und Energieversorgung, wie Lösungsansätze eines modernen und ressourcenschonenden Wohnens aussehen könnten. Nach Angaben der Veranstalter sollten dabei aber nicht nur Best-Practice-Modelle präsentiert, sondern auch konkrete erste Schritte zur Planung neuer Wohnkonzepte in der Region angebahnt werden. Im Nachgang wird sich zeigen, ob und in welcher Qualität dies umgesetzt wird.

 

 

Laut Vetter folgt das Konzept eines gemeinschaftlichen, generationenübergreifenden Wohnens sowohl den allgemeinen gesellschaftlichen Veränderungen wie auch den individuellen Vorstellungen im Kontext eines demografischen Wandels, der viele Lebensbereiche betrifft: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die immer angespanntere Situation auf dem Wohnungsmarkt und nicht zuletzt die ökologische Komponente, der eine immer höhere Gewichtung zukommt. Die Energieversorgung spielt in der baulichen Umsetzung längst eine ebenso große Rolle wie architektonische Details und das infrastrukturelle Umfeld.

 

Der Bedarf für neue Wohnformen ist vorhanden

Der Bedarf ist vorhanden: Laut Verein sind bundesweit rund 40 Prozent aller Wohnungen Single-Haushalte. Gleichzeitig wird die Bevölkerung immer älter. Viele Menschen stellen sich die Frage, wo und wie sie im dritten Lebensabschnitt leben wollen. Tatsache ist, dass viele Senioren einen Umzug scheuen. Die meisten bleiben bis ins hohe Alter in ihrer Wohnung, was den statistischen Wert erklärt, dass ältere Menschen in relativ großen Wohnungen leben: Die Hälfte der alleinstehenden Ruheständler mit Wohneigentum verfügt über rund 100 Quadratmeter. Die Theorie: Gäbe es mehr kompaktere oder gemeinschaftlich organisierte Angebote, würden viele in kleinere Einheiten umziehen und beispielsweise Platz für Familien machen.

„Die Zeit ist reif für neue Wohnformen“, so Gerhard Vetter, der für mehr Mut und praktische Umsetzungen plädiert. Denn echte Lebensqualität hänge nicht von Quadratmetern, sondern von sozialen und baulichen Faktoren ab. Worauf es den Menschen wirklich ankommt, will Wohnvision Bergstraße mit einer breit angelegten Umfrage ermitteln, die gemeinsam mit dem Bürgernetzwerk durchgeführt wird, aus dem heraus sich der Verein gegründet hatte.

Während die Bergstraße noch diskutiert, sind in Heidelberg bereits seit zwei Jahren alle Wohnungen bezogen. 30 Vereinsmitglieder sind angeschlossen. Im Dialog mit einer Baugenossenschaft als Träger und den Architekten des Neubaus konnten sie ihre Ideen einbringen und am gemeinsamen Konzept mitarbeiten, wie Ute Ranalder berichtet. Vor gut zehn Jahren sei das Wohnprojekt nur eine vage Idee von einer Handvoll Personen gewesen, die sich einmal im Monat auf ein Bier getroffen hatten. Inzwischen ist aus dem Stammtisch ein Verein geworden, der auf Konversionsflächen in der Südstadt ein außergewöhnliches Projekt umgesetzt hat: zwei Gebäude mit über 20 Wohnungen samt eigener Kindertagesstätte. Neben Singles wohnen dort Familien, Senioren und junge Mieter Tür an Tür.

„Gemeinschaftliches Wohnen und gegenseitige Unterstützung sind uns sehr wichtig. Deswegen begrüßen wir es, wenn Menschen unterschiedlicher Lebenssituationen gemeinsam wohnen und voneinander profitieren“, betont Ute Ranalder.

Um die Gemeinschaft zu stärken, verbringen die Bewohner viel Zeit zusammen. Dazu gehören auch die Selbstverwaltung des Projekts, die gemeinsame Gartenarbeit oder die Vermietung des Gemeinschaftsraums. Durch dieses Konzept habe man außerdem die Mietpreise reduzieren können. Mit unter zehn Euro pro Quadratmeter lebt man bei „Horizonte“ relativ günstig.

Auch in Darmstadt gibt es etliche Projekte eines gemeinschaftlichen Wohnens. Dort leben Menschen in verschiedenen Lebensphasen wohnen zusammen – mit und ohne Kinder, Aktive und Hilfebedürftige, Alte und Junge. Kulturelle Vielfalt trifft sich mit ökologischem Bauen und barrierefreiem Denken. Bereits 2005 wurde ein Runder Tisch gegründet, um den Austausch zu fördern und Netzwerke zu starten. Die Stadt hat dafür Anfang des Jahres eine Koordinierungsstelle für Interessenten gemeinschaftlichen Wohnens eingerichtet. Gemeinschaftliches Wohnen gilt in Darmstadt als wichtiger Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig könne der Einzelne ein hohes Maß an Selbstbestimmung erreichen, heißt es.

Der Bergsträßer Verein hofft, mit der Onlineveranstaltung einen weiteren Impuls gesetzt zu haben, um im Kreis eine ähnliche Dynamik zu entfachen. Die ersten Rückmeldungen während des Webinars klangen überwiegend positiv.

 

Ansprechpartner:


Text-Quellen:
Bergsträßer Anzeiger, Open Government Labor Bergstraße-Odenwald und Verein Wohnvision Bergstraße

Bild-Quelle: Verein Wohnvision Bergstraße

Modernes Wohnen

Modernes Wohnen

Online-Veranstaltung und Umfrage zu innovativen Wohn-Konzepten


 

Bergstraße. Wie wollen Menschen in unserer Region wohnen? Wie wichtig ist ihnen ein gutnachbarschaftliches Zusammenleben? Und: Welche Wohnform passt am besten zu wem?

   Fragen, die immer häufiger gestellt werden. Eine Antwort unter vielen auf die gesellschaftlichen und individuellen Herausforderungen des demografischen Wandels, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der angespannten Situation am Wohnungsmarkt und der Ressourcenschonung unserer Umwelt liefert die Idee vom gemeinschaftlichen, generationenübergreifenden Wohnen. Der Verein Wohnvision Bergstraße e. V. will – im Zusammenwirken mit renommierten Kooperationspartnern – mit guten Praxisbeispielen dafür werben, dass solche innovativen Konzepte auch im Kreis Bergstraße umgesetzt werden.

   Wie sich die Lücke zwischen guter Absicht und praktischem Handeln schließen lässt, steht bei einer Online-Veranstaltung am Mittwoch, 9. Juni, 18 Uhr, zur Diskussion.  Experten aus den Bereichen Architektur und Energieversorgung stellen kluge Lösungen des modernen und ressourcenschonenden Wohnens vor. Auch Erfahrungen aus dem Leben in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt werden berichtet. Danach besteht Gelegenheit zum Meinungsaustausch und zur Verabredung erster Schritte auf dem Weg zur Anbahnung konkreter Wohnkonzepte in der Region.

   Der Bedarf ist da: In 40 Prozent der bundesweit etwa 40 Millionen Haushalte wohnt nur eine Person. 2,6 Millionen Mütter und Väter ziehen allein ihre Kinder groß. Die Zahl der alten, aber zu einem großen Teil immer noch rüstigen Menschen wächst rasant: Bis 2040 wird jeder Fünfte 67 Jahre und älter sein. Oft bleiben Senioren ohne Angehörige zurück. Und: Barrierefreiheit ist beim Wohnungsbau immer noch eine Ausnahme. Rund 40 Prozent des bundesdeutschen Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen gehen auf die Bauwirtschaft zurück.  Seit den 1960-er Jahren ist die pro Person im Durchschnitt beanspruchte Wohnfläche von 18 auf 47 Quadratmeter gestiegen – fast eine Verdreifachung.

   Lebensqualität hängt aber nicht von der schlichten Größe, sondern zunehmend von anderen – sozialen und baulichen – Faktoren ab. Worauf es vor allem ankommt, soll mit einer breit angelegten Umfrage ermittelt werden, die wie das Webinar zum Thema vom Bürgernetzwerk, dem Open Government Labor und dem Verein Wohnvision gemeinsam durchgeführt wird. Die Initiatoren erhoffen sich, dass auf diese Weise die konkret formulierten Interessen der Bürger:innen in die politischen Prozesse vor Ort einbezogen werden können.

Hier gibt es den → Online-Fragebogen zu den Wohnbedürfnissen im Landkreis.

HINWEIS : Anmeldung zur Online-Veranstaltung „Modernes Wohnen in Gemeinschaft“ am 9. Juni, 18 Uhr, über folgende E-Mail-Adresse:  ug.vetter@gmx.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Zugangsdaten werden per Re-Mail verschickt.

HeimatLeben 4.0 – Teilnahme am hessischen Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“

HeimatLeben 4.0 – Teilnahme am hessischen Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“

„Heimat leben“ auch in der Stadt

Zusammen mit dem Bürgernetzwerk und der Stadt Bensheim engagiert sich das Open Government Labor Bergstraße-Odenwald für einen Brückenschlag zwischen dem ländlichen und dem urbanen Raum bei der Vermarktung regionaler Produkte und Dienstleistungen.

Eine aktuelle Initiative ist die Teilnahme am hessischen Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“ unter dem Motto: „Heimat leben auf bensheimisch“

Das Bensheim Gefühl : „Heimat leben auf bensheimisch“

Bensheim wurde im IHK-Ranking 2020 als Mittelzentrum Nummer eins in Südhessen bestätigt. Die Menschen identifizieren sich mit ihrer Stadt. Sie ist für sie Wohlfühl- und Heimatort.

Das verbindende „Bensheim-Gefühl“ wird maßgeblich davon geprägt, dass die Innenstadt mit ihrer historischen Fachwerkkulisse von Einheimischen und Gästen nicht als Freilichtmuseum, sondern im Alltag als Begegnungs-, Verweil-, Erlebnis- und Einkaufsort für alle Generationen wahr- und angenommen wird. Zur Anziehungskraft tragen Leistungsmerkmale und Frequenzbringer bei, die sich vom Angebot auf der grünen Wiese oder im Supermarkt abheben.

Eine solche Nische besetzt ein täglicher Markt mit vor allem regionalen Produkten.  Was Kunden erwarten und inwieweit diese Erwartungen erfüllt werden, geht aus einer Umfrage unter mehr als tausend Konsumierenden sowie Erzeuger- und Vermarktungsbetrieben hervor. Erhoben wurden die Daten vom Bürgernetzwerk Bensheim und dem Open Government Labor Bergstraße-Odenwald für das Projekt „HeimatLeben 4.0“.

Es geht um Vielfalt, Nachhaltigkeit und mehr Information

Verbesserungspotenziale offenbart die Befragung in puncto Vielfalt und Verfügbarkeit der Erzeugnisse, bei den Öffnungszeiten und nicht zuletzt beim Informationsbedarf der Kunden. Das gilt sowohl für das Sortiment vor Ort als auch für seine virtuelle Präsentation. Über den klassischen Marktstand hinaus sollen Kontaktpunkte und Verkaufsanlässe geschaffen werden, die sich gegenseitig ergänzen: Bestell-, Abhol- und Lieferservices, „Regionale Regale“ in Fachgeschäften oder ein Regionalladen als Pop-up-Nutzung eines Leerstands.

Marktplätze für Regionales (stationär und digital)

Um eine maximale Reichweite für die Produktpräsentation auch bei einem onlineaffinen Publikum zu erzielen – forciert durch die pandemiebedingten Einschränkungen für das stationäre Geschäft -, wird als ein Projektschwerpunkt ein digitaler Marktplatz geschaffen: Dafür wird die Website des auf Initiative des Bürgernetzwerks neu eingerichteten Bensheimer Stadtmarketings um die Funktionen „Markt und Regionales“ erweitert. Außer den Marktbeschickern können hier auch andere Anbieter von regionalen Erzeugnissen sowie örtliche Einzelhändler und Dienstleister ihre Ware und Geschäftsmodelle präsentieren, auf eigene Online-Plattformen verlinken und so sowohl digital als auch stationär Präsenz zeigen.

Ziel ist die Erhöhung der Kundenfrequenz

Geplant sind im Förderzeitraum mehrere Projekte und Aktionen. Sie stehen exemplarisch dafür, wie das Thema Regionalität als spezifisches Merkmal der Bensheimer Innenstadt verstetigt werden soll.  Stationäre und digitale Anreize ergänzen sich mit dem Ziel, die Kundenfrequenz für Handel und Gastronomie und damit den Absatzmarkt für Erzeuger und Lieferanten regionaler Produkte nachhaltig zu erhöhen:

  1. Aufbau und Launch einer nachfragezentrierten Digitalplattform mit Fokus auf “Markt & Regionales”: Was wird wann von wem wo angeboten? Wo und wie kann ich was bestellen, abholen oder liefern lassen?
  2. Themenmarkt „Kunstmeile Bensheim“
  3. Regionalmarkt
  4. „Tele-Shopping“ auf bensheimisch
  5. Feierabendmarkt auf dem historischen Marktplatz, verbunden mit „HeimatShoppen“ am Abend
  6. Marktfrühstück – an mehreren Samstagen
  7. Themenbezogenen Führungen in der Innenstadt

Wie leben die Aktionen weiter?

Die Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung, Kommunalpolitik und Bürgergesellschaft sollen in Wertschöpfungsnetzwerken zusammengeführt werden, um Lücken zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen und das Regionalbewusstsein zu schärfen.

HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald – Start der Arbeitsgruppe „Wohnen, Arbeiten und Coworking“

HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald – Start der Arbeitsgruppe „Wohnen, Arbeiten und Coworking“

Unser Ziel:
Das Leben im ländlichen Raum ist für Bürger*innen attraktiv, wenn sich die Vorteile niedriger Immobilienpreise und der Nähe zur Natur mit einer optimalen Anbindung im Berufsleben kombinieren lassen. Wir wollen mit konkreten Konzepten für die Region Bergstraße-Odenwald aufzeigen, welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind und welchen Beitrag innovative Wohn-, Arbeits- und Einkaufskonzepte zur Stärkung des ländlichen Raums leisten können.

Bei der Auftaktveranstaltung der Initiative „HeimatLeben 4.0“ wurden in Workshops mit über 60 Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft Nutzerbedürfnisse, Herausforderungen und Anforderungen für potenzielle Projekte ermittelt. Die Arbeitsgruppe Wohnen, Arbeiten und Coworking wurde von Dr. Alexander Bode moderiert, der Mitglied des Projektteams „HeimatLeben 4.0“ ist.

Die Themen der Arbeitsgruppe „Wohnen, Arbeiten und Coworking“

Mithilfe einer Themenlandkarte wurden in der Arbeitsgruppe Themen für konkrete Projekte ermittelt. Die Ergebnisse waren:

  • Coworking
  • Innovative Wohn-, Arbeits- und Einkaufskonzepte

Zu den ermittelten Themen sollen im weiteren Vorgehen konkrete Projekt entwickelt und umgesetzt werden. Der Plan ist, einen modularen Katalog zu entwerfen. Dieser soll durch Kombination der Module dazu dienen, innovative Wohn-, Arbeits- und Einkaufs-Konzepte auf die örtlichen Gegebenheiten potenzieller Standorte anpassen zu können.

Start der Bedarfsermittlung

Als erster Ansatzpunkt wurde das Thema Coworking festgelegt. Um den Bedarf an Coworking-Orten im ländlichen Raum der Region Bergstraße-Odenwald zu ermitteln, wurde ein Umfrage unter Arbeitnehmern, Freiberuflern und Kleinunternehmern zum Thema Home-Office und Coworking gestartet. Die Umfrage umfasste 130 Teilnehmer aus der Region. Die Teilnehmenden kamen aus 62 verschiedenen Branchen. Das Ergebnis der Umfrage zeigte, dass 61,5 % gerne die Vorteile eines Coworking-Ortes nutzen würden und sich vorstellen können, in einem solchen zu arbeiten. Eine weitere Umfrage, die den Bedarf an Coworking-Spaces aus Unternehmenssicht ermittelt, ist in die Wege geleitet.

Die Fragebögen für beide Zielgruppen finden Sie auf dieser Webseite:

  1. Haben Sie schon mal über Coworking nachgedacht?
  2. Wie stehen Arbeitgeber und Personaler zu Home-Office und Coworking?

Ihre Meinung interessiert uns.

Fragebogen bitte ausfüllen und den Link gerne an weitere Interessenten weiterleiten. Wichtig wäre uns von Ihnen Kontaktdaten zu erhalten, über die wir Sie über den Fortgang des Projekts informieren und bei Interesse mitgestaltend einbinden können.

Die Suche nach geeigneten Standorten

Die Suche nach geeigneten Standorten ist in vollem Gange. Es konnte bereits ein erster potenzieller Standort für die Eröffnung eines Coworking-Ortes konkretisiert werden. Der Eigentümer der Räumlichkeiten hat großes Interesse an der Umsetzung des Projekts signalisiert. Insgesamt befinden wir uns noch in der Konzeptionsphase. Das erste Coworking- Projekt im ländlichen Raum der Region soll auch als Initialzündung für die Projektentwicklung und Folgeprojekte dienen.

Mitwirken in der Arbeitsgruppe „Wohnen, Arbeiten und Coworking“

Auch hier befinden wir uns – gemeinsam mit dem Verein WohnVision Bergstraße e.V. –  auf der Suche nach Mitwirkenden und Partnern. Wir möchten im Verbund die Themen vertiefen und realisierbare Projekte entwickeln. Dazu sammeln wir weiterhin Erkenntnisse zum Wohnen und Arbeiten in der Region. Um einen Wissenstransfer zu konkreten Ansatzpunkten zu erhalten, stehen wir auch mit Vertretern von Kommunen aus der Region Bergstraße-Odenwald im stetigen Austausch. Wer seine Ideen einbringen und gestalterisch tätig sein will, ist herzlich eingeladen.

Nennen Sie uns Ihren Bedarf!

Zusammen mit dem Verein WohnVision haben wir einen Fragenkatalog entwickelt, mit dem wir die Erwartungen an Wohnkonzepte ermitteln wollen, die für die jeweilige persönliche Situation maßgeschneidert sind.

„HeimatLeben 4.0“ auf Social Media
Regelmäßig aktualisierte Informationen zum Projekt “HeimatLeben 4.0” gibt es auf unseren Social-Media-Kanälen:

Die Heimatleben 4.0-Arbeitsgruppe „Wohnen, Arbeiten, Coworking“ ist offen für weitere Mitwirkende. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte den Verantwortlichen für die Arbeitsgruppe, Dr. Alexander Bode: a.bode@conabo.de

Kontakt zum Verein
WohnVision Bergstraße e.V.
c/o Gerhard Vetter
Vogelsbergstraße 10+12
D-64625 Bensheim

g.vetter@wohnvision-bergstrasse.de

www.wohnvision-bergstrasse.de

HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald – Start der Arbeitsgruppe „Erholung, Freizeit und Tourismus“

HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald – Start der Arbeitsgruppe „Erholung, Freizeit und Tourismus“

Die Auftaktveranstaltung der Initiative „HeimatLeben 4.0“ hat am Montag, 28.09.2020, in Lautertal mit 60 Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft stattgefunden. Der Bergsträßer Anzeiger hat darüber berichtet: https://www.morgenweb.de/bergstraesser-anzeiger_artikel,-bergstrasse-geschlossene-lokale-und-logistikprobleme-_arid,1695267.html

Nach einer Präsentation der Initiative wurden vier Arbeitsgruppen gebildet und dort über Nutzerbedürfnisse, Herausforderungen und Anforderungen für mögliche Projekte diskutiert. Die Arbeitsgruppe „Erholung, Freizeit und Tourismus“ wurde von Karl-Heinz Schlitt, Mitglied des Projektteams „Heimatleben 4.0 Bergstraße-Odenwald“, geleitet.

Die Themen der Arbeitsgruppe „Erholung, Freizeit und Tourismus“ der Initiative „HeimatLeben 4.0“

Aus dem Input der Arbeitsgruppe, die sich bei der Eröffnungsveranstaltung am 28. September in Lautertal-Elmshausen formiert hat, haben sich fünf Projektthemen herauskristallisiert, die nun vertiefend bearbeitet werden sollen.

Im nächsten Schritt möchten wir den Kreis der Interessierten an diesen fünf Projekt-Themen um Akteure erweitern, die nicht bei der Auftaktveranstaltung anwesend waren, sich aber trotzdem für die Entwicklung der Themen in der Region Bergstraße-Odenwald interessieren und daran mitarbeiten möchten.

Weitere Mitwirkende in der Arbeitsgruppe „Erholung, Freizeit und Tourismus“ sind herzlich willkommen

Zu den Themen 1 + 2 (Bürokratische Hürden und Best Practices) haben sich Gesprächsrunden formiert. Die Gruppe Best Practice hat sich am 20. Oktober 2020 konstituiert. Das  Arbeitspaket “Abbau bürokratischer Hürden” ist bei der Landespolitik adressiert.

Wegen der unerfreulichen Entwicklung der Corona-Infektionszahlen musste auf Präsenz-Meetings leider verzichtet und auf digitale Sitzungen ausgewichen werden.  Interessenten erhalten dafür einen Link mit den Zugangsdaten zum Online-Meeting.

Ziele der Arbeitsgruppe „Erholung, Freizeit und Tourismus“

Das formulierte Ziel der Arbeitsgruppe: Verknüpfung von Tourismusmarketing und allgemeiner Standortentwicklung. Potenziale und Synergien heben, um die Region als Ganzes positiv zu vermarkten, indem Bedürfnisse und Erwartungen von Einheimischen und Gästen bedient werden.“

Die Arbeitsgruppen-Präsentation gibt es hier zum Herunterladen.

Die Heimatleben-4.0-Arbeitsgruppe „Erholung, Freizeit und Tourismus“ ist offen für weitere Mitwirkende.

Kontakt:
Karl-Heinz Schlitt
kschlitt@icloud.com

Wie stehen Arbeitgeber und Personaler zu Home-Office und Coworking?

Wie stehen Arbeitgeber und Personaler zu Home-Office und Coworking?

Uns interessiert die Einschätzung von Gründern, Freiberuflern, Selbstständigen und Kleinunternehmern

Mobiles Arbeiten hat Konjunktur – und wird die Corona-Zeit überdauern.

Neben der Arbeit im Betrieb, unterwegs und zu Hause ist ein Arbeitsmodell auf dem Vormarsch, das geeignet ist, die Nachteile des Homeoffice – wie: wenig professionelle Bürosituationen, fehlende Sozialkontakte oder reduzierten fachlichen Austausch – zu kompensieren.  Das Stichwort heißt Coworking. Bisher ist es noch eher ein Modell für größere Städte, aber zunehmend auch eine Chance, modernes Leben im ländlichen Raum zu verwirklichen.

Wir wollen mit Ihnen ins Gespräch kommen, um zu erfahren, was mobiles Arbeiten für Sie ausmacht und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit Coworking für Sie und andere attraktiv ist. Die Erfolgsfaktoren wollen wir auf dieser Grundlage gemeinsam mit Ihnen diskutieren. Deshalb würde es uns freuen, wenn Sie uns Ihr Interesse dadurch signalisieren, dass Sie uns verraten, wie wir Sie mit Informationen über unsere Projektarbeit erreichen können.

Danke für Ihr Interesse und die Bereitschaft, uns Ihre Kontaktdaten zu nennen. Über die nächsten Schritte halten wir Sie dann gerne auf dem Laufenden.

Kontakt:
Bürgernetzwerk Bergstraße
c/o Transforum e.V.
Berliner Ring 89
64625 Bensheim
E-Mail: team@buergernetzwerk.de
Telefon: 06257 9187576 (Projektbüro)

Hier geht’s zur Umfrage:

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfG1R7G04mIZ37bD2gnnLzOBkFF1AESRLKiRjIbeLcuhd-jJA/viewform?usp=sf_link

Statusbericht 2020 : Open Government Labor “HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald”

Statusbericht 2020 : Open Government Labor “HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald”

Ein denkwürdiges Jahr, das uns allen viel abverlangt hat, geht zu Ende. Das Projektteam des Open Government Labors Bergstraße-Odenwald möchte den Jahreswechsel zum Anlass nehmen, sich bei allen zu bedanken, die Interesse am Projekt HeimatLeben 4.0 gezeigt und mit uns gemeinsam über eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums nachgedacht haben.

HeimatLeben 4.0 wird als eine von deutschlandweit 13 Open-Government-Initiativen vom Bundesministerium des Innern, für Bauen und Heimat (BMI) gefördert, um Ansätze und Werkzeuge des kommunalen Öffnungsprozesses für Kooperationen mit Partnern aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft bei konkreten Projekten zu erproben. Infos darüber gibt es hier https://kurzelinks.de/1ix4

Das Arbeitsprogramm
Offiziell gestartet ist HeimatLeben 4.0  mit einem Kick-off am 28. September 2020 in der Mehrzweckhalle im Lautertaler Ortsteil  Elmshausen. Mit mehr als 60 Teilnehmenden war die erste leider auch schon die letzte größere Präsenzveranstaltung im zur Neige gehenden Jahr.  Die Corona-Pandemie veränderte auch für das Open Government Labor Bergstraße-Odenwald den Fahrplan, aber nicht die Richtung und das Ziel.
Da persönliche Zusammenkünfte seit Oktober nicht oder nur in kleinstem Kreis möglich waren,  erfolgte die Kommunikation überwiegend  per E-Mail oder WhatsApp, am Telefon oder in Video-Konferenzen. Auch unter diesen erschwerten Bedingungen konnten auf allen vier Themenfeldern, die bei der Auftaktveranstaltung definiert und in Workshops vertiefend diskutiert worden waren, vorzeigbare Zwischenergebnisse erzielt werden. Sie bilden nun die Grundlage für das weitere Arbeitsprogramm.

Auf das Zusammenspiel kommt es an
Unser Anspruch und unsere Selbstverpflichtung sieht den Aufbau regionaler Wertschöpfungsnetzwerke vor. Sie sollen – idealerweise – Win-Win-Konstellationen begründen, indem über das Zusammenwirken prädestinierter Akteure die Bedürfnisse und Erwartungen von Menschen besser erfüllt werden.  Digitale Lösungen sehen wir dabei als Chance und zeitgemäße Erweiterung des Angebots auf allen unter dem Begriff „HeimatLeben 4.0“ zusammengefassten Gebieten:  Der Name beschreibt das Programm.
Was unter einem Wertschöpfungsnetzwerk im beschriebenen Sinne zu verstehen ist, verdeutlicht die diese Grafik:

Es geht darum, die vier im Schema dargestellten Blickwinkel zusammenzuführen, Aufgaben der beteiligten Personen und Institutionen festzulegen und die daraus resultierenden Mehrwerte aufzuzeigen. Das Projektteam für „HeimatLeben 4.0“ übernimmt dabei – zumindest in der Startphase – die Rolle des Initiators.
Um ein Projekt zum Erfolg führen zu können, bedarf es aber des Zusammenspiels mit den Anbietern von Waren und Dienstleistungen, darüber hinaus mit Partnern, die als Investor oder Unterstützer ihren Beitrag leisten. Dabei kommt es entscheidend darauf an, dass Angebot und Nachfrage zusammenpassen –anders formuliert: dass die Leistungserbringer wissen, was ihre Kunden und Konsumenten wollen.
Die Herausforderung besteht nun darin, dass das Modell nicht graue Theorie bleibt, sondern den Praxistest besteht. Dafür bitten wir um die Unterstützung unserer bisherigen Gesprächspartner.

Das haben wir im weiteren Verlauf des Projekts „HeimatLeben 4.0“ vor:

1.) Aufbau eines stationären Bürgerlabors für das Projekt “HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald”

In den Räumlichkeiten des Alten Rathauses in Reichenbach wollen wir ein „Bürgerlabor HeimatLeben 4.0“ (Arbeitstitel) einrichten.  Die Idee ist, von hier  aus die Zusammenführung von Wertschöpfungsnetzwerken für konkrete Open- Government-Projekte anzustoßen. In dem historischen Fachwerkgebäude in zentraler Lage an der Bundesstraße 47 verfügen wir über einen Ort, wo sich Arbeitsgruppen treffen und die operative Umsetzung ihrer Ideen organisieren können. Wir versprechen uns davon auch eine Initialzündung für weitere Coworking-Projekte.

Bis wieder Präsenztreffen möglich sind, werden wir in Online-Meetings unsere Projekte besprechen und zum Laufen bringen.

2.) Heimatleben 4.0 Themenfeld : Wohnen, Arbeiten, CoWorking

Zum Thema „Wohnen, Arbeiten und  Coworking“ planen wir eine  Arbeitgeberumfrage zur künftigen Bedeutung mobiler Arbeit – auch nach Corona. Ein wesentlicher Aspekt ist die Ermittlung des Bedarfs an Coworking-Strukturen und der Bereitschaft, sich an deren Aufbau zu beteiligen.

Eine zweite Erhebung untersucht das Interesse von Selbstständigen, Kleinunternehmen und Gründern an Coworking-Spaces, die mehr bieten als einen Schreibtisch in einem gemeinsamen Büro.

In teilregionalen Veranstaltungen sollen potenzielle Nutzer zusammengebracht und mit ihnen gemeinsam Modelle entwickelt werden, die den spezifischen Anforderungen gerecht werden. Das gilt auch z. B. für moderne Handwerker-Kooperationen.

Parallel und ergänzend  sollen Initiatoren, Investoren, Bauträger gemeinsam mit potenziellen Mietern und Bauherren prüfen, ob und wie die Lücke zwischen Absicht und Umsetzung von neuen Wohnformen im ländlichen Raum geschlossen und damit der demografische Wandel positiv gestaltet werden kann. Die Stichworte lauten: Coliving, Cohousing und gemeinschaftliches generationenübergreifendes Wohnen.

Mit möglichen Projektentwicklern, Bauträgern und anderen Interessenten sind vielversprechende Kontakte geknüpft. Der Verein „WohnVision Bergstraße“ hat wertvolle Vorarbeit in der Markterkundung  geleistet. Auf dieser Basis wird es Informationsveranstaltungen geben, um das Thema Innovative Wohnformen ins öffentliche Bewusstsein und in den Fokus der Politik zu rücken.

3.) HeimatLeben 4.0 Themenfeld : Gesundheitsvorsorge und Pflege

Ein in der öffentlichen Debatte über eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung auf dem Land nicht unumstrittener Aspekt ist das weite Feld der Telemedizin. Kann sie, können Online-Sprechstunden und Gesundheitsportale lange Wege zum Haus- und Facharzt sparen und die sich abzeichnende Ausdünnung des Praxisnetzes teilweise kompensieren? Welche Konzepte haben sich andernorts in Deutschland, Europa und der Welt bewährt? Was davon ist übertragbar? Wie ist es um die Akzeptanz in der Bevölkerung bestellt?

Kaum ein anderes Thema ist so stark emotionsbelastet und gerade deshalb prädestiniert für einen breit angelegten öffentlichen Diskurs. Expertenrunden sollen zum Erkenntnisgewinn und zur Versachlichung beitragen. Bei einer Bürgerveranstaltung, die wir im zweiten Quartal 2021  geplant haben, stehen der Gesundheitsentwicklungsplan des Kreises Bergstraße insgesamt und die Telemedizin als ein Baustein von vielen auf dem Prüfstand. Ziel ist es, im Konsens der Beteiligten ein Pilotprojekt zu initiieren, um Erfahrungen auf einem Gebiet zu sammeln, das sich nicht für parteipolitisch motivierte Auseinandersetzungen eignet.

4.) HeimtLeben 4.0 Themenfelder : Erholung, Freizeit und Tourismus bzw. Regionalmarketing und regionale Produkte

Wie die Aufzählung in der Kapitelüberschrift zeigt, haben wir die zwei verwandten Themen „Tourismus“ und „Regionale Produkte“ in einem gemeinsamen Arbeitspaket zusammengeführt.

Dieses Vorgehen ist nach allen Recherchen und Multiplikatorengesprächen, die seit dem Start von „HeimatLeben 4.0“  geführt worden sind, folgerichtig. Ein solches Vorgehen ergibt sich auch aus den im Kick-off-Workshop vorgestellten Zielsetzungen für die beiden Projektgruppen, nämlich:

  • den Handel mit und die Vermarktung von regionalen Produkten in der Region Bergstraße-Odenwald zu stärken, die Lieferkette vom Erzeuger zum Konsumenten in stationärer und digitaler Form weiterzuentwickeln und an den Bedürfnissen der Konsumenten auszurichten.
  • durch die Verknüpfung von Tourismusmarketing und allgemeiner Standortentwicklung Potenziale und Synergien zu heben, um die Region als Ganzes positiv zu vermarkten, indem Erwartungen von Einheimischen und Gästen bedient werden.

An diesen vier „Baustellen“ wollen wir schwerpunktmäßig arbeiten:

Nutzerzentrierte Regionalvermarktung: Vom Frontend her denken
Angebote und Initiativen auf diesen Geschäftsfeldern gibt es jetzt schon zuhauf in der Region Bergstraße-Odenwald. Das Problem: Sie laufen nebeneinander her und sind vom Adressaten nicht leicht zu finden, weil bei der Vermarktung meist  aus Anbieter- und viel zu selten aus Nutzer-Sicht gedacht wird.  Sich durch die Fülle der Homepages und Social-Media-Kanäle zu klicken, verlangt eine Menge Ausdauer ab – sofern Internetsurfer überhaupt jemals am Ziel ankommen.
 
Nutzerzentrierte Regionalvermarktung: Einen Mehrwert für alle schaffen!
Die Idee ist deshalb, die Suche im Netz vom Kopf auf die Beine stellen – mit einem Online-Portal, das die Datenwolke durchdringt. Mit personenspezifischen Suchkriterien soll die Plattform – weitgehend automatisiert – Antworten auf konkrete Fragestellungen von Konsumenten, Gästen und Kunden liefern. Dabei geht es nicht darum, Bestehendes und Bewährtes zu ersetzen, sondern intelligent miteinander zu vernetzen: und zwar sowohl die stationären Geschäftsmodelle als auch deren digitale Vermarktung.

Keine Strukturdebatte
Überlegungen, über eine gemeinsame Vermarktungsorganisation oder über eine Dachmarkenstrategie teilregionale Spezifika in einer größeren Gebietskulisse aufgehen zu lassen, haben sich – Stand jetzt – als nicht zielführend erwiesen. Zu unterschiedlich sind die Profile der Teilregionen und das Selbstverständnis der handelnden Personen. Erfolgversprechender ist deshalb der Ansatz, den Marktteilnehmern Mehrwerte und Reichweitenvorteile zu bieten. Erst wenn diese als Gewinn er- und anerkannt werden, besteht die Vertrauensbasis,  um über weitergehende Kooperationen nachzudenken.
Bis dahin wollen wir beispielhaft aufzeigen, wie die Region sich noch besser in Szene setzen kann.

Wie geht es weiter?

Für das erste und zweite Quartal 2021 haben wir eine Reihe von Arbeitssitzungen und Informationsveranstaltungen geplant, mit denen wir die beschriebenen Projekte vorantreiben wollen. Über Details informieren wir die Interessenten und Mitwirkenden im Open-Government-Projekt themenspezifisch – sowohl personalisiert per E-Mail als auch auf den im Aufbau befindlichen digitalen Plattformen:

– Über die Webseite www.buergernetzwerk.de/heimatleben40 (noch im Aufbau)
– Über Facebook : www.facebook.com/HeimatLeben40
– Über Instagram : www.instagram.com/heimatleben40

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Gesprächspartnern und interessierten Organisationen, die  entwickelten Ideen, Konzepte und Projekte in 2021 anzugehen und damit noch mehr Farbe in unsere Heimat Bergstraße-Odenwald zu bringen.

Ihr Projektteam für das Open Government Labor “HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald”

Dr. Alexander Bode, Lara Koch, Ottmar Meissner, Dr. Hans-Peter Meister, Patrik Roeder, Karl-Heinz Schlitt, Nils Wieland

Bürgernetzwerk Bergstraße
c/o Transforum e.V.
Berliner Ring 89
D-64625 Bensheim
E-Mail: team@buergernetzwerk.de
Telefon: 06257 9187576 (Projektbüro)

 

Ankündigung und Pressegespräch „HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald“

Ankündigung und Pressegespräch „HeimatLeben 4.0 Bergstraße-Odenwald“

Leben, Wohnen und Arbeiten im ländlichen Raum ist ein Zukunftsthema, das über die strukturelle Entwicklung des Landes entscheidet. Ausgehend von dem Ansatz, Konzepte gemeinsam mit den betroffenen Bürger*Innen zu gestalten, wurde das Open Government Labor „HeimatLeben 4.0“ ins Leben gerufen. Das Projekt wird vom Bundeministerium des Innern als eines von 13 „Laboren“ gefördert und geplant ist in den nächsten drei Jahren unterschiedliche Pilotprojekte in der Region Bergstraße-Odenwald zu starten.

Regionale Open Government Labore

  • Bundesweit werden in den kommenden drei Jahren 13 Laborprojekte erproben, wie das Leitbild einer kommunalen Öffnung für die Zivilgesellschaft in Gemeinden, Städten, Kreisen und Regionen umgesetzt werden kann.
  • Hinter jedem „Regionalen Open Government Labor“ stehen Teams aus vielfältigen kommunalen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Sie repräsentieren eine enorme gesellschaftliche Breite.
  • In Hessen gibt es mit dem Labor Bergstraße/Odenwald und dem Labor Landkreis Marburg-Biedenkopf zwei Laborprojekte.
  • Die insgesamt 13 Labore verteilen sich auf acht Bundesländer. Einbezogen sind insgesamt 42 Kommunen und kommunale Einrichtungen, 59 zivilgesellschaftliche Organisationen, sechs Hochschulen und eine Universität.
  • Zudem werden die Labore breit in das gesellschaftliche Umfeld der Region ausstrahlen und weitere Akteure, Institutionen, Initiativen und Netzwerke in ihre Arbeit einbeziehen.

 

Den Menschen auf dem Land eine Stimme geben

Der Corona-bedingte Lockdown hat verdeutlicht, welche Vorteile das Leben auf dem Land haben kann. Voraussetzung ist eine optimale Anbindung des ländlichen Raums mit Verkehrsverbindungen, digitaler Infrastruktur, aber auch Bildungseinrichtungen und medizinischer Versorgung. „Die Initiative zu unserem Projekt ist lange vor Corona bereits im vergangenen Jahr aus dem Bürgernetzwerk Bergstraße heraus entstanden. Die Idee ist es, gemeinsam mit einer aktiven Zivilgesellschaft und Entscheidungsträgern auf kommunaler Ebene Lösungen für einen attraktiven ländlichen Raum zu entwickeln“, so Initiator Dr. Hans-Peter Meister bei der Vorstellung des Projekts.

Das „Labor“ Bergstraße-Odenwald trägt den Titel HeimatLeben 4.0 und bearbeitet die Themen „Wohnen, Arbeiten und Coworking“, „Gesundheitsvorsorge“, „Erholung, Freizeit und Tourismus“ sowie „Regionale Produkte und Lieferketten“. „Ziel des Vorhabens ist es, mit vielen Akteuren und Bürger*Innen für diese Themen speziell im ländlichen Raum konkrete Pilotprojekte anzuschieben. Wir wollen nicht nur Konzepte entwickeln, sondern regionale Partner finden, die diese Projekte vor Ort umsetzen“, erläutert Dr. Alexander Bode, der mit seinem Team das Projektmanagement verantwortet.

Vernetzung von Städten und dem ländlichen Raum

Die digitale Vernetzung von Städten und dem ländlichen Raum hat das Potenzial, die Lebensqualität der Menschen in Deutschland nachhaltig zu steigern. Ansatzpunkte für die Steigerung der Lebensqualität sind digital unterstützte Mobilität, berufliche Anbindung über virtuelle Formate, verbesserte gesellschaftliche Teilhabe, beispielsweise über digitale Kulturangebote, vereinfachter Zugang zur medizinischen Versorgung durch eine digital optimierte Rettungskette oder digital unterstütztes Einkaufen. „Ein großes Potenzial liegt in der Entwicklung regionaler Lieferketten zur Stärkung der Wirtschaftskraft vor Ort. Das entspricht vollständig dem Wunsch zu nachhaltigem Konsum“, erläutert Karl-Heinz Schlitt einen Themenschwerpunkt des Projektvorhabens.

Mit dem Projekt HeimataLeben 4.0 wird die Regionalentwicklung nicht nur aus der analytischen Sicht betrachtet, sondern es werden konkrete Projekte zum Ausgleich regionaler Unterschiede angestoßen. Co-Initiator Ottmar Meissner ist selbst seit langem im Bürgernetzwerk aktiv und sieht aus dieser Erfahrung die Chance, mit dem Open-Government Labor die sozio-ökonomische Situation in der Region Bergstraße-Odenwald nachhaltig zu verbessern.

Mehr Lebensqualität im ländlichen Raum

Das Lautertal war als eine der ersten Kommunen von Anfang an dabei und unterstützt das Projekt HeimatLeben 4.0. Neben der Bereitstellung von Örtlichkeiten zeigt die Gemeinde großes Interesse, nicht zuletzt an der Einrichtung eines Co-Working-Büros. „Die Idee, in den Kommunen Anlaufstellen für Berufstätige Bürger*Innen zu schaffen, begeistert mich. Mit attraktiven Arbeitsbedingungen vor Ort müsste sie weniger Zeit mit Pendeln verbringen. Dies kann ein wichtiger Schritt hin zu mehr Lebensqualität im Lautertal sein“, ist sich Bürgermeister Andreas Heun sicher.

Die Auftaktveranstaltung, bei der das Projekt der breiten Öffentlichkeit präsentiert wird, findet am 28.09.2020 in der Lautertalhalle im Lautertal statt. Wer Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich per E-Mail anmelden. Aufgrund der Corona-bedingten Beschränkungen ist eine Teilnahme aber erst nach einer Bestätigung durch den Veranstalter möglich.

Initiatoren:

Dr. Hans-Peter Meister, Transforum e.V.
Karl-Heinz Schlitt, Bürgernetzwerk Bergstraße
Ottmar Meissner, Bürgernetzwerk Bergstraße
Dr. Alexander Bode, CONABO GmbH

Kontakt:
Bürgernetzwerk Bergstraße

c/o Transforum e.V.
Berliner Ring 89
D-64625 Bensheim
E-Mail: team@buergernetzwerk.de
Telefon: 06257 9187576 (Projektbüro)