ERGÄNZUNG DER REPRÄSENTATIVEN DEMOKRATIE

ERGÄNZUNG DER REPRÄSENTATIVEN DEMOKRATIE

Für Dr. Hans-Peter Meister, den geistigen Vater der Bürgernetzwerk-Idee, liefert die lange Liste der Umsetzungsvorschläge, die für die Entwicklung der Bensheimer Innenstadt erarbeitet wurden, den eindrucksvollen Beleg dafür, welche Potenziale im zivilgesellschaftlichen Engagement stecken:  „Es ergänzt die repräsentative Demokratie und erweitert den Horizont um die Sachkunde und den Ideenreichtum, die in der Stadtgesellschaft schlummern.“

Der IFOK-Gründer Meister gilt als einer der führenden Beteiligungsexperten in Deutschland. Er kann nicht nachvollziehen, wenn Verwaltung und Politik die Vorschläge, die auf diese Weise auf dem Tablett serviert werden, auf die lange Bank schieben oder gar links liegen lassen. Den Bürgerdialog zum „Marktplatz der Zukunft“ hält Meister nach wie vor für einen „perfekten Beteiligungsprozess“. Im Ergebnis markiere er die Eckpunkte für die wesentlichen Zielvorgaben: Belebung, auch nach Geschäftsschluss und unabhängig von  Jahreszeit und Wetter, ein von der Hauptstraße aus unverstellter Blick auf die Stadtkirche St. Georg sowie die planerische Betrachtung des gesamten Marktplatzes und seines städtebaulichen Umfelds als ein zentrales Element eines Gesamtkonzepts.

Dass dies nach einem erfolgreichen Bürgerbegehren noch einmal mit einem offenen Ideenwettbewerb hinterfragt werden soll, kostet zwar weitere Zeit, ist aber vom Bürgernetzwerk nicht zu beanstanden. Ärgerlich bis respektlos gegenüber den mehrere hundert am Bürgerdialog bis Dezember 2019 Beteiligten ist allerdings die Erwartung, dass bei der Vorbereitung des auszuschreibenden Ideenwettbewerbs neben der Verwaltung und der Kommunalpolitik nur die Initiatorinnen des Bürgerbegehrens beteiligt werden sollen. „Hier beginnt das Glas halb leer zu werden“, macht sich Frust und Ärger im Lenkungsteam des Bürgernetzwerks Zukunft der Innenstadt breit.

ZEIT FÜR EINE ZWISCHENBILANZ

ZEIT FÜR EINE ZWISCHENBILANZ

Je nach Blickwinkel ist das Glas halb voll oder halb leer. Wer es positiv sieht, bilanziert nach zweieinhalb Jahren intensiver Arbeit: Das Engagement der Vielen, die mitgedacht, mitgeredet und mitgemacht haben, beginnt sich auszuzahlen.

Das haben wir gemeinsam erreicht:

  • Bensheim verfügt über eine Stadtmarke und Kampagnen-Strategie, die ein Gefühl dafür erzeugt, wie die Stadt sich präsentieren und wie sie von Einheimischen und Auswärtigen wahrgenommen werden will.
  • Es gibt ein Stadtmarketing, das gerade in diesen schwierigen Corona-Zeiten unterstützend viele Hebel in Bewegung setzt, damit Fachgeschäfte und gastronomische Betriebe nicht auf der Strecke bleiben.
  • Es liegen fertige Pläne in der Schublade, um die Lauter als topografisches Kleinod in der Innenstadt aus ihrem Dornröschenschlaf zu küssen.
  • Aus einer vom Bürgernetzwerk durchgeführten Kunden- und Passantenbefragung wurde ein Konzept abgeleitet, wie der Wochenmarkt vielfältiger und damit als Magnet für die Innenstadt noch attraktiver werden kann.
  • Ein zeitgemäßer Onlineauftritt des Stadtmarketings nimmt Stück für Stück Gestalt an. Ab dem nächsten Monat wird das digitale Schaufenster mit Informationen rund um den Aspekt Markt und Regionales bestückt sein.
  • Ein Masterplan mit 20 Einzelpunkten bietet die Diskussionsgrundlage für ein ganzheitliches Nutzungs- und Gestaltungskonzept für Bensheims Zentrum – getreu dem Motto: Das Herz der Stadt schlägt in der Mitte.
  • Die kollektiven Anstrengungen, dass dies so bleibt, haben die Juroren der vom Wirtschaftsministerium ausgerufenen landesweiten Innenstadt-Offensive mit einem ersten Preis gewürdigt.
  • Jetzt, mit der neuerlichen Bewerbung mit dem Slogan „Heimat leben auf bensheimisch“, soll dieser Erfolg wiederholt werden. Punkten wollen die Initiatoren mit der Vernetzung von digitalen und stationären Marktplätzen. Dieser Brückenschlag ist nicht nur den Lehren aus der Pandemie geschuldet, sondern allgemein den sich wandelnden Konsum- und Freizeitgewohnheiten sowie der wachsenden Bedeutung, die mobile Informationsquellen dabei spielen.

 

Das muss jetzt angepackt werden

  • Halb leer ist das Glas, weil so getan wird, als wäre es eine völlig neue Eingebung, Innenstadtentwicklung und Stadtmarketing ganzheitlich zu denken: „Die Parole skandieren jetzt ausgerechnet diejenigen, die sich zweieinhalb Jahre lang nicht beteiligt, geschweige denn aktiv in die Entwicklung von Lösungskonzepten eingebracht haben.“
  • Bensheim leidet nicht an konzeptionellen Defiziten, sondern an einem Umsetzungsproblem: „Es dauert alles zu lang. Vieles wird, wenn überhaupt, halbherzig bis schlecht umgesetzt, und die Diskussionen beginnen immer wieder von vorne.“

Das gilt für das Nutzungs- und Gestaltungskonzept für die Innenstadt genauso wie für die organisatorische Aufstellung des Stadtmarketings als Verantwortungsgemeinschaft unter Mitwirkung aller beteiligten Akteurs- und deren Zielgruppen.

  • Noch immer wird von Teilen der Politik und von einzelnen Interessenvertretungen nicht verstanden, dass das Bürgernetzwerk keine Initiative gegen oder für etwas ist, sondern ein offenes Forum für alle, die mitdiskutieren und mitgestalten wollen, und zwar an Sachthemen und kontinuierlich. Dazu passt nicht, Bürgerbeteiligung von oben nach unten zu steuern und im schlechtesten Fall die Agenda per Satzung und auf Grundlage von Gremienbeschlüssen vorzugeben.
  • Bürgerbeteiligung ist kein Instrument der Verwaltung, sondern eine Kultur, die von der Bevölkerung gelebt werden muss.“

  • Erfreulich ist, dass sich alle an einem Livestream mit dem Bürgernetzwerk beteiligten Fraktionen dafür ausgesprochen haben, unmittelbar nach der Kommunalwahl einen „Runden Tisch“ zu etablieren, um parteiübergreifend nach einvernehmlichen Lösungen für anstehende Probleme zu suchen.

Auf den Tag X vorbereiten

  • Positiv bewertet wird vom Bürgernetzwerk auch, dass es in einer konzertierten Aktion mit dem Lions-Club in kürzester Zeit gelungen ist, eine kreative Strategie zu entwerfen, die Handel und Gastronomie dauerhafte Öffnungsperspektiven nach dem Lockdown ermöglicht. Auch hier hängt alles von einer proaktiven Vorbereitung ab.

 

MOBILITÄT UND SMART CITY BENSHEIM

MOBILITÄT UND SMART CITY BENSHEIM

Digitalisiertes 3D-Stadtmodell, © DLR Verkehr

Wenn man die Qualität einer Innenstadt ganzheitlich betrachten möchte, gehören viele Dinge dazu, die einem Betrachter nicht unbedingt zuerst einfallen. Ganzheitlich, die Vokabel ist vermutlich überstrapaziert. Dennoch hat das Bürgernetzwerk Bensheim von Anfang an den Ansatz, möglichst viele Aspekte vernetzt zu betrachten, die einen Einfluss auf die Stadtqualität haben. Das Ziel ist es dabei, eine möglichst hohe Aufenthalts- und Erlebnisqualität der Innenstadt zu schaffen, um sie zukunftsfähig aufzustellen.

In der Arbeitsgruppe „Mobilität“ unter der Leitung von Markus Bamberg und Norbert Diehl untersuchen wir die Frage, welchen Beitrag der Verkehr und seine ganzen Facetten auf diese Qualität einzahlen kann. Welchen Verkehr gibt es überhaupt in Bensheim, und wie wirkt er sich jeweils aus? Welche Megatrends sind überregional zu beobachten, und sind diese auch ein Thema für die Kommune? Wie kann die Gestaltung der Mobilität schrittweise umgesetzt werden, um der Vision Stück für Stück näher zu kommen?

Ergebnisse aus dem „Innenstadtdialog 2030 zur Entwicklung der Innenstadt“ von 2017

Seit 2018 haben wir zunächst die Ist-Situation analysiert, um in der Arbeitsgruppe eine fachlich grundierte Diskussion zu führen. Dabei fanden und finden noch immer viele Treffen mit der Stadtverwaltung, Verkehrsdezernat, Parteien, Verbänden und Institutionen im Bereich Mobilität statt. Ebenso wurden die Vorarbeiten ausgewertet, die es bereits im Innenstadt-Dialog/Rotes Sofa, im Green City Masterplan, im Luftreinhalteplan für das Gebiet Südhessen – Teilplan Bensheim, im Radverkehrskonzept, im Parkraumbewirtschaftungskonzept oder im Verkehrsentwicklungsplan gibt. Ziel ist es immer, von der Bevölkerung getragene Verbesserungen herbeizuführen, die auf die individuellen Bedürfnisse Bensheims passen. Es geht dabei nicht um Ideologien oder vorgefasste Meinungen, sondern um einen möglichst breiten Konsens. Erste Ergebnisse und Ziele haben wir bereits in einem Bürgerforum 2019 vorgestellt.

Formulierte Ziele für Verkehr und Mobilität:

  • Gute Erreichbarkeit der Innenstadt
  • Hohe Aufenthaltsqualität für alle Nutzer
  • Nachhaltige Mobilität für die Stadt

 

Mobilitätskonzept und Parkkonzept erarbeiten

Bensheim muss sich auf die veränderten Mobilitätsanforderungen der Zukunft einstellen. Das betrifft vor allem die intelligente Vernetzung von individuellem und öffentlichem Nahverkehr, die Infrastruktur für eine vermehrte Nutzung des Fahrrads, aber auch ein Parkraumkonzept, das die Innenstadt gegenüber der „grünen Wiese“ konkurrenzfähig hält. Hier spielt vor allem intermodale Mobilität eine Rolle: wie können die verschiedenen Verkehrsträger in der Zukunft kombiniert (z.B. Park+Ride oder Park+Bike) und der Verkehrsraum gerecht aufgeteilt werden?

Reduzierung der Umweltbelastung

Für die Steigerung der Lebensqualität ist eine Betrachtung der Umweltbelastung ein wichtiger Punkt. Megatrends sind hier die Minimierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) und ein umfassendes Verkehrskonzept. „Stadt- und Verkehrsplanung müssen zusammen gedacht werden. Es werden Orte gebraucht, in denen ausgehandelt wird, wie öffentliche Räume in Zukunft genutzt werden.“ (Dr. Cordelia Polinna, Urban Catalyst)

Zur Transparenz der Umweltbelastung ist ein Zusammenspiel von Digitalisierung und Apps zur Erfassung des Luftmessnetzes (CO2, NOX) erforderlich. Erste Smart-City-Diskussionen sind bereits geführt worden.

(Quelle: Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay)

Smart Mobility und Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme

Ein Schlüssel für eine gute, saubere und effiziente Mobilität ist die Digitalisierung. Sie hilft uns dabei, mehr Mobilität bei weniger Verkehr zu erreichen – und gleichzeitig weniger Emissionen auszustoßen. Dafür braucht es Lösungen, die mittels smarter Sensoren ermöglicht, die verschiedenen Verkehrsteilnehmer zeitlich exakt zu bestimmen. Diese Daten sind die Grundlage für ein Modell zur Schaffung von Anreizen, andere Verkehrsträger und -wege zu wählen und so zur Optimierung beizutragen.

Erfassung von Fahrzeugtypen sowie deren Fahrtrichtung. (Quelle: stock.adobe.com)

Das Bürgernetzwerk informiert sich ständig über Entwicklungen und Projekte im Bereich der Digitalisierung und hat auch schon verschiedene Referenzprojekte kennengelernt (Parksystem Langenfeld, Smart City Darmstadt und Mannheim, LoRaWAN-Projekte im Kreis Bergstraße).

Im Blick sind dabei immer die Möglichkeiten, was davon wie in Bensheim realisiert werden kann und – wie bereits zu Beginn geschrieben – auf das Ziel Stadtentwicklung einzahlt.

Leitthemen für die weiteren Aktivitäten:

  • Vernetzung diverser Mobilitätsangebote (Car-Sharing, nextbike, E-Ladestationen)
  • Transparenz der Verkehrs- und Umweltsituation durch digitale Messstellen
  • Ausbau des Netzes verschiedener Verkehrsteilnehmer (ÖPNV, Fahrrad, Fußgänger, Auto u.A.)
  • Online-Parkleitsystem (auch Fahrrad), kombiniert mit intermodalem Verkehrsnutzen
  • Mobilitätsportal Bensheim

Schaubild Mobilitätsportal (Quelle: team red / Thorsten Gehrlein)

BENSHEIMER FRAKTIONEN WOLLEN EINEN RUNDEN TISCH

BENSHEIMER FRAKTIONEN WOLLEN EINEN RUNDEN TISCH

Wahlkampfzeiten müssen nicht zwangsläufig dazu führen, dass Gemeinsamkeiten ausgeblendet und Debatten nur noch holzschnittartig geführt werden. Das virtuelle Treffen von Vertreter*innen des Bürgernetzwerks und der Fraktionsspitzen in der Stadtverordnetenversammlung war jedenfalls von einer nicht selbstverständlichen Sachlichkeit geprägt. Am Ende stand sogar ein Versprechen für die Zukunft. Sobald der Wahlkampfrauch verzogen ist und die Gremien neu konstituiert sind, soll der ausgerollte Faden an einem „runden Tisch“ von allen Beteiligten wieder aufgenommen werden. Denn darin bestand Übereinstimmung: Gerade jetzt kommt es für die Corona-gebeutelte Innenstadt mehr dann je auf das Zusammenwirken aller Beteiligten und auf sichtbare Signale an.

Es geht um nicht weniger als darum, dass Bensheims Mitte eine Zukunft als Begegnungs-, Verweil- und Einkaufsort hat.

Die Voraussetzungen dafür zu schaffen, verlangt angesichts der schwierigen städtischen Haushaltslage mit dramatischen Einnahmeneinbrüchen eine kollektive Kraftanstrengung. Klar ist aber auch, dass es keine Alternative ist, Investitionen und den begonnenen Aufbau eines schlagkräftiges Stadtmarketings auf die lange Bank zu schieben. Die Erfolgsformel heißt Verantwortungsgemeinschaft: Viele müssen ihren Beitrag leisten – die Politik genauso wie Handel und Gastronomie, Immobilienbesitzer, die Wirtschaft insgesamt, Kulturschaffende, Vereine und die Bürgergesellschaft überhaupt.

Um mehr über die Vorstellungen der Parteien zu dieser Herausforderung zu erfahren, hatte das Bürgernetzwerk um die Beantwortung von vier Fragen gebeten:

  1. Wofür und in welchem Umfang sollen im Jahr 2021 Haushaltsmittel für Innenstadtmarketing und stadtgestalterische Projekte eingesetzt werden?
  1. Was muss nach der Kommunalwahl SOFORT angegangen werden?
  1. Was sind die drei bis fünf wichtigsten investiven Projekte und Maßnahmen, die auf keinen Fall auf die lange Bank geschoben werden dürfen?
  1. Woran wollen sich die Fraktionen als gestaltende Kraft für Bensheims Innenstadt nach Ende ihrer Wahlzeit messen lassen?

Die Antworten dienten als Einstieg in eine zweistündige Videokonferenz, in deren Verlauf vor allem erörtert wurde, wie Blockaden in der Entscheidungsfindung und Hindernisse für eine zügige Umsetzung von Projekten und Strategien überwunden werden können. Anders formuliert: Wie lassen sich Koalitionen in der Sache schmieden? Und welche Rolle spielt das Bürgernetzwerk für einen konstruktiven und kooperativen Dialog – vielleicht sogar in einem institutionalisierten Format?

Bensheim braucht Koalitionen in der Sache

An der guten Absicht soll’s nicht liegen. „Alle ziehen an einem Strang“, lautet die Losung, auf die sich die Gesprächsrunde verpflichtete.

Der Link zum Mitschnitt des Erfahrungs- und Meinungsaustauschs finden Sie hier kurzelinks.de/6jnw

 

 

BEFRAGUNG DER BENSHEIMER FRAKTIONEN ZUR KOMMUNALWAHL 2021

BEFRAGUNG DER BENSHEIMER FRAKTIONEN ZUR KOMMUNALWAHL 2021

Anlässlich der Kommunalwahl 2021 möchte das Bürgernetzwerk Bensheim mit den Bensheimer Fraktionen in einen Austausch über deren Vorstellungen zur Bensheimer Innenstadtentwicklung und zum Stadtmarketing treten.

Die nachhaltige Entwicklung der Bensheimer Innenstadt stellt für die

  • Kommunalpolitik, aber auch für
  • Handel, Gastronomie, Dienstleistende, Kulturschaffende und ehrenamtlich

Engagierte sowie für die Stadtgesellschaft insgesamt eine große Herausforderung dar.

Das gilt erst recht angesichts der Notwendigkeit, das „Herz“ unserer Stadt nach den fast schon ein ganzes Jahr währenden pandemiebedingten Einschränkungen – bis zu teilweise monatelangen Komplettschließungen – zu reanimieren.

Das Bürgernetzwerk Bensheim hat es sich seit 2018 zum Ziel gesetzt, mit einer kollektiven Kraftanstrengung gemeinsam mit allen Akteursgruppen das Zentrum von Bensheim als Begegnungs-, Erlebnis- und Einkaufsort so zu gestalten, dass die (Innen-)Stadt im Standortwettbewerb und gegen den Onlinehandel bestehen kann.

Die Bürgerinnen und Bürger identifizieren sich mit ihrer Stadt. Dass dies so bleibt, hängt nicht zuletzt davon ab, ob und wie es gelingt, Bensheims Zentrum für veränderte Freizeit- und Konsumgewohnheiten attraktiv zu machen. Diesen strategischen Ansatz wollen wir – wie von Anfang an immer wieder betont – kooperativ mit den politischen Verantwortlichen und allen Betroffenen verfolgen.

Dabei wissen wir, dass die finanziellen Spielräume der Stadt durch die Einnahmenausfälle als Folge der Corona-Krise eng sind. Gerade deshalb laden wir herzlich zur Zusammenarbeit ein.

HeimatLeben 4.0 – Teilnahme am hessischen Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“

HeimatLeben 4.0 – Teilnahme am hessischen Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“

„Heimat leben“ auch in der Stadt

Zusammen mit dem Bürgernetzwerk und der Stadt Bensheim engagiert sich das Open Government Labor Bergstraße-Odenwald für einen Brückenschlag zwischen dem ländlichen und dem urbanen Raum bei der Vermarktung regionaler Produkte und Dienstleistungen.

Eine aktuelle Initiative ist die Teilnahme am hessischen Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“ unter dem Motto: „Heimat leben auf bensheimisch“

Das Bensheim Gefühl : „Heimat leben auf bensheimisch“

Bensheim wurde im IHK-Ranking 2020 als Mittelzentrum Nummer eins in Südhessen bestätigt. Die Menschen identifizieren sich mit ihrer Stadt. Sie ist für sie Wohlfühl- und Heimatort.

Das verbindende „Bensheim-Gefühl“ wird maßgeblich davon geprägt, dass die Innenstadt mit ihrer historischen Fachwerkkulisse von Einheimischen und Gästen nicht als Freilichtmuseum, sondern im Alltag als Begegnungs-, Verweil-, Erlebnis- und Einkaufsort für alle Generationen wahr- und angenommen wird. Zur Anziehungskraft tragen Leistungsmerkmale und Frequenzbringer bei, die sich vom Angebot auf der grünen Wiese oder im Supermarkt abheben.

Eine solche Nische besetzt ein täglicher Markt mit vor allem regionalen Produkten.  Was Kunden erwarten und inwieweit diese Erwartungen erfüllt werden, geht aus einer Umfrage unter mehr als tausend Konsumierenden sowie Erzeuger- und Vermarktungsbetrieben hervor. Erhoben wurden die Daten vom Bürgernetzwerk Bensheim und dem Open Government Labor Bergstraße-Odenwald für das Projekt „HeimatLeben 4.0“.

Es geht um Vielfalt, Nachhaltigkeit und mehr Information

Verbesserungspotenziale offenbart die Befragung in puncto Vielfalt und Verfügbarkeit der Erzeugnisse, bei den Öffnungszeiten und nicht zuletzt beim Informationsbedarf der Kunden. Das gilt sowohl für das Sortiment vor Ort als auch für seine virtuelle Präsentation. Über den klassischen Marktstand hinaus sollen Kontaktpunkte und Verkaufsanlässe geschaffen werden, die sich gegenseitig ergänzen: Bestell-, Abhol- und Lieferservices, „Regionale Regale“ in Fachgeschäften oder ein Regionalladen als Pop-up-Nutzung eines Leerstands.

Marktplätze für Regionales (stationär und digital)

Um eine maximale Reichweite für die Produktpräsentation auch bei einem onlineaffinen Publikum zu erzielen – forciert durch die pandemiebedingten Einschränkungen für das stationäre Geschäft -, wird als ein Projektschwerpunkt ein digitaler Marktplatz geschaffen: Dafür wird die Website des auf Initiative des Bürgernetzwerks neu eingerichteten Bensheimer Stadtmarketings um die Funktionen „Markt und Regionales“ erweitert. Außer den Marktbeschickern können hier auch andere Anbieter von regionalen Erzeugnissen sowie örtliche Einzelhändler und Dienstleister ihre Ware und Geschäftsmodelle präsentieren, auf eigene Online-Plattformen verlinken und so sowohl digital als auch stationär Präsenz zeigen.

Ziel ist die Erhöhung der Kundenfrequenz

Geplant sind im Förderzeitraum mehrere Projekte und Aktionen. Sie stehen exemplarisch dafür, wie das Thema Regionalität als spezifisches Merkmal der Bensheimer Innenstadt verstetigt werden soll.  Stationäre und digitale Anreize ergänzen sich mit dem Ziel, die Kundenfrequenz für Handel und Gastronomie und damit den Absatzmarkt für Erzeuger und Lieferanten regionaler Produkte nachhaltig zu erhöhen:

  1. Aufbau und Launch einer nachfragezentrierten Digitalplattform mit Fokus auf „Markt & Regionales“: Was wird wann von wem wo angeboten? Wo und wie kann ich was bestellen, abholen oder liefern lassen?
  2. Themenmarkt „Kunstmeile Bensheim“
  3. Regionalmarkt
  4. „Tele-Shopping“ auf bensheimisch
  5. Feierabendmarkt auf dem historischen Marktplatz, verbunden mit „HeimatShoppen“ am Abend
  6. Marktfrühstück – an mehreren Samstagen
  7. Themenbezogenen Führungen in der Innenstadt

Wie leben die Aktionen weiter?

Die Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung, Kommunalpolitik und Bürgergesellschaft sollen in Wertschöpfungsnetzwerken zusammengeführt werden, um Lücken zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen und das Regionalbewusstsein zu schärfen.

BENSHEIM

BENSHEIM

Bensheim

Woran arbeiten wir?

Aktuell ist unser Schwerpunkt die Innenstadtentwicklung. Denn wie attraktiv eine Stadt für Einheimische und Besucher ist, hängt von vielen Dingen ab. Eine lebendige Innenstadt gehört unbedingt dazu. In 10 verschiedenen Bürgerforen, mit vielen Arbeitsgruppen und Online-Debatten entstand seit Herbst 2018 unser „24-Punkte-Arbeitsprogramm“, an dessen Umsetzung wir seitdem arbeiten. Eine Reihe von Themen sind bereits umgesetzt, ein Teil befindet sich in Arbeit, über einige Projekte wird in den politischen Gremien strittig diskutiert. Vieles geht nach unserem Geschmack nach wie vor zu langsam voran.

MACHEN – NICHT VERTAGEN!

Das fordern wir von den politischen Entscheidungsträgern und den sogenannten Stakeholdern, also den Nutznießern und Akteuren von strategischen Weichenstellungen. Denn ohne eine inhaltlich und personell integrative Herangehensweise wird sich kein Erfolg einstellen. Deshalb setzt das Bürgernetzwerk auf Kooperation mit allen beteiligten Akteursgruppen.

Aus den 24 Arbeitspaketen haben sich acht Schwerpunktaufgaben herauskristallisiert, die in eine Prioritätenliste eingeflossen sind:

Das ist der Stand der Dinge Anfang 2021:

  • Mit Unterstützung einer Kreativagentur wurde eine Wort-Bild-Marke für die Stadt Bensheim entwickelt, die alle Lebensbereiche erfasst und ein Bensheim-Gefühl vermittelt:

  • Eine frische Innenstadt-Kampagne setzt augenzwinkernd Stärken im Standortwettbewerb in Szene:

  • Ein landschaftsplanerischer Entwurf sieht eine Neugestaltung des Spielplatzes am Wambolter Hof, östlich davon Abgänge und Querungen für die Lauter als dritte Innenstadt-Achse sowie die Beleuchtung des Rinnentorturms und der Mittelbrücke vor. Die Realisierung wird allerdings von der Kommunalpolitik strittig diskutiert. Das Bürgernetzwerk will weiter Überzeugungsarbeit leisten.
  • Eine neue Website bietet eine Fülle von Funktionen für ein modernes digitales Stadtmarketing. Ab Mai öffnet die Rubrik „Markt und Regionales“ ein Online-Schaufenster für Produkte und Dienstleistungen von hier. Ein weiterer Baustein für ein nutzerorientierten Digitalprojekt.
  • Ein Masterplan zur Nutzung und Gestaltung von Gebäuden und öffentlichen Räumen in der Innenstadt liefert die Grundlage für kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen und Investitionen mit dem Ziel, die Attraktivität der Innenstadt nachhaltig zu erhöhen.
  • Eine Stabsstelle Stadtmarketing, die direkt der Bürgermeisterin unterstellt ist, initiiert und koordiniert alle Aktivitäten, die das Zentrum beleben sollen. Es herrscht Einigkeit, dass diese Konstruktion nur ein Zwischenschritt hin zu einer Organisationsstruktur sein kann, die sich als Verantwortungsgemeinschaft versteht. Ziel muss es sein, sämtliche Akteursgruppen einzubinden: Händler, Gastronomen, Vereine, Vertreter*innen von Wirtschaft und Kultur sowie nicht organisierte Bürgerinnen und Bürger, denen die Innenstadt als Mittelpunkt des sozialen Lebens besonders am Herzen liegt.

Wer steht dahinter?

Unter der Leitung von Karl-Heinz Schlitt tagt regelmäßig ein Steuerungsteam. Es bildet den Kern des Netzwerks. Die Gruppe tagt mehrmals im Monat – seit 2020 überwiegend in Videokonferenzen. Ansprechpartner für die jeweiligen Themenbereiche sind:

Das Bürgernetzwerk Bensheim ist kein Verein oder Organisation, sondern eine Plattform für Menschen die Sich ehrenamtlich für die Entwicklung der Stadt Bensheim einbringen möchten. Einen kurzen Überblick unserer Arbeit finden Sie hier

 

THEMEN

STADTMARKETING
MARKTPLATZ
STADTPLANUNG
MOBILITÄT

– NEWS –

Pressemitteilung 20.03.20

Pressemitteilung 20.03.20

Bensheim. Selbstverständlich bewegten  in der aktuellen Situation die Menschen  grundlegendere Fragen als die...

Marktplatz

Der erste auf dem Bensheimer Marktplatz durchgeführte Regionalmarkt gewährte im August 2019 einen Einblick in die Vielfalt des regionaltypischen Angebotes an der Bergstraße. Direkterzeuger und Händler aus der Umgebung boten qualitativ hochwertige Ware zum Probieren und Kaufen an. Und junge Start-ups der Region präsentierten ihre innovativen und kreativen Produkte. Es war der Auftakt einer Marketingoffensive für regionale Produkte und Dienstleistungen mit dem Ziel, Schritt für Schritt ein spezifisches Charakteristikum der Bensheimer Innenstadt zu formen. Mehr dazu finden Sie in den Beiträgen auf dieser Seite.

STADTPLANUNG

Die bauliche Entwicklung der Bensheimer Innenstadt ist eines der zentralen Themen des Bürgerforum Zukunft Innenstadt Bensheim. Sein Konzept dafür hat das Bürgernetzwerk bereits im Sommer 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt. Zur Erläuterung an Ort und Stelle bot der Sprecher der Architektengruppe des Bürgernetzwerks, Sanjin Maracic, mehrere Themen-Führungen in der Innenstadt an, welche stets sehr gut besuchten waren. Schwerpunkte waren Marktplatz der Zukunft, Konzept Hoffart-Gelände, Die Gestaltung und Beleuchtung der Lauter, sowie Spiel-, Bewerbungs- und Verweil-Plätze. Mehr dazu finden Sie in den Beiträgen auf dieser Seite.

MOBILITÄT

Gute Erreichbarkeit der Innenstadt, Hohe Aufenthaltsqualität für alle Nutzer, Nachhaltige Mobilität für die Stadt, Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme und die Entwicklung in Richtung einer SmartCity Bensheim waren die Arbeitspakete, mit denen sich die Arbeitsgruppe Mobilität im Bürgerforum Zukunft Innenstadt Bensheim beschäftigt hat. Mehr dazu finden Sie in den Beiträgen auf dieser Seite.

UMFRAGE ZUM BENSHEIMER WOCHENMARKT

UMFRAGE ZUM BENSHEIMER WOCHENMARKT

Das Bürgernetzwerk Bensheim hat vom 4. August 2020 – 5. September 2020 eine Befragung unter Besuchern und Kunden des Bensheimer Wochenmarkts durchgeführt, um mehr über deren Wünsche und Erwartungen an den Wochenmarkt zu erfahren.

504 Besucher und Kunden des Bensheimer Wochenmarkts beantworten die Fragen des Bürgernetzwerk

Bedanken möchten wir uns bei 504 Teilnehmern, die unseren Fragebogen online und in Papierform ausgefüllt haben. Damit haben wir unser Ziel von 500 Teilnahmen erreicht und bekommen ein gutes Meinungsbild zum Bensheimer Wochenmarkt.

Folgende Fragen haben wir den Besuchern und Kunden des Bensheimer Wochenmarkts gestellt:

  • Wie oft besuchen Sie den Bensheimer Wochenmarkt?
  • In welcher Entfernung vom Markt wohnen Sie?
  • An welchen Tagen sollte Ihrer Meinung nach, der Wochenmarkt stattfinden?
  • Welche Öffnungszeiten wünschen Sie unter der Woche?
  • Welche Öffnungszeiten wünschen Sie sich am Samstag?
  • Welche Waren und gastronomischen Angebote sollte der Bensheimer Wochenmarkt bieten?
  • Verbinden Sie Ihren Wochenmarkteinkauf häufig mit anderen Aktivitäten?
  • Warum kaufen Sie nicht oder nur selten auf dem Wochenmarkt ein?
  • Würden Sie mehr regionale Produkte kaufen, wenn diese:
  • Wo würden Sie regionale Produkte am liebsten aussuchen, bestellen oder kaufen?
  • Würden Sie regionale Produkte auch dann kaufen, wenn sie etwas teurer sind als nicht-regionale Produkte?
  • Alter der Befragten
  • Geschlecht der Befragten

Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus den Antworten der Befragten hat das Bürgernetzwerk in einer Präsentation zusammengestellt. 

HIER können Sie die komplette Dokumentation mit vielen weiteren Details herunterladen.

Der Bensheimer Wochenmarkt hat Potenzial:

  • 50 % der Befragten möchten dort regionale Produkte kaufen.
  • 85% sind bereit, für regionale und nachhaltige Produkte mehr Geld auszugeben !!!!

Der Bensheimer Wochenmarkt muss sich aber definitiv mehr an den Bedürfnissen der potenziellen Kunden ausrichten:

  • Eine Kommunikation und Information bzgl. Anbietern und Produkten auf dem Bensheimer Wochenmarkt ist so gut wie nicht vorhanden. Hier muss eine Lösung (analog und digital) her

Das Bürgernetzwerk Bensheim möchte zusammen mit der Stadt Bensheim, dem Stadtmarketing und den Anbietern auf dem Wochenmarkt einige der Erkenntnisse und gewünschten Verbesserungen umsetzen, um den Bensheimer Wochenmarkt damit für seine Kunden weiterzuentwickeln und attraktiv zu gestalten.

ZIEL: Bensheimer Marktplatz und Bensheimer Wochenmarkt gemeinsam als MARKT entwickeln!!

Bedanken möchten wir uns bei allen, die uns dabei unterstützt haben, die Umfrage durchzuführen und diese wichtigen Erkenntnisse zu erlangen. Helfen Sie uns auch bei der Umsetzung.

Das Team vom Bürgernetzwerk Bensheim

 

MARKE DER STADT ALS STRATEGISCHER KOMPASS FÜR BENSHEIM

MARKE DER STADT ALS STRATEGISCHER KOMPASS FÜR BENSHEIM

Auf Initiative des Bürgernetzwerks Bensheim wurde im Herbst 2018 das BÜRGERFORUM ZUKUNFT INNENSTADT gestartet und in einem moderierten Bürgerdialog über Themen diskutiert, die zur langfristigen Belebung der Innenstadt führen sollen. Einer der vier Arbeitskreise beschäftigte sich mit dem Thema: MARKE. Zwei Fragen galt es am Anfang zu beantworten: Wofür steht Bensheim – was sind die Stärken und Schwächen – und wie möchte die Stadt mit ihren spezifischen Merkmalen und Angeboten von Bürger*innen und Gästen wahrgenommen werden?

Die Marke als Dach und Kompass: Erlebnisraum Innenstadt

Anspruch war, dass die Stadtmarke alle Bereiche abbilden muss: konkret auch den Erlebnisraum Innenstadt. Eine Marketingkampagne soll die Botschaft anschaulich und einprägsam machen.  Wesentlich für die Entwicklung der Marketingstrategie war die Erarbeitung der anzustrebenden Markeneigenschaften der „Innenstadt 2030“ im Bürgerforum „Zukunft Innenstadt“:

  • Leitbild: Die Innenstadt als „gefühlte Mitte“
  • Differenzierungsmerkmale im Städtewettbewerb
  • Wettbewerbsvorteile durch Profilierungsstrategie für …
    • Erlebnis- und Aufenthaltsqualität
    • Wohlfühlatmosphäre
    • kulturelles Angebot
    • Einzelhandel und Gastronomie

Reduktion der Komplexität auf eine verbindende Klammer

Die Herausforderung bestand darin, eine verbindende Klammer zu finden, die ein Gefühl vermittelt, das alle Zielgruppen anspricht:

Die Ergebnisse der Plenums- und Arbeitsgruppen-Runden im Bürgernetzwerk wurden erst der Verwaltung und dann den städtischen Gremien präsentiert. Daraufhin wurde eine Agentur mit der Entwicklung der neuen Stadtmarke beauftragt. Die präsentierten Eckpunkte aus der Arbeitsgruppe des Bürgernetzwerks lieferten die inhaltliche Grundlage für die kreative Umsetzung.

Bensheim präsentiert sich mit neuer Stadtmarke

Mit Begleitung durch das Bürgernetzwerk präsentierte die beauftragte Agentur mehrere Vorschläge für Wort-Bild-Marke, Slogan und Kampagnenentwurf. Nach zwei Diskussionsveranstaltungen mit Multiplikator*innen aus Wirtschaft, Kultur, Bildung, Tourismus, Handel, Gastronomie und Bürgergesellschaft lag die finale Entscheidung beim Magistrat der Stadt Bensheim. Im Juli 2020 wurde die Marke der Öffentlichkeit vorgestellt: Bensheim – Herz der Bergstraße:

Bensheim präsentiert sich mit neuer Stadtmarke – Stadtverwaltung Bensheim.

Hier einige Anwendungsbeispiele für die Wort-Bild-Marke und die Image-Kampagne für die Innenstadt im Zeichen der Corona-Pandemie:

STATUSBERICHT 2020 : ZWEI JAHRE BÜRGERFORUM ZUKUNFT INNENSTADT BENSHEIM

STATUSBERICHT 2020 : ZWEI JAHRE BÜRGERFORUM ZUKUNFT INNENSTADT BENSHEIM

Das Bürgernetzwerk Bensheim startete bereits im Jahr 2017 mit dem Vor-Ort Dialog „Gutes Leben an der Bergstraße“ und einzelnen Gesprächsforen in Bensheim, Zwingenberg, Einhausen und Lorsch.

MITDENKEN -> MITREDEN -> MITGESTALTEN

2018 wurde dann in Bensheim mit dem „Bürgerforum Zukunft Innenstadt Bensheim“ der Schwerpunkt der Bürgernetzwerksarbeit auf die langfristige und nachhaltige Entwicklung der Stadt Bensheim gelegt.

Getreu dem Motto „Mitdenken – Mitreden – Mitgestalten“ wurden in 3 Bürgerforen mit jeweils bis zu 80 Teilnehmern Ideen und Anregungen für die Bensheimer Innenstadt gesammelt.

Im Anschluss an die Bürgerforen wurden die gesammelten Ideen in 4 Themen Bereiche zusammengefasst und in Arbeitskreisen (MARKE, MARKETING, EINKAUFEN, STADTGESTALTUNG) weiterbearbeitet. Nach einem halben Jahr. Im Sommer 2019 war man dann so weit und hat basierend auf den Ergebnissen der Arbeitskreise, 8 Projekte auf einer Prioritätenliste festgelegt, welche auch von der Stadt Bensheim in Ihre Planungen mitaufgenommen wurde.

Die Prioritätenliste des Bürgernetzwerk : 8 Themen zur Stadtentwicklung

Auf unserer Prioritätenliste finden Sie die 8 Themen welche uns seit mehr als 2 Jahren beschäftigen und unserer Meinung nach, zügig in Projekten für die Stadt Bensheim umgesetzt werden sollten. Die Prioritätenliste hat auch viel Zustimmung bei der Stadt Bensheim und den handelnden Gremien und Parteien gefunden.

Einige der Themen und Ideen sind nicht nur in Konzepten weiterentwickelt, sondern sogar in konkreten Projekten umgesetzt oder in Planung.

Bei Interesse an weiteren Informationen zur Prioritätenliste und den Projekten des Bürgernetzwerk Bensheim, stellen wir Ihnen gerne den STATUSBERICHT 2020  zum Herunterladen zur Verfügung.

Über die Arbeit des Bürgernertzwerk Bensheim berichten wir auch unseren Social Media Kanälen:

 

 

BENSHEIM DIGITAL – Ein Digitalisierungs-Konzept für die Stadt

BENSHEIM DIGITAL – Ein Digitalisierungs-Konzept für die Stadt

 

Digitalisierung, digitale Kanäle und digitale Medien sind tägliche Realität geworden und beeinflussen mehr und mehr, wie wir miteinander kommunizieren. Eine enge „digitale“ Bindung zu Bürgern und Gästen ist wettbewerbsentscheidend für eine Stadt. Anpassungsfähige digitale Geschäfts- und Kommunikations-Modelle müssen entwickelt werden, um die Zukunftsfähigkeit der Stadt und Ihrer ansässigen Wirtschaft zu stärken und langfristig zu sichern.

“Die Potentiale der Stadt entfalten sich erst im Rahmen eines funktionierenden digitalen Beziehungsgeflechts zwischen Stadt & Bürger, Wirtschaft & Kunde, Hersteller & Konsument, Tourismus & Gast. Dabei geht es um die sinnvolle Vernetzung des realen und virtuellen Stadtraumes, denn die “nicht-digitale” Kommunikation mit Zielgruppen wird weiterhin wichtig sein. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen brauchen Städte eine eigene Digitalstrategie und ein Stadtmarketing mit Digitalkompetenz”, Ottmar Meissner, Bürgernetzwerk Bensheim

Die Stadt Bensheim, ein Mittelzentrum an der Bergstraße in Hessen, will die vielfältigen Chancen, die sich aus der digitalen Transformation ergeben, für mehr Transparenz, Teilhabe und Mitgestaltung, für die Stärkung und Sicherung des Wohlstandes vor Ort und nicht zuletzt für eine nachhaltige und ressourcenschonende Stadtentwicklung in Bensheim und der Region nutzen. Sie beauftragte daher im Jahr 2020 die Erstellung eines Konzepts für eine digitale Plattform, welche integrativ, automatisiert, erweiterbar und nachhaltig die Anforderungen einer „Smart City Bensheim“ erfüllen kann.

 

Bensheim Digital – Eine Mission für die Zukunft der Stadt !!

Die zentrale Idee der Bensheim Digital Plattform ist es, die diversen Digitalisierungs-THEMEN und Initiativen in einer Stadt von Anfang an ZUSAMMEN zu DENKEN und gemeinsame Leitlinien für die Lösungsbausteine zu definieren. Damit soll sichergestellt werden, dass zukünftige digitale Lösungen für Marketing, Handel und Lieferdienste, Bürgerbeteiligung, Kommunikation mit Bürgern und Gästen, Mobilität, …. in einer Stadt wie Bensheim so zusammenarbeiten und aufeinander abgestimmt sind, das Synergieeffekte entstehen und damit die Idee der “Smart City Bensheim” langfristig Realität werden kann.

Angestoßen wurde das Thema vom Bürgernetzwerk Bensheim im Rahmen des 2018 gestarteten Bürgerforum Zukunft Stadt Bensheim. Gemeinsam mit Bürgern und Wirtschaftsvertretern der Stadt wurden in 3 Dialogforen, 24 Arbeitspakete definiert, welche in Arbeitsgruppen zu Gesamtkonzepten ausgearbeitet wurden. Die daraus entstandene Prioritätenliste für Bensheim hat 8 Schwerpunkte, zu denen auch das “Bensheim Digital Projekt” gehört.

Die Stadt Bensheim hat einige der Ideen aus dem Bürgerforum übernommen und möchte diese im Rahmen der städtischen Möglichkeiten in den nächsten Jahren umsetzen. Das vom Bürgernetzwerk vorgeschlagene “Bensheim Digital Projekt” ist eine davon.

Digitales Stadtmarketing & Smart City Plattform für Bensheim

Bereits in der Arbeitsgruppe “Bensheim Digital Projekt” des Bürgernetzwerk wurde in Gesprächen mit Interessensgruppe aus Stadt, Wirtschaft und Zivilgesellschaft herausgearbeitet, welche Anforderungen die Lösung “Digitales Stadtmarketing & SmartCity” für die Stadt Bensheim erfüllen sollte. Ergebnis:

  • Digitale Kommunikation mit Bürgern und Gästen der Stadt
  • Digitales Marketing für die Stadt, das ansässige Gewerbe und Vereine / Organisationen
  • Digitale Vertriebsunterstützung für Einzelhändler, Gastronomie, Veranstalter, Dienstleister
  • Digitale Dienste / Bürgerservices, welche den Alltag von Bürgern und Gästen erleichtern
  • Integration bestehender digitaler Angebote der Stadt. Synergieeffekte nutzen !!
  • Vernetzung des realen und des virtuellen Stadtraumes.
  • MEHRWERTE für alle beteiligten Akteure und Interessensgruppen: Bürger, Gäste, Handel, Gastronomie, Politik, Vereine, Institutionen, Wirtschaft und Tourismus

Basierend auf diesen Anforderungen und dem Feedback aus den Gesprächen mit Interessensgruppen aus Bensheim wurde vom beauftragten Dienstleister ein Digitalkonzept und die Leistungsbeschreibung für die Ausschreibung des 1ten Lösungsbausteins „Digitales Stadtmarketing“ der Bensheim Digital Plattform erstellt.

Die Lösung “Digitales Stadtmarketing & SmartCity” soll nicht nur die genannten Anforderungen erfüllen, sondern legt größten Wert darauf, dass die digitalen Angebote in der Stadt eng vernetzt sindvieles automatisiert wird und damit Synergieeffekte entstehen. Die Bereitstellung und Aktualisierung eines zentralen Veranstaltungskalenders, eines zentralen Anbieterverzeichnisses und tägliche News aus Stadt und Region funktioniert NICHT ohne die Integration bestehender digitaler Angebote (Webseiten, Social Media, Apps, Dienste, Medien) und eine automatisierte Zusammenführung dieser Inhalte über definierte Schnittstellen auf einer digitalen Plattform der Stadt.

Aus „Konsumenten-Sicht“ soll es zwei mögliche Nutzungsszenarien geben:

  • Als Bürger der Stadt
  • Als Gast/Besucher der Stadt

Damit einhergehend soll es möglich sein, unterschiedlichen Inhalte und Dienste für diese Zielgruppen anbieten zu können.

Barrierefreier Zugang über Smartphone App, Webseite, Steele und digitale Außenwerbung

Die Stadtmarketing Webseite ist dabei die zentrale Schnittstelle, über welche die Nutzer der Plattform angesprochen werden und die Angebote bzw. Inhalte der Plattform konsumieren. Um jedoch vielfältige Zielgruppen zu erreichen, barrierefreien Zugang zu ermöglichen und auf unterschiedlichen Geräten (das Smartphone ist das meistgenutzte Interface bei Konsumenten) nutzbar zu machen, sollen die Angebote / Inhalte / Dienste auch in anderen Formaten (Smartphone App, Digitale Stele, unterschiedliche Bildschirmformate für digitale Außenwerbung,  ….) zur Verfügung gestellt werden.

Das Backend der Stadtmarketing Lösung ist über Schnittstellen mit anderen digitalen Angeboten, Lösungen, Diensten verbunden und sammelt automatisiert den „Content“ in einem zentralen Content Management System (CMS) bzw. Datenbank ein, um es dann Zielgruppen orientiert, nach persönlichen Vorlieben dem Nutzer zum Konsum bereitzustellen.

Das Ziel muss es sein, mit möglichst wenig Aufwand, den Nutzern täglich neue Inhalte, Angebote und Mehrwerte bieten zu können, um diese zur täglichen Nutzung der Lösung zu motivieren und damit Besuche in der Stadt und bei den ansässigen Wirtschaftsunternehmen (den Anbietern) zu generieren. Damit erhält man Reichweite und eröffnet neue Potentiale für die ansässige Wirtschaft, Vereine, Organisationen und die Stadt Bensheim selbst.

 

Pressemitteilung 20.03.20

Pressemitteilung 20.03.20

Bensheim. Selbstverständlich bewegten  in der aktuellen Situation die Menschen  grundlegendere Fragen als die Diskussion über das Verfahren zur Entwicklung des Bensheimer Marktplatzes. Dessen ungeachtet komme es gerade jetzt auf die richtigen Weichenstellungen an, um danach mit umso mehr Schwung und einem klaren Zielbild die Chancen zu nutzen, die sich auch unter zusätzlich erschwerten Bedingungen  für  das Bensheimer Zentrum bieten.

Mit dieser Erwartung an alle Beteiligten leitet das Bürgernetzwerk zur Zukunft der Innenstadt seine Reaktion auf die in dieser Zeitung veröffentlichten Presseerklärungen der „Bürger für Bensheim“ und der Initiatoren des Bürgerbegehrens zur Marktplatzgestaltung ein.

Die beiden Stellungnahmen legten die Absurdität des für die Unterschriftensammlung eingegangenen „Zweckbündnisses auf Zeit“ offen.  Die Initiative  verbinde eben nicht  ein gemeinsames Ziel. Vielmehr handele es sich um den Versuch, mit einem Riesenspagat „auf Teufel komm raus“ möglichst viele Unterschriften für total entgegengesetzte Positionen zu sammeln. Während den Bürgern für Bensheim ein zweigeschossiger Neubau vorschwebe, lehne das Gros der Befürworter eines vermeintlich ergebnisoffenen Ideenwettbewerbs  ein Gebäude auf dem östlichen Marktplatz kategorisch ab. Eine solche „Allianz der Gegensätze“  könne nicht der Königsweg sein, sondern führe geradewegs in die Sackgasse.  „Nachher sind wir so schlau wie vorher und führen die gleichen Diskussionen noch einmal“, weiß Dr. Hans-Peter Meister aus jahrzehntelanger Erfahrung  in der professionellen Durchführung von Bürgerbeteiligungsprozessen.

„Zwischen den  Extrempunkten „Mehrgeschossigkeit und gar kein  Gebäude“ galt es die größte Schnittmenge zu finden“, erläutert Karl-Heinz Schlitt das von  ihm maßgeblich moderierte Dialogverfahren  zur Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit an einem Lösungsvorschlag, in dem sich die meisten Bensheimer wiederfinden können.

Einigkeit herrsche darin, dass der Marktplatz und die Fußgängerzone insgesamt belebende Impulse brauchen, um angesichts eines sich wandelnden Konsum- und Freizeitverhaltens als Begegnungs-, Erlebnis- und Einkaufsort attraktiv und konkurrenzfähig zu bleiben.

Dafür seien Angebote erforderlich, welche die Frequenz erhöhen – und zwar ganzjährig, jeden Tag, unabhängig vom Wetter und auch außerhalb der Geschäftszeiten. Um dies zu erreichen, müssen viele Aspekte zusammenspielen, verweist Architekt Sanjin Maracic auf den unter seiner Federführung entwickelten Masterplan, der 18 Mosaiksteine für ein ganzheitliches Nutzungs-  und Gestaltungskonzept für die Innenstadt zusammenfügt.

„Wir müssen weg vom Klein-Klein“, appelliert auch Harald Heußer.  Der in Bensheim lebende Architekt und Leiter des Heidelberger Hochbauamts kann auf vielfältige Erfahrungen bei der Auslobung städtebaulicher Wettbewerbe verweisen. Den im Dialog mit den Bürgern entwickelten Ansatz eines integrierten Realisierungs- und Ideenwettbewerbs mit einer klaren Nutzungsvorstellung hält Heußer für die einzig zielführende Vorgehensweise. Die verbindende Klammer, so das Bürgernetzwerk, ist die Bewahrung des „Schorschblicks“, wie er sich nach dem Abriss des Hauses am Markt präsentiert.  Diese breite Konsenslinie dürfe nicht – aus unterschiedlichsten Motiven – schlechtgeredet,  ohne eine breit mitgetragene Alternative verlassen und schon gar nicht für parteitaktische Erwägungen instrumentalisiert werden.

„Irgendwann müsste auch nach einem reinen Ideenwettbewerb eine Entscheidung getroffen werden. Und die kann nicht anders ausfallen als jetzt“, ist Heußer überzeugt:  „Die definierten Kriterien bieten größten Gestaltungsspielraum – weit über ein Haus am Markt 2.0 hinaus.“

In diesem Zusammenhang verweist das Bürgernetzwerk auf die Online-Umfrage, an der sich mehr als 500 Bensheimer im Alter von bis zu 30 Jahren beteiligt haben. Mehr als 90 Prozent lehnen eine mehrgeschossige Bebauung ab. Fast alle wollen sich am Blick auf die Kirche erfreuen. Eine Mehrheit plädiert für einen eingeschossigen Flachbau.

Den Vorwurf, beim Bürgerdialog sei eine „Nullbebauung“ unter den Tisch gekehrt worden,  weisen die Moderatoren zurück: Richtig sei, dass darüber im zweiten Dialogforum nicht mehr abgestimmt wurde. Aber nur deshalb, weil vorher eine überwiegende Mehrheit ein anderes Votum abgegeben habe: „Sonst hätten die guten Vorschläge dieser Gruppe zur Platzgestaltung nicht so stark Eingang in den Ideenteil gefunden.“

„Wir brauchen eine breite  Aufbruchstimmung und zügige Beschlüsse für die Innenstadt“, mahnt Thomas Mahr, geschäftsführender Gesellschafter der Winkler-Modegeschäfte in der oberen Fußgängerzone: „Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.“ Und seine Kollegin Tatjana Steinbrenner vom Kaufhaus Ganz sorgt sich: „Die Innenstadt überlebt das nicht, wenn alles immer  wieder in Zweifel gezogen wird und nichts passiert.“

Harry Hegenbarth, der mit seinen Festivals und bei der Durchführung großer Events viel zur Belebung der Innenstadt beiträgt, bekennt freimütig, seine Meinung geändert zu haben: „Am Anfang war ich auch gegen eine Bebauung.  Die Mitwirkung im Bürgerdialog hat mich umdenken lassen.“ Eddi Winkler, bis zu seinem Ruhestand Inhaber mehrerer Fachgeschäfte, bringt es so auf den Punkt: „Belebung zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter geht nicht ohne Dach über dem Kopf.“

Für Sanjin Maracic und seine Kolleginnen und Kollegen aus der Architektenrunde des Bürgernetzwerks steht außer Frage, dass dafür auch die vorhandenen Gebäude wertig genutzt werden müssen: „Aber nicht ‚anstatt‘, sondern zusätzlich.“ Zum Masterplan  gehörten unter anderem auch:  eine überzeugende Lösung für das Familienzentrum, die Aufwertung der Lauter, ein Beleuchtungskonzept, das seinen Namen verdient, die Sparkasse und andere Einrichtungen des täglichen Bedarfs wie ein Ärztehaus, die Entwicklung von Bürgerhaus, Parktheater und Hoffart-Gelände zu einem Kultur-, Bürger- und Kongresszentrum und schließlich die Durchschlagung des gordischen Knotens rund um das Neumarkt-Center. Nicht zu vergessen seien: ein professionelles Innenstadtmarketing, Ideen für die Beseitigung von Leerständen und weitere, abgestimmte Anstrengungen, um die Marke Bensheim mit Inhalten zu füllen, damit Anspruch und Wirklichkeit deckungsgleich sind, schreibt das Bürgernetzwerk abschließend.

 

Aktivitäten des Bürgernetzwerks Bergstraße wegen Corona-Krise vorerst eingestellt

Bensheim. Als einzig  angemessene  Reaktion auf die Corona-Krise verzichtet das Bürgernetzwerk Bensheim ab sofort auf sämtliche Aktivitäten, bei  denen Ansteckungsrisiken bestehen: Die für Mittwoch geplante Plenumsrunde zur Zukunft der Innenstadt wurde deshalb bereits am Freitag abgesagt. Der Neustart erfolgt zu einem jetzt noch nicht  absehbaren Zeitpunkt.
Beim Infozelt am Samstag in der Fußgängerzone wurde die personelle Präsenz auf ein Minimum reduziert. Die Erläuterung des Bürgerbeteiligungsverfahrens zur Vorbereitung eines städtebaulichen Realisierungs- und Ideenwettbewerbs für die Neugestaltung des Marktplatzes erfolgte vor allem über Großflächenplakate und Faltblätter, auf denen die definierten  Eckpunkte kompakt dokumentiert sind. Die Flyer liegen ab Mitte der Woche in vielen Geschäften zur Mitnahme und breit gestreuten Verteilung im persönlichen Umfeld aus.
Die Inhalte stehen auch auf der Homepage des Bürgernetzwerks: www.buergernetzwerk.de. Informationen gibt es zudem  auf der Facebook-Seite des Bürgernetzwerks und über  andere soziale Netzwerke.
Bei den bisherigen Rückmeldungen aus der Bürgerschaft wurde deutlich, dass weniger das Ergebnis des Dialogforums kritisiert wird als vielmehr eine von einem nicht geringen Teil der Bevölkerung so wahrgenommene mangelnde Transparenz bei der Auslobung und Umsetzung des geplanten städtebaulichen Wettbewerbs. Das Bürgernetzwerk will seinen Beitrag dazu leisten, dass Vertrauensdefizite gegenüber der Verwaltung und den politischen Entscheidern  gegenstandslos werden. Das ergibt sich aus dem Selbstverständnis in puncto gesellschaftlicher und politischer Teilhabe.
Dies setzt allerdings voraus, dass Entscheidungsfindungsprozesse in der notwendigen  Komplexität durchgeführt und anschließend bewertet werden. Basis dafür sind offene Mitwirkungsangebote für  interessierte Bürgerinnen und Bürger.  Beim Dialogforum zum Marktplatz der Zukunft war dies über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten – und in den Veranstaltungen zur Innenstadt  insgesamt ist dies seit eineinhalb Jahren –  der Fall.
Bis zum Beweis des Gegenteils ist das Bürgernetzwerk davon überzeugt, dass der Anspruch zivilgesellschaftlicher Partizipation von allen Beteiligten eingelöst wird und die Ergebnisse unverfälscht in den weiteren Geschäftsgang einfließen.


Titelfoto: © stock.adobe.com-Peer
Stadtrundgänge

Stadtrundgänge

Ortsbegehung mit Schwerpunkt Ecken, Plätze und Brunnen

Stadtrundgang mit Augenmerk auf Plätze und ihrer Bedeutung fürs Gesamtbild

„Das sieht ärmlich aus“, sagt Harald Heußer. Der Wahl-Bensheimer kennt sich aus. Der Diplom-Ingenieur  und Architekt war 28 Jahre lang beim Hochbauamt der Stadt Frankfurt beschäftigt, zuletzt als Projektleiter für das neue Historische Museum am Römerberg. Im Januar rückt er an die Spitze des Heidelberger Hochbauamts.

Wenn Heußer zur oberen Fußgängerzone nur wenig schmeichelhafte Attribute einfallen, dann meint er vor allem das „furchtbare Betonpflaster: Das muss raus!“ So, wie sich dieser Bereich aktuell darstellt, fehle „jegliche Basis, um Investoren zu gewinnen: Der öffentliche  Raum wird stiefmütterlich behandelt“, beklagt Heußer.

Sein Kollege Sanjin Maracic sieht das genauso. Auch er ist Diplom-Ingenieur und Architekt, mit eigenem Büro in Bensheim, seiner Geburts- und Heimatstadt. Im Bürgerforum zur Zukunft der Innenstadt kümmert sich Maracic vor allem um die städtebaulichen Rahmenbedingungen für ein pulsierendes Zentrum. Bei einer Ortsbegehung lenkte er ein besonderes Augenmerk auf die kleinen und größeren Plätze. Als Fixpunkte für das immer wieder angemahnte städtebauliche Gesamtkonzept hat er – natürlich! – den Marktplatz und (auf den ersten Blick vielleicht überraschender) den Beauner Platz ausgemacht. Letzterer ist eigentlich gar kein Platz, sondern eine „Freifläche“, wie ein Teilnehmer des Rundgangs bemerkte. Für den Platzcharakter fehlen die baulichen Abgrenzungen.

In den Augen von Sanjin Maracic fängt der Bereich, den es zu betrachten gilt, am Hoffart-Gelände (von der B 3 bis zum Parktheater) an und hört am Rinnentor auf. Mittendrin steht das Neumarkt-Center „als Kern des Problems“. Bevor große Teile weiter leer stehen, soll die Stadt dort notfalls selbst als Mieter auftreten, lautete ein Vorschlag.

Einig ist man sich im Bürgernetzwerk: Es bietet sich die Riesenchance, die Innenstadt fit zu machen für die Zukunft. Dazu, mahnt Maracic, bedarf es wertiger Bauten und guter Nutzungskonzepte, „damit Menschen gerne hier verweilen“.

Die ersten Ideen im Einzelnen:

• Bahnhofsvorplatz, östlich der B 3: Die Sparkassen-Erweiterung bringt für Maracic per se eine deutliche Aufwertung – zumal der Komplex nicht an der Fassade aufhört. Die Pflanztöpfe in Terrakotta-Imitat-Optik auf dem Vorplatz sollen verschwinden. Besser wäre eine „Bepflanzung im Pflaster“ – und der eine oder andere schattenspendende Baum. „Wasser wäre auch schön“, gab eine Teilnehmerin am Rundgang zu Protokoll. Bei der umgebenden Bebauung ist ein abgestimmtes Farbkonzept für freundlichere Fassaden wünschenswert. „Es lässt sich mit wenig Aufwand viel für das Stadtbild erreichen“, wünscht sich Maracic eine offensive professionelle Beratung der privaten Immobilieneigentümer. Die Fußgänger-Unterführung zum Bahnhof schreit für ihn nach einer anderen Beleuchtung und aufgepeppten Wänden.

• Beauner Platz: „Wir müssen hier wieder Leben hinkriegen“, erinnert sich Maracic an frühere Zeiten. Auf keinen Fall dürfe der Platz „zugebaut“ werden. Ansatzpunkte sind stattdessen: Mikrogastronomie, mehr Grün, vielleicht ein Boule-Platz, weitere Ecken für sportliche Betätigung – zum Beispiel ein Basketballkorb, wie Harry Hegenbarth in einer Arbeitsgruppe anregte. Auf jeden Fall müsse Wasser sprudeln, ein „wichtiger Aspekt für Lebensqualität“, wie eine Teilnehmerin des Rundgangs, Ärztin von Beruf, findet.

Der Rummelplatz soll nicht geopfert, es soll ihm aber auch nicht „alles untergeordnet“ werden. Technisch sei es kein Problem, die verschiedenen Aspekte unter einen Hut zu bringen; man müsse es nur wollen.

Ohne eine sinnvolle Nutzung des Neumarkt-Centers bleiben aber die besten Ideen Stückwerk, war die einhellige Meinung. Favorisiert wird unter anderem ein Lebensmittelmarkt. Ins Gespräch gebracht wurde auch ein Indoor-Spielplatz, eventuell in Kombination mit dem Familienzentrum.

Ob das Neumarkt-Center aus seinem Dornröschenschlaf geküsst werden kann, hängt nicht zuletzt vom städtebaulichen Umfeld ab – von der B 3 bis zum Rinnentor. Hierfür wünscht sich das Bürgernetzwerk ein stimmiges Konzept und einen Zeithorizont für die einzelnen Schritte.

• Platz vor dem Parktheater: Auch hier plädiert Maracic dafür, die einzelnen Baustellen ganzheitlich zu betrachten. Seine Vision: Der Dalberger Hof für Hochzeiten, Feste und Bankette. Das Bürgerhaus als multifunktionales Kongresszentrum. Auf dem Hoffart-Gelände ein Hotel als zentrales Element für die gastronomische, gesellschaftliche und kulturelle Auslastung des Gesamt-Ensembles. Maracic spricht von einer Win-win-Situation mit symbiotischen Effekten – erst recht, wenn alle Objekte von einem Pächter vermarktet werden. „Ladengeschäfte funktionieren an der Bundesstraße nicht“, ist die Forumsrunde überzeugt.

• Obere Fußgängerzone: Der Nibelungenbrunnen sollte abgeräumt, die Fläche kreativ gestaltet werden – mit mehr Grün, möglicherweise Spielgeräten für die Kleinsten, einer ansprechenden Möblierung. An dieser Stelle könnte schnell und mit überschaubarem Kostenrahmen ein Signal gesetzt werden – ebenso auf der Nordseite des Kaufhauses Ganz entlang der Lauter. Die Begrenzungsmauer zum Bach sollte transparenter werden: zumindest an einigen Stellen Geländer statt Steinen und möglichst ein Zugang zum Wasser.

• Marktplatz: Er soll zum „Wohnzimmer von Bensheim“ aufgemöbelt werden. „Was wir mit dem Haus am Markt machen, hängt damit zusammen, was in und mit den drei Fachwerkhäusern an der Nordseite und dem ehemaligen Kaufhaus Krämer passiert“, warnt Maracic auch hier vor Schnellschüssen und nicht im Kontext gedachten Einzelmaßnahmen. Für die „Krämer“-Immobilie schwebt ihm im Erdgeschoss und im ersten OG ein Frischerestaurant à la L’Osteria oder Vapiano vor. In den oberen Geschossen sollten Stadtwohnungen entstehen.Im heruntergekommenen Fachwerk-Ensemble wünscht sich Maracic zur Hauptstraße hin eine Weinstube, im mittleren Gebäude die Tourist-Info und am oberen Ende ein Geschäft mit Produkten und Souvenirs aus der Region. Im Haus am Markt selbst dränge sich die geplante gastronomische Nutzung auf.

Ansonsten gilt, wie überall: Am Anfang steht immer ein ganzheitliches, flexibles Nutzungskonzept, ohne sich von einzelnen Mietern abhängig zu machen. An die Kommunalpolitik geht der Appell, lieber noch mal auf die Bremse zu treten, als vollendete Tatsachen zu schaffen, durch die bessere Lösungen erschwert bis unmöglich werden.

„Der Marktplatz ist für alle da.“ Und: „Es soll keine Zeit geben, wo die Innenstadt nicht belebt ist. Sie gehört uns allen“, fasste Sanjin Maracic nach dem zweistündigen Ideen- und Gedankenaustausch zusammen.

BÜRGER-DIALOG ZUM „MARKTPLATZ DER ZUKUNFT“

BÜRGER-DIALOG ZUM „MARKTPLATZ DER ZUKUNFT“

Eigentlich war Ende 2019 alles geklärt. In mehreren Dialogrunden und vielen Arbeitsgruppen-Sitzungen wurden unter der federführenden Moderation des Bürgerforums die Eckpunkte für einen städtebaulichen Realisierungs- und Ideenwettbewerb für den „Marktplatz der Zukunft“ formuliert. Bei der abschließenden Bürgerversammlung, bei der die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert wurden, meldete sich kaum Kritik. Dafür gab es umso mehr Zustimmung für das erarbeitete Eckpunkte-Papier. Als Stichworte waren gesetzt: Belebung – unabhängig von Jahreszeit und Wetter. Außen- und Innengastronomie. Erhalt des mittelalterlichen Marktplatz-Ambientes. Unverstellter Blick von der Hauptstraße auf die Fassade der Stadtkirche St. Georg.

Daraus ergab sich – als größtmögliche Schnittmenge zwischen den beiden Polen Bebauung und Verzicht darauf – eine maximale Gebäudehöhe, die sich am zum geflügelten Wort gewordenen „Schorschblick“ bemisst.

Auch das Verfahren wurde allgemein gelobt.  Hunderte von Teilnehmern an den Foren, Arbeitsgruppen-Treffen und Führungen vor Ort sowie mehr als 500 Rückmeldungen auf eine Online-Befragung der unter 30-Jährigen lieferten ein breites Meinungsbild und Konsens in der zentralen Vorgabe: Vom Marktplatz muss ein belebender Impuls für die gesamte Innenstadt ausgehen.

Was folgte, stellt das Procedere zurück auf Los. Ein erfolgreiches Bürgerbegehren stoppte die von der Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich beschlossene Auslobung eines städtebaulichen Realisierungs- und Ideenwettbewerbs und damit das für die Belebung der Innenstadt wichtige Projekt. Ein Ideenwettbewerb ohne Vorgaben zu Grundsatzfragen – Nutzung, Gebäude: ja oder nein, wenn ja: mit welchen Abmessungen? – soll jetzt Klarheit bringen, wie die Mehrheit der Bevölkerung sich „ihren“ Marktplatz der Zukunft wünscht.

Die Eckpunkte des Bürger-Dialogs können eine Bewertungsmatrix und Entscheidungshilfe liefern. Nach Überzeugung des Bürgernetzwerks müssen sie bei der Ausschreibung des Ideenwettbewerbs zumindest als Protokollnotiz angemessene Berücksichtigung finden. Sonst werden der dreimonatige Beteiligungsprozess des Spätjahres 2019 ad absurdum geführt und eine große Zahl von engagierten Bürger*innen, die sich zum Teil mit beträchtlichen Zeiteinsatz eingebracht haben, vor den Kopf gestoßen.

 

 

STUDIE 2019 : ZUKUNFTSPROJEKT LEBENDIGE INNENSTADT BENSHEIM

STUDIE 2019 : ZUKUNFTSPROJEKT LEBENDIGE INNENSTADT BENSHEIM

Für eine lebendige Innenstadt ist ein professionelles und einfallreiches Marketing notwendig. In Bensheim waren diese Aufgaben bisher unter zu vielen Akteuren mit unterschiedlichen Zuständigkeiten aufgeteilt und nicht wirklich koordiniert. Das Bürgernetzwerk Bensheim hat daher nicht nur konkrete Vorschläge für eine neue

Stadtmarke, sondern auch eine Studie erarbeitet, die Erfahrungen anderer Städte ausgewertet und daraus Vorschläge für Bensheim abgeleitet hat.

Favorisiert wird eine privatwirtschaftliche Organisationsform, idealerweise eine Eingliederung als eigenständiger Bereich in die städtische Marketing- und Entwicklungs-Gesellschaft (MEGB). Deren Aufgabenschwerpunkte werden sich ohnehin von der Vermarktung von Gewerbeflächen zur Entwicklung städtischer Liegenschaften verlagern.

Bis eine Entscheidung über eine neue Organisationsstruktur gefallen ist, soll ein eingetragener Verein die Stabsstelle Stadtmarketing im Rathaus strategisch beraten und operativ unterstützen. Wichtig ist dabei nicht nur die Vermarktung nach außen, sondern auch die Kommunikation nach innen mit allen wichtigen Akteursgruppen. Aufgaben und Zielgruppen sind in der Studie zum Innenstadtmarketing in einem Sechs-Säulen-Modell zusammengefasst beschrieben:

Die vollständige Studie “Zukunftsprojekt Lebendige Innenstadt“ mit Best-practice-Beispielen und Handlungsempfehlungen für eine aktive, ganzheitliche Stadtentwicklung finden Sie hier

Die zentrale Aussage – unabhängig von Organisationsstruktur und Rechtsform – lautet:

Innenstadtmarketing ist eine Gemeinschaftsaufgabe.

Wichtigster Erfolgsfaktor ist eine ganzheitliche Strategie, die von den handelnden Akteuren mitgetragen und aktiv unterstützt wird.

DIE LAUTER ERLEBEN

DIE LAUTER ERLEBEN

Eine Besonderheit von Bensheim, mit der nur wenige Städte punkten können, ist der offene Bachlauf der Lauter von der „Stadtmühle“ bis zum Rinnentor. Hier verfügt die Innenstadt über ein Kleinod, das wesentlich zur Aufenthaltsqualität beitragen kann. Dafür muss das Gewässer an geeigneten Stellen mit Abgängen und Bachquerungen zugänglich gemacht werden, damit für Groß und Klein, Jung und Alt Anziehungspunkte entstehen. Der Bachlauf bietet viele bisher ungenutzte Qualitäten, von denen Bensheims Zentrum enorm profitieren könnte. Das gilt sowohl für die Gastronomie als auch mit Blick auf Spielmöglichkeiten für Kinder in Begleitung Erwachsener. Ziel muss es sein, die Lauter erlebbar zu machen. Dazu gehören ein Bepflanzungs- und Beleuchtungskonzept für den gesamten Teilabschnitt.

Sein Konzept dafür hat das Bürgernetzwerk Ende Mai 2019 bei einem zweitätigen Lichtevent vorgestellt. Zur Erläuterung an Ort und Stelle bot der Sprecher der Architektengruppe des Bürgernetzwerks, Sanjin Maracic, eine seiner stets sehr gut besuchten Themen-Führungen in der Innenstadt an. Hier einige Bild-Impressionen:

EIN MASTERPLAN FÜR DIE BENSHEIMER INNENSTADT

EIN MASTERPLAN FÜR DIE BENSHEIMER INNENSTADT

Stadtplanung muss ganzheitlich erfolgen.

Ganzheitlich – was heißt das? Die Vokabel ist überstrapaziert. Sie ist so richtig wie inhaltsleer. Denn die wenigsten haben eine konkrete Vorstellung davon, was gemeint ist.

Ganzheitlich planen und Stück für Stück nach und nach umsetzen: Die Architektengruppe des Bürgernetzwerks unter Leitung von Sanjin Maracic hat in vielen Sitzungen, nach einer Reihe von Ortsbegehungen und ungezählten Gesprächen mit Beteiligten, Experten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Masterplan für die Innenstadt erstellt. Er beschreibt die Rahmenbedingungen, die geschaffen werden sollen, damit Bensheims Mitte ihre Anziehungskraft behält. Dabei geht es um mehr als Fassaden- und Platzgestaltungen. Ausgangspunkt aller Überlegungen ist die Frage nach dem Warum eine Investition sinnvoll, in vielen Fällen sogar zwingend notwendig ist. Anders formuliert: Nutzung und Gestaltung sind zwei Seiten derselben Medaille. Sie bedingen einander.

Die  Roadmap  für das vom Bürgernetzwerk zur Diskussion gestellte Nutzungs- und Gestaltungskonzept für die Innenstadt orientiert sich an drei Achsen, die Bensheims historischen Kern prägen: die Hauptstraße  von Süd nach Nord, die Bahnhofstraße von West nach Ost und – als unterschätztes Kleinod – die Lauter, die zusammen mit den markanten Plätzen und verträumten Winkeln wesentlich den Charme der Innenstadt ausmacht.

Ein Mausklick nur – und Sie befinden sich am Ausgangspunkt zu einer Stadtführung der besonderen Art: mit 18 Stationen im Reich der Ideen, in dem nichts in Stein gemeißelt, sondern alles den Streit der Edlen wert ist. Der „Masterplan“ will Denkanstöße geben. Lassen Sie sich inspirieren. Ihre Meinung ist uns wichtig. Denn „Bauherr“ sind die Bürgerinnen und Bürger – und Gremien nur deren Sachwalter.

Die Details zum Masterplan Innenstadt finden Sie hier